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5. Marathon Santa Cruz de Tenerife 2018 Insel-Marathon unter brennender Kanaren-Sonne

Während in Deutschland langsam der Winter Einzug hält, lief man auf Teneriffa bei strahlendem Sonnenschein und über 20 Grad. Über 4.000 waren beim Event dabei.

Marathon Santa Cruz de Tenerife 2018 +
Foto: Veranstalter

Beeindruckende Laufkulisse: Beim Marathon Santa Cruz de Tenerife sieht man sowohl Berge, als auch den Atlantik.

Das Lauffieber macht auch vor der Kanareninsel Teneriffa nicht Halt: Am 11. November 2018 ging dort wieder der „Maratón Santa Cruz de Tenerife“ über die Bühne. Zur Auswahl standen aber nicht nur der volle Marathon, sondern auch ein Halbmarathon und ein Lauf über acht Kilometer. In allen drei Disziplinen zusammengerechnet waren über 4.000 Läufer am Start.

Eine Bildergalerie mit sonnigen Impressionen vom Lauf finden Sie über und unter diesem Artikel.

Gestartet waren die Marathonis und Halbmarathonis gemeinsam. Allerdings: Wer den Marathon finishen wollte, hatte den fordernden Halbmarathon-Kurs zweimal zu bezwingen. Zuerst ging es auf eine Schleife durch die Stadt – einiges Auf und Ab inklusive – dann hinaus in Richtung des beliebten Badestrands „Las Teresitas“ ein Stück außerhalb. Kurz davor erreichten die Läufer den Wendepunkt und durften zurück in Richtung Stadt rennen. Wie schon die Streckenführung innerhalb dieser, hatte auch der Schlenker stadtauswärts einige Höhenmeter. Hier waren es aber eher konstante Steigungen, die den Kurs in Kombination mit dem teils starken Gegenwind recht anspruchsvoll machten. Doch es lohnte sich. Die Kulisse war sowohl auf dem Hin- als auch Rückweg mehr als eindrucksvoll: Auf der einen Seite Hafen und der weite Ozean, auf der anderen steiles Gebirge. Teneriffa ist eine Vulkaninsel mit dem mächtigen Teide in ihrer Mitte.

Serjogins gewinnt den Halbmarathon in Santa Cruz in 1:06:54 h

Als Erster im Marathon stürmte der Spanier Miguel Angel Vaquero Agama nach 2:35:35 Stunden ins Ziel. Kamil Lesniak aus Polen finishte in 2:36:00 Stunden und wurde damit Zweiter, der dritte Rang ging an den Briten Denis Prikulis 2:36:13 Stunden. Bei den Damen hatte die Polin Anna Wasik mit einer Zeit von 3:12:41 Stunden die Nase vorn. Hinter ihr rannte die Spanierin Pilar Mahamud Isidro (3:17:08 h) auf den zweiten Platz, Dritte wurde Kamila Perucka aus Polen in 3:25:59 Stunden.

Der Halbmarathon-Sieg ging nach Lettland. Dmitrijs Serjogins machte hier in 1:06:54 Stunden das Rennen und verwies somit Jose Carlos Hernandez Cabrera aus Spanien (1:09:11 h) auf den zweiten Platz. Dritter wurde Radouane Nour mit 1:09:54 Stunden. Schnellste Frau im Halbmarathon auf Teneriffa war die Spanierin Laura van den Beucken. Sie rannte in 1:21:34 Stunden ins Ziel. Die Plätze zwei und drei erliefen sich die Britin Lucy Biddlestone (1:24:16 h) und die Kanadierin Denise Robson (1:25:20 h).
Marathon Santa Cruz de Tenerife 2018 +
Foto: Veranstalter

Zuerst durch die Stadt, dann hinaus in Richtung Strand liefen die Starter beim Halbmarathon und Marathon.

Sonne und 26 Grad beim Marathon Santa Cruz de Tenerife

Ganz im Norden der Insel Teneriffa liegt die Stadt Santa Cruz – doch immer noch deutlich südlicher als das spanische Festland. Zur Orientierung: Die Kanaren befinden sich im Atlantischen Ozean, östlich von Marokko und somit auf denselben Breitengraden wie die Sahara. Das macht sich auch in Sachen Klima bemerkbar und die Laufbedingungen nach europäischen Maßstäben auch im November ziemlich sommerlich. Sehr warm war es zum Marathon in Santa Cruz de Tenerife 2018: Um die 26 Grad zeigten die Thermometer in der Stadt am Vormittag an, dabei befanden sich nur selten ein paar Wölkchen am Himmel.

"Venga, venga!" – Klasse Läuferstimmung auf Teneriffa

So sonnig wie das Wetter scheint auch das Gemüt der Einheimischen. An der Strecke herrschte eine herzliche Stimmung, stets hörte man als Läufer ein ermutigendes „Venga, venga!“, also „Weiter, weiter!“, oder „Bravo, bravo!“ von den viel Zuschauern, vor allem in der Stadt. Und auch unter den Läufern selbst wurde sich immer wieder angefeuert – durch den Wendepunkt war es sogar möglich, sich zuzuwinken. Außerdem feuerten die vielen Helfer an den Verpflegungsständen auch noch toll an und hielten außerdem unter anderem Wasser, Elektrolytgetränke und frische Orangen für die Starter bereit. Umrahmt von Palmen befand sich der Start- und Zielbereich an der Promenade: Hier liefen alle Finisher umjubelt ins Ziel ein und erhielten die wohlverdiente Finishermedaille. Viele blieben nach ihrem eigenen Zieleinlauf noch: vor allem Halbmarathonläufer, die noch die Marathonis beim Zieleinlauf unterstützen wollten. Auch die ausgelassenen Siegerehrungen auf einer Bühne fanden hier später statt und die Läufer hatten die Möglichkeit, sich kostenlos massieren zu lassen. Die Hafenpromenade lädt außerdem mit Restaurants und schattigen Bänken unter blühenden Bäumen zum Verweilen ein, was viele der Finisher nutzten, um ihren Renntag entspannt ausklingen zu lassen.
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Autor: Ela Wildner 13.11.2018
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