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Hallen-WM in Sopot Genzebe Dibaba siegt ohne Mühe

Genzebe Dibaba gewann bei der Hallen-WM 2014 in Sopot den 3.000-m-Lauf souverän. Nach einem von Taktik geprägtem Rennverlauf war es ihr bisher langsamstes Rennen in dieser Saison.

Genzebe Dibaba auf dem Weg zum WM-Titel in Sopot. +
Foto: photorun.net

Genzebe Dibaba auf dem Weg zum WM-Titel in Sopot.

Es war ihr mit Abstand langsamstes Rennen der Saison, doch das war im Finale der Hallen-Weltmeisterschaften im polnischen Sopot egal: Genzebe Dibaba, die im Februar drei Weltrekorde in der Halle gelaufen war, gewann am 9. März 2014 über 3.000 m die Goldmedaille. Als große Favoritin angetreten, wurde die 23-jährige Äthiopierin dieser Rolle vollkommen gerecht. Die jüngere Schwester der Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba siegte in 8:55,04 Minuten vor der Titelverteidigerin Hellen Obiri (Kenia/8:57,72) und Maryam Jamal (Bahrain/8:59,16).

„Meine Schwester Tirunesh hatte mir ebenso wie mein Coach gesagt, ich solle mich auf den Sieg und nicht auf die Zeit konzentrieren“, sagte Genzebe Dibaba. Nach einem extrem langsamen ersten Kilometer (3:24,50 Minuten) hatte sie kurz nach der Hälfte des Rennens die Spitze übernommen. Doch erst auf dem letzten Kilometer lief sie wirklich schnell und ließ dabei der Konkurrenz keine Chance. Die letzten 1.000 m absolvierte Dibaba in 2:38,94. „Das ist eine tolle Saison für mich: Nach drei Weltrekorden habe ich jetzt noch das 3.000-m-Gold gewonnen“, sagte Genzebe Dibaba, die vor zwei Jahren bei der Hallen-WM den Titel über 1.500 m gewonnen hatte.

Ebenfalls kein schnelles sondern ein taktisches Rennen gab es über 3.000 m der Männer. Hier setzte sich mit dem erst 21-jährigen Caleb Ndiku (Kenia) der 1.500-m-Junioren-Weltmeister des Jahres 2010 durch. Ndiku gewann in 7:54,94 Minuten vor Titelverteidiger Bernard Lagat (USA/7:55,22) und Dejen Gebremeskel (Äthiopien/7:55,39). Vierter wurde mit Galen Rupp (USA/7:55,84) der zweite Amerikaner im Rennen. „Ich wusste, dass Lagat und Gebremeskel stark sein würden, aber ich wusste auch, dass ich in der letzten Runde sehr schnell bin. Deswegen habe ich lange Zeit abgewartet, um meine Energie nicht zu verpulvern“, sagte Ndiku, der 500 Meter vor dem Ziel an die Spitze ging und dann in einem langen Spurt nicht zu schlagen war.

„Meine Erfahrung hat mir heute sehr geholfen. Hier eine Medaille zu gewinnen, ist ein tolles Resultat für mich. Denn es ist eine große Herausforderung gegen Athleten zu rennen, die rund 20 Jahre jünger sind als ich“, sagte der 39-jährige Bernard Lagat, der bereits dreimal Hallen-Weltmeister über 3.000 m war.

Im 800-m-Finale der Männer setzte sich mit Mohammed Aman der Favorit durch. Der äthiopische Titelverteidiger gewann in 1:46,40 Minuten vor zwei Europäern: Adam Kszczot (Polen) wurde Zweiter mit 1:46,76 während sich Andrew Osagie (Großbritannien) wie vor zwei Jahren die Bronzemedaille sicherte (1:47,10). Das 800-m-Finale der Frauen gewann Chanelle Price (USA) mit einer Jahresweltbestzeit von 2:00,09 Minuten vor Angelika Cichocka (Polen/2:00,45) und Marina Arzamasova (Weißrussland/2:00,79).
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Autor: race-news-service.com 10.03.2014
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