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Grand Prix von Bern 2018 Kenenisa Bekele sticht aus 30.000 Läufern heraus

Gleich drei unterschiedliche Distanzen wurden bei einem der größten Laufsport-Events der Schweiz angeboten. Spektakuläre Siege, große Emotionen und tolle Stimmung waren die Folge.

Kenenisa Bekele siegte beim Grand Prix von Bern 2018 +
Foto: swiss-image.ch

Kenenisa Bekele konnte sich nach sechs Kilometern entscheidend absetzen und gewann am Ende souverän.

Zum 37. Mal warteten die zehn schönsten Meilen der Welt, wie das Veranstaltungsteam ihre Strecke beschreibt, auf tausende teilnehmende Läufer. Der Grand Prix von Bern zählt zweifelsohne zu den traditionsreichsten und namhaftesten Läufen der Schweiz. Auch dem Ruf, dass in Bern absolute Spitzenleistungen zu sehen sind, wurde man 2018 gerecht. Kein Geringerer als der dreifache Olympiasieger Kenenisa Bekele kam und gewann. Das Schweizer Publikum durfte sich zudem über den ersten Schweizer Sieg seit 20 Jahren freuen. Die Solothurnerin Martina Strähl gewann mit gut dreieinhalb Minuten Vorsprung und ließ die Eidgenossen jubeln. Über 30.000 Läufer gingen insgesamt an den Start.

Die schönsten Bilder vom Grand Prix von Bern 2018 finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Mit dem auffrischenden Wind am Nachmittag konnten sich die Sportler über gutes Laufwetter freuen. Insgesamt wurden drei Distanzen angeboten: der Grand Prix von Bern (16,093 Kilometer), der Altstadt Grand Prix (4,7 Kilometer) und der Bären Grand Prix (1,6 Kilometer). Der Klassiker über die Distanz von zehn Meilen, der Grand Prix von Bern, ging ab 16:00 Uhr über die Bühne. Erstmals wurde am Start ein optimiertes Startblock-System angewandt. So wurde die Anzahl der Startblöcke reduziert, die Startphasen hingegen verlängert. Auf der Strecke nutzten die meisten Läufer an den fünf angebotenen Verpflegungsstationen die Möglichkeit sich etwas abzukühlen, schließlich war es trotzdem des auffrischenden Windes vergleichsweise warm. Die attraktive, abwechslungsreiche Strecke durch die Stadt verlangte den Teilnehmern einiges ab. Vier bemerkenswerte Anstiege zählten die Läufer. Nachdem der erste bereits nach 1,5 Kilometern angestanden hatte, ging es nach sieben Kilometern auf der Jubiläumsstraße erneut bergauf. Nach zwölf Kilometern am Sulgeneck und nach 15 Kilometern am Rosengarten sollten zwei weitere erwähnenswerte Anstiege folgen. Am besten kam der fünffache Weltmeister über 5.000 bzw. 10.000 Meter, Kenenisa Bekele, mit der Strecke zurecht. Lediglich bis Kilometer sechs dauerte es bis er das Rennen gegen seine Kontrahenten um den Schweizer Tadesse Abraham entschieden hatte. Am Ende gewann der Äthiopier in 46:46 Minuten. Abraham wurde Zweiter in 48:23 Minuten. Sylvester Kipchirchir aus Kenia konnte am Ende in 49:44 Minuten im Duell mit Simon Tesfay aus Eritrea (49:53 Minuten) den dritten Rang erlaufen. Erster Deutscher war Stefan Schmauder (55:08 Minuten), der als 29. Mann ins Ziel kam.

Strähl lässt die Schweizer jubeln

Bei den Damen setzte sich hingegen eine Eidgenössin durch. 20 Jahre nach dem Sieg von Franziska Rochat-Moser gewann mit Martina Strähl (53:50 Minuten) erstmals wieder eine Schweizerin. In der schnellsten Zeit, die eine Schweizerin in der Geschichte des Grand Prix von Bern jemals gelaufen ist, gewann die 31-Jährige. Auch auf den folgenden 13 Plätzen kamen Schweizerinnen ins Ziel. Zweite wurde in 57:25 Minuten so Maja Neuenschwander. Dritte wurde Laura Hrebec in 59:40 Minuten. Schnellste deutsche Läuferin war Susane Wings in 1:05:27 Stunden auf Platz 15.
Grand Prix von Bern 2018 (1) +
Foto: swiss-image.ch

Über 30.000 Läufer gingen in Bern an den Start.

Tefera und Scalabas gewinnen Altstadt Grand Prix

Neben dem 10-Meilen-Lauf erfuhr auch der Altstadt Grand Prix, der 4,7 Kilometer lang durch Bern führte, großen Zuspruch. Besonders der Kopfsteinpflaster-Abschnitt inmitten des Rennens sollte die Teilnehmer fordern. Wie beim Hauptlauf gewann auch über die kürzere Distanz ein Äthiopier, nämlich Mekonen Tefera. Er finishte nach schnellen 14:27 Minuten und distanzierte Andrea Salvisberg, der gleichzeitig erster Schweizer war, um lediglich vier Sekunden. Dritter wurde Florian Salvisberg in 15:00 Minuten. Auch er lag nur vier Sekunden vor dem Viertplatzierten Derek Buccassi. Die schnellste Frau des Tages lief nach 16:10 Minuten ins Ziel. Delia Scalabas gewann vor Livia Morgenthaler (17:09 Minuten) und Valentina Risamilia (17:16 Minuten). Knapp geschlagen geben musste sich jedoch die Viertplatzierte Simona Aebersold, die nach 17:19 Minuten finishen konnte. Unter den Top-25-Läuferinnen befanden sich über 4,7 Kilometer ausschließlich Läuferinnen aus der Schweiz.

Offizielle Trainingseinheiten auf der Originalstrecke

Neben den drei genannten Läufen wurde auch das Altstadt Walking angeboten, bei dem 4,7 Kilometer lang durch die Berner Altstadt gewalkt wurde. Im Voraus hatte das Veranstaltungsteam keine Mühen gescheut die Teilnehmer bei der Vorbereitung für das Event zu unterstützen. So wurde Ende März und Ende April jeweils ein geführtes Training auf der Originalstrecke angeboten und in der Ausschreibung auf unterschiedliche Laufkurse und Workshops hingewiesen. Unterstützt wurden die Läufer auch dadurch, dass sie kostenlos von ihrem Wohnort bis nach Bern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren durften und so keine zusätzlichen Kosten für Bus und Bahn entstanden. Pressesprecher Jürg Thalmann zog am frühen Abend ein positives Fazit zur 37. Auflage des Grand Prix von Bern. Gerade dank des tollen Publikums sei auch der diesjährige Grand Prix von Bern zu einem sehr stimmungsvollen Event geworden.
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Autor: Jonas Müller 19.05.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Grand Prix von Bern 2018.

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