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Dublin Goldenes Comeback von Hayley Yelling bei Cross-EM

Yelling, Hayley +
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Hayley Yelling war lange Jahre eine erfolgreiche Crossläuferin. Dieses Bild zeigt sie bei der Cross-EM 2005 in Tilburg.

Die Überraschung des Tages sahen die Zuschauer jedoch im Frauenrennen: Hayley Yelling hatte ihre Karriere ursprünglich vor einem Jahr beendet und arbeitet seitdem als Mathematik-Lehrerin in der Nähe von London. Jetzt lief sie beim Comeback allen davon und siegte im Alleingang. „Ich hatte nicht gedacht, dass ich mich überhaupt qualifiziere für die EM geschweige denn, dass ich gewinnen könnte“, erklärte Yelling, die über die 8,018-km-Strecke nach 27:49 Minuten vor Rosa Morato (Spanien/27:56) und Adrienne Herzog (Niederland/28:04) im Ziel war. Für Hayley Yelling war es der zweite Cross-EM-Sieg nach 2004, als sie in Heringsdorf gewonnen hatte.

Es war ebenfalls überraschend, dass in Dublin keine der favorisierten Portugiesinnen eine Medaille gewinnen konnte. Jessica Augusto (28:11), die im vergangenen Jahr Zweite war, Ines Monteiro (28:14) und Dulce Felix (28:19) belegten die Ränge vier, fünf und sechs. Als Trost bekamen sie immerhin die Team-Goldmedaille, die sie vor den Britinnen und den Spanierinnen gewannen.

Keine der Favoritinnen war Hayley Yelling gefolgt, als diese sich schon in der Anfangsphase des Rennens gelöste hatte. Die Engländerin hatte keine auf der Rechnung und auch sie selbst ging davon aus, dass sie bald eingeholt werden würde. „Ich wollte einfach schnell loslaufen, weil ich weiß, dass ich dann immer besser laufe – ich renne los und versuche so lange wie möglich vorne zu bleiben. Ich dachte, sie werden mich alle überholen, aber glücklicherweise passierte das nicht.“

Nach knapp der Hälfte des Rennens hatte sich 20 Meter hinter Yelling eine starke Fünfer-Gruppe formiert: Jessica Augusto, Adrienne Herzog, Rosa Morato, Dulce Felix und Ines Monteiro. Die irischen Fans mussten dagegen ihre Medaillenhoffnungen begraben, denn Mitfavoritin Mary Cullen hatte den Kontakt verloren und wurde schließlich nur Zwölfte in 28:45 Minuten, einen Platz hinter ihrer Landsfrau Fionnuala Britton (28:39).

Es war dann Rosa Morato, die die Pace verschärfte und die Verfolgergruppe auseinander riss. Es sah so aus, als ob es nur noch eine Sache von wenigen Minuten wäre, bis Morato und Jessica Augusto die führende Britin einholen würden. Aber dazu kam es nicht. Yelling fand wieder einen guten Rhythmus und rannte stellenweise sogar außen um Matschpassagen herum – das war der längere Weg, doch er sparte Kraft. Verfolgerin Morato nahm die direkte Route und wurde zunehmend müder. So war die Sensation perfekt: Hayley Yelling gewann den Titel.

Text: race-news-service.com
Foto: photorun.net, Claus Dahms
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14.12.2009
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