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Salzburg Marathon 2019 Kenianer Victor Kipchirchir verpasst Streckenrekordzeit

Beim Salzburg Marathon hatten die Läufer mit dem warmen Wetter zu kämpfen. Victor Kipchirchir gewann nach 2:17:03 Stunden souverän – drei Minuten fehlten zum Streckenrekord.

19052019 Marathon Salzburg 2019 +
Foto: Christian Rüter/Josef Rüter

Die Strecke des Marathons fürhte auch am Leopoldskroner Weiher vorbei.

Vom 17.05. - 19.05.2019 fanden die Salzburger Lauffestspiele statt. Das Besondere: Die neue Location vor dem Festspielhaus. Eröffnet wurde das Wochenende mit dem Salzburger Frauenlauf am Freitag. Am Sonntag, den 19.05.2019 stand das Highlight des Wochenendes an: Der 16. Salzburg Marathon. Für alle die keinen Marathon laufen wollten gab es die Möglichkeit, die Halbmarathon-Distanz zu absolvieren, an der Marathon-Staffel teilzunehmen oder am 10 Kilometer CityRun mitzumachen.

2019 wurde ein neuer Teilnehmerrekord erreicht

Im Vergleich zu den letzten Jahen waren vor allem in den Sonntagswettbewerben deutlich mehr Läufer am Start. Über das ganze Wochenende verteilt hatten sich 8.501 Teilnehmer aus 80 verschiedenen Nationen angemeldet – ein neuer Teilnehmerrekord mit 1.200 Aktiven mehr als im Vorjahr. Am meisten Zuwachs konnte der Salzburger Frauenlauf verbuchen. Aber auch die Teilnehmerzahlen für den Marathon und Halbmarathon am Sonntag waren höher als in den Jahren davor: An der Startlinie des Marathons tummelten sich 1.014 Läufer während am Halbmarathon, dem traditionell teilnehmerstärksten Bewerb, 2.537 Läufer teilnahmen.

Favorit Kipchirchir siegt trotz des warmen Wetters

Strahlend blauer Himmel und wärmende Sonnenstrahlen zeichneten eine herrliche Kulisse, als der Startschuss für das Marathon- und Halbmarathonfeld am Ferdinand Hanusch Platz fiel. Sofort setzte sich Top-Favorit Victor Kipchirchir gemeinsam mit Halbmarathon-Topläufer Marco Kern und dem Saalfeldner Peter Herzog, der als Startläufer der Sporthilfe-Hyundai-Staffel 1 im Einsatz war, gemeinsam an die Spitze. Mit großer Motivation wollte der Kenianer seiner Ankündigung, eine schnelle Zeit zu laufen, trotz der hohen Temperaturen von bereis 19°C in der Startphase wahrmachen. Bereits auf der langgezogenen, schattigen Hellbrunner Allee setzte sich Kipchirchir mit Herzog von Marco Kern ab. Der Salzburger, Peter Herzog, der sechs Wochen nach dem Vienna City Marathon und einer langen Ruhepause seinen Auftritt bei den Lauffestspielen der Mozartstadt als wichtigen Impuls für den Start in seine zweite Saisonhälfte sah, ließ Kipchirchir nach fünf Kilometern ziehen.

Dieser hatte bis dahin ein sehr schnelles Tempo vorgelegt, mit den steigenden Temperaturen wurde die Herausforderung allerdings immer größer. Nach 1:05:43 Stunden überquerte der 31-Jährige Kenianer die Zwischenzeit bei Halbzeit am Universitätsplatz und lag damit noch klar auf Streckenrekordzeit. Ab Kilometer 26 wurde der Schritt allerdings schwerer und ihm gelang es nicht mehr, sein beeindruckendes Tempo zu halten. Bei frühsommerlichen Bedingungen finishte er seinen Alleingang über gut 37 Kilometern in einer Zeit von 2:17:03 Stunden. Damit erreichte er die schnellste Siegerzeit beim Salzburg Marathon seit dem Streckenrekord von Eliud Kiplagat (2:14:16 Stunden) im Jahr 2013. „Ich habe mich sehr gut gefühlt, aber unter diesen Bedingungen war heute für mich keine schnellere Leistung möglich. Es war ein hartes Rennen.“, analysierte Kipchirchir sein Rennen. Dank seines Salzburg-Sieges hat er sechs Wochen nach seiner Aufgabe beim Marathon in Wien seine Frühjahrssaison 2019 doch noch mit einem Marathon-Sieg krönen können.

Kenianisches Podest – die besten Österreicher dahinter

Auch hinter Victor Kipchirchir setzten sich die kenianischen Läufer gut in Szene. Bis Halbzeit lagen Antony Karinga Maina und Philip Kirui innerhalb von zwei Minuten Rückstand auf den Führenden. Sie hatten den finalen Teil der ersten Runde gemeinsam mit Marco Kern absolviert. Bei steigenden Temperaturen wurde das auch für die beiden Marathon-Debütanten schwierig. Maina erreichte das Ziel in einer Zeit von 2:22:37 Stunden auf dem zweiten Platz, Kirui folgte auf Rang drei und verbuchte eine Zeit von 2:28:21 Stunden. Beide sammelten damit ihre ersten Erfahrungen auf der Traditionsdistanz bei erschwerten Wetterbedingungen. Hinter dem kenianischen Top-Trio platzierten sich die besten Österreicher auf den Rängen vier und fünf. Thomas Punz vom Hervis Team fing kurz vor Schluss noch Christian Doppler (LC MKW Hausruck) ab. Die beiden erzielten Leistungen von 2:44:09 Stunden und 2:44:53 Stunden.

Gelungene Debüts im Marathon der Frauen

Im Marathon der Frauen wurde die erst 21 Jahre alte Gadise Gudisa Negese ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Äthiopierin genoss nach genau 2:46:37 Stunden den herrlichen Zieleinlauf auf dem orangen Teppich vor dem Salzburger Festspielhaus, mit exklusivem Blick auf die Festung Hohensalzburg. Ebenfalls ein gelungenes Debüt feierte Julia Brugger. Die Landshuterin blieb deutlich unter drei Stunden und beendete ihren ersten Marathon nach 2:56:21 Stunden auf dem zweiten Platz. Das Stockerl komplettierte die beste Österreicherin Irmine Schatz aus St. Andrä-Wördern in Niederösterreich.

„Schönster Zieleinlauf“

Kurz nachdem Marco Kern in einer angesichts der hohen Temperaturen starken Halbmarathonzeit von 1:07:43 Stunden die Ziellinie überquert hatte, trug er ein helles Strahlen im Gesicht. „Das ist der schönste Zieleinlauf, den ich je gesehen habe.“ Auch sportlich lief das Rennen zu seiner Zufriedenheit: „Wenn man gewinnt, ist es natürlich fantastisch. Ich habe alles rausgeholt heute. Die hohen Temperaturen hatten natürlich Einfluss auf die Endzeit, das gehört zum Sport dazu. Dafür war die Stimmung in der Stadt mit dem Sonnenschein wirklich grandios“, so der 29-Jährige.

Einen ebenfalls fantastischen Halbmarathon-Tag erlebte Lokalmatador Alex Knoblechner (Lauftreff Nussdorf), der erstmals in seiner Karriere unter 1:10 Stunden geblieben ist. In einer Zeit von 1:09:48 Stunden musste er nur Top-Favorit Kern und dem Holländer Bas Stigter (1:09:40 Stunden) den Vortritt lassen. Vorjahressieger Radim Picek konnte seinen Sieg nicht verteidigen und kam in einer Zeit von 1:13:57 Stunden auf den sechsten Platz.

Zwei Südtirolerinnen auf dem Podest

Der Halbmarathon der Frauen endete mit einem Südtiroler Doppelsieg. Edeltraud Thaler siegte in einer Zeit von 1:25:39 Stunden vor ihrer Landsfrau Doris Weissteiner (1:26:20 Stunden). Die in der Nähe von Salzburg wohnhafte Slowakin Katerina Lovrantova, 2015 Siegerin des Salzburger Frauenlauf, erreichte in einer Zeit von 1:27:31 Stunden als Dritte das Ziel.

Stöckl-Moser mit zwei Siegen bei den Lauffestspielen 2019

Nachdem Cornelia Stöckl-Moser am Freitag beim Salzburger Frauenlauf einen klaren Sieg gefeiert hat, lief sie auch am Marathon-Sonntag mit einem Siegerlächeln über die Ziellinie in der Hofstallgasse. Fünf Wochen nach ihrem Staatsmeistertitel im Marathon absolvierte die Pinzgauerin den 10K Salzburg CityRun und feierte in einer Zeit von 38:11 Minuten souverän ihren zweiten Sieg an diesem Wochenende. Damit lag sie auch in der Kombiwertung der beiden Wettbewerbe klar an der Spitze. Mit den Lauffestspielen in der Mozartstadt leutete die 25-jährige die Vorbereitung ihrer zweiten Saisonphase ein. Die routinierte Salzburgerin Sabine Hofer, die den Salzburg Marathon im vergangenen Jahrzehnt zweimal gewinnen konnte, wurde in einer sehr starken Zeit von 39:52 Minuten Zweite.

Klarer Sieg bei den Männern

Sieger bei den Männern war der Vorjahresdritte Hans Wieser aus Schladming. „Ich bin sehr happy und habe diesen Sieg nicht erwartet, weil ich diese Woche zwei Nachtdienste hatte“, lächelte der Turnusarzt am Krankenhaus in Schwarzach im Pongau. In einer Zeit von 34:08 Minuten war er etwa eineinhalb Minuten schneller als David Denifl (35:40 Minuten) aus dem Stubaital und dem Salzburger Lukas Obsamer, der nach 35:49 Minuten ins Ziel kam.

Marathonstaffel-Comeback nach sechs Jahren

Höhepunkt des Staffelmarathon, der nach sechs Jahren bei den Lauffestspielen der Mozartstadt sein Comeback feierte, waren zwei Staffeln der Österreichischen Sporthilfe in Zusammenarbeit mit Hyundai Österreich. Team eins wurde von Peter Herzog angeführt, der die ersten 15,2 Kilometer schneller als geplant absolvierte. „Ich wollte zurückhaltend loslaufen. Aber mit einer Startnummer am Trikot und der Spitzenstimmung entlang der Strecke spürt man sofort überall die Motivation," erklärte er die Situation. Sabine Schöffmann, Chiara Hölzl und Daniel Leutgeb brachten die Staffel nach 3:00:50 Stunden auf Rang drei ins Ziel. Der Sieg ging an die „Rauschigen Ironmänner“, die nach 2:51:11 Stunden zu viert in Jubelpose über die Ziellinie liefen (die ersten drei Staffelläufer durften für das gemeinsame Lauferlebnis die letzten Meter gemeinsam mit dem vierten Läufer absolvieren). Platz zwei ging an „Auch namenlos grandios“, die schnellste Mixed-Staffel des Tages.

Tatkräftige Unterstützung am Streckenrand

Zehntausende Zuschauer umsäumten die Laufstrecke in Salzburg und boten den Tausenden Läufern mit lauten Anfeuerungen bedeutende Unterstützung. Die engagierten Musikgruppen entlang der Strecke motivieren nicht nur die Läufer, sondern bieten auch beste Unterhaltung für die Zuschauer.
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19.05.2019

Hier finden Sie weitere Informationen zum Salzburg-Marathon 2019.

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