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Transalpine-Run 2017 Hallmann und Birchmeier dominierten überraschend

Die erste Etappe des Transalpine-Run 2017 führte von Fischen im Allgäu nach Lech am Arlberg. Vermeintliche Außenseiter machten die vorderen Plätze unter sich aus.

Transalpine-Run 2017 +
Foto: Stephan Wieser

Gut gelaunte Starterinnen beim Transalpine-Run 2017.

Von wegen lockere Auftaktetappe bei der 13. Auflage des Transalpine-Run. Der größte und härteste Trailrun-Etappenlauf für Zweier-Teams mit Start am 3. September 2017 in Fischen im Allgäu und Ziel am 9. September in Sulden/Ortler begann mit extremen Witterungsbedingungen und einer faustdicken Überraschung. Nicht die favorisierten Teams wie Stephan Hugenschmidt/Matthias Dippacher (GER/GER) oder Thomas Farbmacher/Peter Fankhauser (AUT/AUT) bestimmten den Auftakt, sondern gleich eine Handvoll von vermeintlichen Außenseitern. Sebastian Hallmann und Ralf Birchmeier (GER/SUI) dominierten die 1. Etappe von Fischen/Allgäu nach Lech am Arlberg über 43 Kilometer und 1.663 Höhenmeter in 3:32.04,8 Stunden vor Benjamin Bublak/Christoph Lauterbach (GER/GER, 4:01,3 Minuten zurück) und Florian Holzinger/Stefan Holzner (GER/GER, 15:05,5 Minuten zurück), dass damit gleichzeitig schnellstes Duo in der Master Kategorie war.

Schwedinnen sind die schnellsten Frauen auf der ersten Etappe des Transalpine-Run 2017

Schnellstes Frauenteam waren die Schwedinnen Sanna und Lina El Kott Helander (4:11.16,5 Stunden) auf Rang 17 der Gesamtwertung. Das schnellste Mixed-Paar kommt aus Montreal in Kanada. Marianne Hogan und Mathieu Blanchard finishten die Auftaktetappe sensationell auf Rang 7 in 3:57.00,5 Stunden und lagen damit 5:39 Minuten vor Melanie Albrecht und David Wallmann (4:02.39,7 Stunden, Rang 11).

Strömender Regen am Start, Schneefall in den Bergen und Temperaturen um den Gefrierpunkt auf einer Höhe von 2000 m hatten dafür gesorgt, dass der Veranstalter richtigerweise eine Alternativroute laufen ließ, die mit 43 Kilometer etwas länger, aber mit 1.648 Höhenmetern eniger Schwierigkeitsgrade aufwies. Höchster Punkt der Strecke war der Schrofenpass auf einer Höhe von 1.683 m im Grenzgebiet von Deutschland und Österreich. Die Vorentscheidung fiel aber nicht bei Rennhalbzeit im Aufstieg, sondern bereits relativ früh auf den ersten Flachstücken. Bereits kurz vor Oberstdorf, nach nur 6 km, übernahmen Hallmann/Birchmeier die Führung und gaben sie bis zum Ziel in Lech am Arlberg nicht mehr ab.

Vorjahressieger haben Rückstand von über 30 Minuten beim Transalpine-Run 2017

Die Abstände waren zum Auftakt bereits enorm. Allein die Zweitplatzierten Bublak/Lauterbach konnten den Rückstand mit 4:01,3 Minuten noch einigermaßen im Rahmen halten. „Ich bin schon etwas überrascht von unserer Leistung, so weit vorn hätte ich uns selbst nicht erwartet“, sagte der Franke Christoph Lauterbach. Und die Chancen auf eine weitere Verbesserung stehen nicht so schlecht. „Der erste Tag war ja eher flach, jetzt kommen die Berge und da fühlen wir uns beide wohler“, meinte der Berliner Bublak zuversichtlich. Während die Dritt- und Viertplatzierten Holzinger/Holzner und Matthias Baur/Lukas Sörgel bereits 15:05,5 Minuten bzw. 16:41,8 Minuten Rückstand haben, damit aber nicht ganz unzufrieden waren, erwischte es zwei Favoritenpaare ganz heftig. Besonders Stephan Hugenschmidt, der Sieger von 2014, und Matthias Dippacher kassierten einen in dieser Höhe völlig unerwarteten Rückstand von 32:58,7 Minuten und erreichten enttäuscht und abgeschlagen auf Rang 15 das Ziel in Lech am Arlberg.

1. Etappe beim Transalpine-Run 2017: Farbmacher/Frankhauser sind raus

Während Hugenschmidt/Dippacher noch im Rennen sind und sicherlich in den kommenden Tagen angreifen werden, ist der Transalpine-Run für die erklärten Mitfavoriten Thomas Farbmacher/Peter Fankhauser schon nach den ersten 43 Kilometern vorbei. Die beiden Österreicher gaben nach der 1. Etappe resigniert auf. Farbmacher litt sichtlich unter den Folgen eines Bänderrisses im linken Sprunggelenk. „Bis sechs Kilometer vor dem Ziel lagen wir noch auf Rang 3, aber dann ging nichts mehr. Die Schmerzen waren so stark, dass ich nicht mehr Laufen konnte. Es ist zwar traurig, aber es geht nicht anders. Ich muss das Rennen heute abbrechen, um meine Gesundheit nicht zu gefährden“, sagte der Tiroler Farbmacher, der nach seinem erneuten Sieg beim Zugspitz Ultratrail zusammen mit seinem österreichischen Partner Fankhauser zum engsten Favoritenkreis gehörte. Fankhauser, der theoretisch als Solo-Läufer hätte weitermachen können, trat wegen eines Trauerfalls den Heimweg an.

Die 2. Etappe des 13. Transalpine Runs führt am 4. September von Lech am Arlberg nach St. Anton am Arlberg über 26,2 km und 1.798 Höhenmeter im Aufstieg.
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04.09.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum Transalpine-Run 8. Etappe 2019.

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