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Cross-WM Merga und Cherioyot Cross-Weltmeister

Der Äthiopier Imane Merga verhindert den erneuten totalen Triumph der Kenianer. Steffen Uliczka zeigt in Spanien ein gutes Rennen.

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Foto: photorun.net

Sonniges Wetter begleitete die Cross-Elite in Punta Umbria während des Rennens.

Der Äthiopier Imane Merga und die Kenianerin Vivian Cheruiyot sind die neuen Weltmeister im Crosslauf. Im letzten Wettbewerb des Tages im spanischen Punta Umbria lief Imane Merga zum größten Triumph seiner noch jungen Karriere und rettete damit auch die Ehre der Äthiopier. Im vergangenen Jahr hatten die Kenianer alle vier Einzeltitel bei der Cross-WM gewonnen und am Sonntag sah es so aus, als könnten sie eine zweite derartige Siegserie erreichen. Doch nach Siegen von Geoffrey Kamworor und Faith Kipyegon in den Juniorenrennen sowie dem Erfolg von Vivian Cheruiyot wurden sie im 12-km-Männerrennen überraschend von Imane Merga gestoppt. Gut geschlagen hat sich an der spanischen Südküste in der Nähe der portugiesischen Grenze Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen/Kieler TB). Der einzige deutsche Läufer bei den Titelkämpfen belegte Platz 54.


Im 12-km-Rennen der Männer formierte sich bei sonnigem, warmem Frühlingswetter eine elfköpfige Spitzengruppe. Kenias sechsköpfiges Team war in dieser Gruppe komplett vertreten, während nach sechs Kilometern nur noch zwei Äthiopier übrig blieben: Imane Merga und Hunegnaw Mesfin. Yenew Alamirew, der in der Hallensaison für Furore gesorgt hatte, als er in Stuttgart das 3.000-m-Rennen in 7:27,80 Minuten gewann und damit zum drittschnellsten Läufer aller Zeiten in der Halle wurde, gehörte zwar zum achtköpfigen äthiopischen Team, aber letztlich nicht zu jenen sechs, die starten durften.

Doch es waren die beiden Äthiopier, die zu Beginn der fünften von sechs Runden die Initiative ergriffen. „Wir fühlten uns beide gut und deswegen entschieden wir, das Tempo zu erhöhen“, erklärte Imane Merga später. Für Hunegnaw Mesfin wurde es allerdings bald darauf zu schnell, während Merga sich nun mit vier Kenianern auseinandersetzen musste: Paul Tanui, Vincent Chepkok, Geoffrey Mutai und Mathew Kisorio. „Aber ich war zuversichtlich, dass ich Gold gewinnen würde und habe daher das Tempo nochmals etwas erhöht“, sagte der 22-jährige Merga. Während der Weltklasse-Marathonläufer Mutai rund 500 Meter vor dem Ziel geschlagen war, hielten die anderen drei Kenianer bis kurz vor dem Ziel noch den Anschluss. Aber gegen die Spurtkraft des neuen Weltmeisters konnte keiner von ihnen etwas ausrichten. Merga gewann in 33:50 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung vor Paul Tanui. Bronze sicherte sich Vincent Chepkok vor Mathew Kisorio (33:55) und Geoffrey Mutai (34:03). Die Kenianer setzten sich in der Teamwertung souverän vor Äthiopien und Uganda durch.
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21.03.2011
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