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Pyongyang-Marathon 2019 Marathon in Nordkorea

Leserreporter Jürgen Langer lief den Pyongyang-Marathon in Nordkorea. Er schildert seine Eindrücke von einem außergewöhnlichen Marathon.

Pyongyang-Marathon in Nordkorea +
Foto: Jürgen Langer

Im Laufschritt durch Pyongyang.

Ich hatte vor einigen Jahren vom Pyongyang-Marathon, diesem außergewöhnlichen Marathon in Nordkorea, gelesen und war unglaublich gespannt darauf. Die Planung dieser Reise nach Pyongyang (im Deutschen oft: Pjöngjang) war an sich schon ein kleines Abenteuer, denn eine direkte Buchung in Nordkorea ist aufgrund der Sanktionen nicht möglich. Alles lief über einen Mittelsmann, welcher einen Kontakt in Peking hergestellt hat. Dort in China ging dann auch die Übergabe der Papiere und die Bezahlung der Gebühren (in bar) über die Bühne.

Diese Veranstaltung war schon vor Beginn anders, denn vor dem Start fand die offizielle Eröffnung des Marathons vom Sportminister Nordkoreas inclusive Nationalhymne statt. Und schon zu diesem Zeitpunkt war das Kim Il Sung Stadion in Pyongyang mit 50.000 „eingeladenen“ Menschen gefüllt.

Punkt 9 Uhr erfolgte der Startschuss, die Strecke führte durch die gesperrten Hauptstraßen von Pyongyang, vorbei an einigen Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Triumphbogen (Welcher 10 Meter höher ist wie das gleichnamige Bauwerk in Paris), dem Kim Il Sung Platz, auf dem immer die berühmten Militärparaden stattfinden, der Changion Street sowie dem Grand Theatre in die Vororte der Hauptstadt bis zum Ende der Insel Turu-Som, immer am Fluss Taedong entlang.

Nach 21,1 km kam der Wendepunkt und es ging auf derselben Strecke zurück. Die Strecke in der Stadt war mit vielen Zuschauern gesäumt, außerhalb der Stadt wurde es ruhig und man sah fast nur noch die Streckenposten und viele Soldaten. Auffallend im Vergleich zu anderen Marathonveranstaltungen war, dass es keinerlei Banner, Schilder oder ähnliches gab und auch das Publikum war sehr ruhig. Es wurde zwar fleißig gewinkt, ansonsten war die Stimmung fast unheimlich still und man vernahm eigentlich nur die Tritte der Läufer auf dem Asphalt.
Alle 5 km war ein Verpflegungsstand eingerichtet, allerdings gab es dort ausschließlich Wasser, weder Obst noch sonst irgendeine feste Nahrung.

Der Höhepunkt war natürlich der Zieleinlauf in das vollgefüllte Stadion, wo man ausgiebig beklatscht wurde, allerdings blieb dies den Läufern, die über 4 Stunden liefen, verwehrt. Denn als die offiziellen Siegerehrungen begannen, wurde das Stadion verschlossen und der Zieleinlauf vor das Stadion verlegt.
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25.04.2019
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