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Startplatz gewonnen, Super-Zeit gelaufen Laufheld René Lesiewicz mit Bestzeit beim Baden-Marathon

RUNNER’S-WORLD-Abonnent René Lesiewicz hatte als Laufheld einen Start beim Baden-Marathon gewonnen. Hier berichtet er von seinem Erlebnis.

Laufheld René Lesiewicz beim Baden-Marathon 2014 +
Foto: privat

René Lesiewicz hatte den Start beim Baden-Marathon bei einem Laufhelden-Gewinnspiel gewonnen.

Es war die Woche nach meinem ersten Marathon, den ich am 6. April 2014 in Freiburg in 3:46 Stunden gelaufen bin. Ich hatte Urlaub genommen um mich zu erholen, surfte auf der Internetseite von Runner’s World und schaute mir die aktuellen Aktionen und Gewinnspiele an. Dort las ich von einem Gewinnspiel für einen Freistart für den Baden-Marathon am 21. September 2014 in Karlsruhe. In meiner Euphorie dachte ich: „Na ja, bei dem Gewinnspiel kannste ruhig mitmachen, Du gewinnst ja eh nicht.“

Als ich dann am 13. Mai eine Email vom Laufheldenteam bekam mit der Info und Gratulation, dass ich einen Startplatz gewonnen hätte, konnte ich es am Anfang erst gar nicht glauben. Dieses Jahr noch einen Marathon zu laufen war jetzt eine echte Herausforderung für mich. Aber ich nahm diese gerne an und stieg nach einer Regenerationsphase wieder ehrgeizig in die Marathonvorbereitung ein.

Zuerst richtete ich mich ab Ende Juni nach dem Trainingsplan von Martin Grüning, von der Runner’s World Webseite: Sommer-Trainingsplan für Marathon-Läufer (Dauer 2 Wochen). Zu meinem Geburtstag Anfang Juli bekam ich dann das Buch: „Greif – for running life“ von Peter Greif von meiner Frau geschenkt. Von dem Buch hatte ich schon was in der Runner’s World Zeitschrift gelesen. Die letzten 8 Wochen meiner Marathonvorbereitung richtete ich mich nach dem Plan: „Countdown“ aus dem Buch. Ich hatte Glück, die Vorbereitung lief gut, ich blieb gesund und verletzungsfrei.
Laufheld René Lesiewicz vor dem Schloss beim Baden-Marathon 2014 +
Foto: privat

RUNNER’S-WORLD-Abonnent René Lesiewicz vor dem Schloss beim Baden-Marathon.

Das Rennwochenende

Ich fuhr am Samstagmittag mit meiner Frau und meinen beiden Kindern nach Karlsruhe. Dort angekomme, holte ich meine Unterlagen ab, besuchte die Marathonmesse und nahm an der Maultaschenparty von Bürger teil. Wir schauten uns etwas um, suchten schon mal den Startplatz und das Ziel für morgen und erkundigten uns, wo man am besten parken kann.

Wir konnten bei Freunden in der Nähe übernachten. Die Nacht war ziemlich unruhig. Ich war sehr aufgeregt, in der Nacht gab es kräftige Gewitter und Starkregen prasselte auf unser Dach.

Ich stand am Sonntag um 6 Uhr auf, drei Stunden vor dem Start. Nach dem Frühstück ging es dann endlich los. Dort angekommen suchte ich den Startbereich auf. Jetzt noch ein bisschen warm laufen, ein letzten isotonisches Getränk vor dem Start, Toilette und los geht’s. 15 min vor dem Start stellte ich mich im Startblock B auf. Insgeheim wollte ich eine neue Bestzeit laufen. Es sollte diesmal eine „3 Stunden-dreißiger-Zeit“ werden. (3:39:57 wäre echt cool!)

Besonnener Beginn

Der Startschuss kam pünktlich um 9 Uhr und das Feld setzte sich langsam in Bewegung. Ich hatte mir vorgenommen es am Anfang langsam und ruhig angehen zu lassen und es klappte diesmal gut. Nach etwa zwei Kilometern hatte sich das Feld entzerrt, ich konnte meinen Rhythmus finden und mein Tempo laufen. Das Wetter war ideal: kühl, bewölkt und wenig Wind. Die ersten 15 km lief ich ruhig und ließ mich nicht hetzten so im 5:10 min/ Schnitt. Ich wurde oft überholt und das fiel mir nicht so leicht. Ab km 15 gab ich dann langsam Gas. Ich steigerte mein Tempo auf 5:02min/km und begann die Läufer vor mir einzusammeln und zu überholen. Ab jetzt machte es richtig Spaß. Ich selbst wurde kaum noch überholt.

Alles nach Plan

Mit gefühlter Leichtigkeit ging ich an all denen vorbei, die mich am Anfang überholt hatten und denen jetzt so langsam die Puste ausging. Bis Kilometer 25 lief alles super und ich hatte immer noch das Gefühl, etwas schneller laufen zu können. Ich schraubte jetzt aber mein Tempo wieder auf 5:07 min/km zurück um nicht am Ende zu stark einzubrechen. Und das sollte sich bezahlt machen. Ich traf heute keinen Mann mit dem Hammer und es gab auch keine Mauer die ich durchbrechen musste. Die Taktik und Renneinteilung ging voll auf. Ab Kilometer 35 wurde es dann langsam anstrengend und ab hier lief ich mit voller Kraft um nicht langsamer zu werden.
Laufheld René Lesiewicz beim Schlussspurt beim Baden-Marathon 2014 +
Foto: privat

Schlussspurt: Laufheld René Lesiewicz auf dem Weg zu einer Marathonzeit von 3:34 Stunden.

Die letzten schweren Kilometer

Ab Kilometer 39 begann dann die Quälerei und es wurde langsam unangenehm. Die Beine schmerzten und die Kraft ging langsam aus. „Jetzt heißt es kämpfen“, sagte ich mir. Ich biss mich durch, quälte mich bis Kilometer 40 und ab da dachte ich, jetzt ist es bald geschafft! Ich mobilisierte noch einmal die letzten Reserven, die letzten Kräfte und gab nochmal alles. Es lief wieder besser. Da vorne sah ich schon das Schild: Kilometer 41!

Weiter, weiter… dachte ich. Die Zuschauer sahen, dass ich kämpfte und feuerten mich mit meinem Namen an, der auf meiner Startnummer stand. Das half mir jetzt sehr. Da vorne Kilometer 42, gleich hast Du es geschafft… sagte ich mir. (Mir kam es aber so vor als ob die Schilder verrückt worden waren und ein Kilometer auf einmal länger geworden wäre).

Runner’S High auf der Zielgerade

Noch ein paar Meter, dann ging es ins Stadion auf die Zielgerade. Als ich auf die Zielgerade lief und mich meine Familie anfeuerte, kamen sie: Die Glücksgefühle, das „Runner’s High“, die Entschädigung für all die Qualen, das lange harte Training, die Entbehrungen der letzten Wochen. Ich war überglücklich, feierte und genoss den Moment.

Beflügelt schwebte ich dem Ziel entgegen und genoss den Jubel der Zuschauer. Im finalen Schlusssprint jubelte ich dem Publikum zu und flog über die Ziellinie. Geschafft! Und jetzt die Zeit: Ich konnte es nicht glauben. Dort stand eine unglaubliche 3:34 h! Dankbar, glücklich und erschöpft sank ich in die Arme meiner Frau.
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Autor: René Lesiewicz 30.09.2014

Hier finden Sie weitere Informationen zum Baden-Marathon Karlsruhe 2018.

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