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WM-Aktuell Kemboi gewinnt Hindernisse, Überraschungen über 1.500 m

Ezekiel Kemboi verteidigte im Finale seinen Titel bei den Hindernissen, überraschende Goldgewinnerin über 1.500 m kommt aus den USA.

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Foto: photorun

Ein Jahr vor Olympia in London läuft Hannah England überraschend zur Silbermedaille bei der WM über 1.500 m.

Kenia hat seine Vormachtstellung über die Hindernisstrecke bei den |Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Daegu einmal mehr bestätigt: Ezekiel Kemboi verteidigte im Finale nach einem mächtigen Spurt seinen Titel in 8:14,85 Minuten vor seinem Landsmann Brimin Kipruto (8:16,05). Die Bronzemedaille sicherte sich der französische Europameister des vergangenen Jahres, Mahiedine Mekhissi. Er war vor drei Jahren auch bereits Olympia-Zweiter.

In einem eher untypischen Rennen ergriffen die Kenianer erst in der letzten Runde wirklich die Initiative. Hatten sie sich in der Vergangenheit oft gegenseitig mit der Tempoarbeit unterstützt und so das Rennen als Team schnell gemacht, rannten sie am Donnerstagabend jeder für sich. „Jeder wollte heute Gold gewinnen“, erklärte Ezekiel Kemboi später. Zwei Runden vor Schluss waren es noch Jacob Araptany und Benjamin Kiplagat (beide Uganda), die an der Spitze liefen. Sie hatten dann später in der entscheidenden Phase keine Chance mehr und belegten die Ränge sechs und zehn.

Gut 200 Meter vor dem Ziel zog Ezekiel Kemboi den Spurt an und lief sofort einen entscheidenden Vorsprung heraus. Hinter ihm konnte Brimin Kipruto, der mit einer Saisonbestzeit von 7:53,64 Minuten der schnellste Läufer im Feld war, mit Mühe noch den zweiten Platz vor dem Franzosen Mekhissi verteidigen. Kipruto hätte wohl bei einem schnelleren Rennen bessere Chancen gehabt.

„Die Kenianer trainieren das ganze Jahr über sehr hart. Außerdem sind sie alle gleich stark, so dass sie im andauernden Konkurrenzkampf stehen. Das macht den Unterschied aus, deswegen sind sie so stark“, erklärte Mahiedine Mekhissi, dessen Landsmann Bob Tahri in 8:17,56 Minuten Platz vier belegte.

Mit einer dicken Überraschung endete das 1.500-m-Finale der Frauen: Die Weltmeisterin heißt Jenny Barringer Simpson und kommt aus den USA! Die 25-jährige, die ursprünglich Hindernisläuferin war und den US-Rekord über diese Strecke hält, startete zum ersten Mal bei einer WM über die Mittelstrecke. 2009 in Berlin hatte sie noch Rang fünf über 3.000 m Hindernis belegt. Sie gewann in Daegu im Schlussspurt mit 4:05,40 Minuten vor – und auch das ist eine Überraschung – Hannah England. Die 24-jährige Britin, die erstmals in einem Finale einer globalen Meisterschaft stand und im vergangenen Jahr bei der EM noch Rang zehn belegt hatte, lief 4:05,68. Während die Titelverteidigerin Maryam Jamal (Bahrain) in einen Sturz verwickelt war und weit abgeschlagen ins Ziel kam, sicherte sich die Spanierin Natalia Rodriguez die Bronzemedaille in 4:05,87 Minuten. Deutsche Läuferinnen waren über 1.500 m bei der WM nicht am Start.
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Autor: race-news-service.com 02.09.2011
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