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Leser-Reporterin Monika Folkerts Malerische Marathon-Premiere im Norden Englands

Nach einer langen Pechsträhne musste Monika Folkerts ihr Marathon-Debüt verschieben. Beim Endurancelife-Marathon in Nordengland lief die Englischlehrerin jetzt erfolgreich ins Ziel.

Die Geschichte meines ersten Marathons ist eine lange, nicht immer erfreuliche, aber am Ende erfolgreiche Geschichte! Ich laufe schon ewig! Manchmal mehr, manchmal weniger! Einfach so, zur Entspannung und zum Abschalten. Aber wie es manchmal so ist, auf einmal möchte man mehr! Vielleicht hat es damit zu tun, dass man 40 geworden ist, vielleicht auch nur damit, neue Herausforderungen zu finden. Bei mir war es wahrscheinlich beides, als ich mich im November 2010 motiviert durch meinen Kollegen und Freund Heiko für den Berlin Marathon 2011 angemeldet habe! Ein tolles Gefühl, doch einen Plan hatte ich nicht wirklich.

Erst mal mehr trainieren. Im Frühjahr 2011 stellte ich meinen Laufstil auf Natural Running um. Barfuß lief ich durch die Gegend und es fühlte sich toll an! Doch leider war das für das Ziel Berlin-Marathon nicht hilfreich. Ich merkte, dass so eine Umstellung seine Zeit braucht und sagte den Marathon ab!

2012 sollte jetzt das Marathonjahr werden! Wieder melde ich mich gemeinsam mit meinem Freund dort an. Diesmal wird es ernst! Um ein wenig Druck herauszunehmen, überlege ich mir, im April 2012 den Düsseldorf-Marathon als Trainingsmarathon zu laufen. Das Training läuft hervorragend. Alles nach Plan. 4 bis 4,5 Stunden peile ich an. Ich mache im Februar, zwei Monate vor dem Marathon, eine Leistungsdiagnostik und siehe da, ich bin fit und könnte eigentlich viel schneller laufen, sagt man mir. 3:45 h sollten drin sein! Das wirft mich aus dem Konzept. Es erscheint mir unwahrscheinlich, dass ich so schnell laufen kann! Ich schmeiße trotzdem meinen Trainingsplan um und versuche die neue Zielzeit anzupeilen. Stress macht sich breit. Mein Kopf will nicht so recht mithalten! Ich glaube nicht, dass ich das schaffen kann.
Monika Folkerts beim Endurancelife-Marathon 2014 +
Foto: privat

Leserreporterin Monika Folkerts wird auf einer schwierigen Trailmarathon-Passage an der nordostenglischen Küste von ihrem Sohn Mats begleitet und angefeuert.

Der letzte Halbmarathon-Wettkampf, der Paderborner Osterlauf kommt und den muss ich laufen. Es ist eine große Veranstaltung, bei der man üben kann. Schon abends vorher merke ich, dass mein Hals kratzt. Ich ignoriere es erst einmal. Am Morgen des Halbmarathons wird es nicht besser, im Gegenteil, ich habe eine Erkältung in den Gliedern! Ich werfe Paracetamol ein und los geht’s. Die ersten 10 km laufen gut, dann kommt der Einbruch… 2:04h stehen am Ende auf der Uhr! Und das Ergebnis: ich bekomme eine dicke, fette Ohrentzündung des Außenknorpels. Mein Ohr schwillt auf die doppelte Größe an! Antibiotikum ist angesagt und das zwei Wochen vor dem Marathon. Mir fehlt der letzte Lauf, mein Kopf ist nicht bereit, mein Körper auch noch nicht richtig fit. Aber ich starte. Und ich breche bei Kilometer 35 ab! Es geht nicht mehr. Meine Lippen sind blau, ich bin durchgefroren, obwohl das Wetter toll ist und nichts geht mehr…

Egal, weiter geht es für Berlin! Doch es läuft gar nicht mehr gut! Ich verwerfe den Trainingsplan und laufe frei Schnauze, habe nicht genug lange Läufe und kurz zusammengefasst, ich gebe bei Kilometer 15 auf! So, das war’s für mich. Marathon ade! Ich gönne mir eine Pause. Ich laufe zwar weiter, aber wieder ohne Ziel. Im Sommer 2013 stelle ich meine Ernährung auf vegan um. Animiert unter anderem von Scott Jurek, dem Ultraläufer schlechthin, will ich ausprobieren, wie es sich auf mein „Laufen“ auswirkt. Und es ist toll! Ich schwebe sozusagen. Ich fühle mich toll. Langsam werden meine Läufe von alleine länger. Und dann melde ich mich heimlich für den Düsseldorf Marathon 2014 an. Ich sage es einfach keinem, dann habe ich auch keinen Druck.
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Autor: Monika Folkerts 21.03.2014
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