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Möhnesee-Pokal-Lauf 2018 Möhneblick und Schweineberg

Der Möhnesee-Pokal-Lauf 2018 im Arnsberger Wald (Westfalen) feierte dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Trotzdem genießen jedes Jahr nur wenige Läufer die reizvolle Strecke mit Seeblick.

Möhnesee-Pokal-Lauf 2018 +
Foto: Heinemann

Ein guter Anteil der Strecke beim Möhnesee-Pokal-Lauf verläuft auf asphaltierten Wanderwegen, der Rest auf befestigten Waldwegen.

Der erste kleinere Berg liegt hinter uns, da glitzert erstmals das Wasser des Möhnesees zwischen den Bäumen hindurch, zwei Schwäne treiben entspannt auf dem See. Das sommerliche Wetter meint es gut mit uns bei diesem 30. Geburtstag des Möhnesee-Pokal-Laufs am 23. Juni 2018, sonnig, aber nicht zu heiß. Wir biegen rechts ab auf den Wanderweg um den Möhnesee, dem "Westfälischen Meer". Der Möhnesee ist ein großer Stausee des Flüsschens Möhne, der maßgeblich zur Regulation des Wasserstands der Ruhr beiträgt. Die Laufstrecke schlängelt sich an der Uferlinie entlang, wir Läufer teilen ihn uns mit nur wenigen Spaziergängern und Radfahrern.

Respekt vorm Schweineberg

Bislang bin ich einigermaßen vorsichtig gestartet, schließlich liegt der "Schweineberg" noch vor mir. Dieses Wort fiel gefühlt in jedem Gespräch der Teilnehmer vor dem Start, die respektvoll über die anspruchsvolle Strecke sprachen. 310 Höhenmeter sind bei der klassischen Distanz über 15 Kilometer zu bewältigen, auch eine 5-km-Distanz und ein 30-km-Lauf sind im Programm. "Die Herausforderung" nennt der Veranstalter, die Laufgruppe Deiringsen um Urgestein Dieter Schenzer, den Möhnesee-Pokal-Lauf. Im Flyer zur Veranstaltung wird gewarnt: "Der Start erfolgt auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung. Den 15-km + 30-km-Lauf sollten nur gut trainierte und erfahrene Läufer in Angriff nehmen."

Bergauf zum Wendepunkt

Nach gut fünfeinhalb Kilometern geht es nun also los mit besagtem Schweineberg. Wir verlassen das malerische Möhneufer und biegen auf einen geschotterten Weg nach rechts. Die Steigung zieht sich, mal steiler, mal weniger steil, aber doch immer sehr gut laufbar. Zwischendurch lohnt es sich, den Blick auch mal auf eine der Lichtungen im Arnsberger Wald zu richten und sich nicht nur auf den Anstieg zu konzentrieren. Knapp zwei Kilometer weiter ist der Schweineberg bezwungen, oben warten nette Helfer mit neonfarbenen und ziemlich süßen Energiegetränken, die ebenso pushen wie die Aussicht, den Wendepunkt erreicht zu haben. Die zwei Kilometer, die wir uns gerade hochgemüht haben, fliegen wir nun wieder hinunter.

Am Möhneufer zurück Richtung Kuchentheke

Unten angekommen geht’s zurück am Möhneufer entlang. Der kleinere Berg vom Anfang fühlt sich auf dem Rückweg deutlich anspruchsvoller an, aber wenige Kilometer vor dem Ziel macht das auch nichts. Dort warten schließlich ein üppiges Kuchenbüffet mit unzähligen selbstgebackenen Kuchen und Torten, der Grillstand und ein erholsames Bad im kleinen Schwimmbad des Veranstaltungsgeländes. Hier kennt man sich, plauscht bei Kaffee und Kuchen, feuert die nachfolgenden Läuferinnen und Läufer an und lässt den Samstag entspannt ausklingen.

Einig sind sich die Teilnehmer in ihrer Bewertung der Strecke, "schön" und "anspruchsvoll" sind die beiden Attribute, die jeder nennt, den man fragt. Einhellig herrscht bei Teilnehmern und Veranstaltern dazu die Meinung, dass der Möhnesee-Pokal-Lauf viel mehr Teilnehmer verdient hätte als die knapp 150, die in diesem Jahr die verschiedenen Distanzen unter die Laufschuhe nahmen. Vielleicht würde eine etwas weniger abschreckende Streckenbeschreibung helfen – denn die 15 Kilometer mit Schweineberg und insgesamt 310 Höhenmetern sind zwar kein Spaziergang, aber auch nicht die unüberwindbare Herausforderung, die Freizeitläufer zu fürchten hätten. Bergauf lässt man es einfach etwas langsamer gehen und genießt dafür umso mehr die Natur des Arnsberger Waldes.

Die Sieger und Siegerinnen

Gewonnen haben den 30. Jubiläumslauf über 15 Kilometer Philipp Kaldewei in 56:37 Minuten und Angela Moesch in 1:02:31 Stunden, jeweils mit großem Vorsprung. Sven Freitag (1:06:05) und Michael Schneider (1:06:48) kamen auf Platz 2 und 3, bei den Frauen folgten Sabine Tillmann (1:09:13) und Sabine Kneer (1:14:42). Insgesamt liefen 64 Teilnehmer nach 15 Kilometern ins Ziel.

Starke Leistungen zeigten auch die Schnellsten auf der doppelten Strecke: Philipp Henseleit lief bereits nach 1:58:13 Stunden durch den Zielbogen, vor Ludger Schröer (2:02:38) und Thomas Bardtke (2:08:14). Bei den Frauen gewann Anke Libuda den 30-km-Lauf in 2:24:01 Stunden vor Anke Jendral (2:35:47) und Brigitte Bülow (2:38:08). 34 Läuferinnen und Läufer finishten die doppelte Schweineberg-Runde, die auch gern als langer Lauf in der Marathonvorbereitung genutzt wird.

Streckenrekordzeit über die 5-km-Strecke rannte Tobias Herrmann, nach 16:54 Minuten stoppte die Uhr für ihn. Georg Kott und Andreas Joswig folgten nach 18:20 bzw. 18:26 Minuten. Auch bei den Frauen war der Sieg deutlich, Inga Behnen war mit 19:34 Minuten die einzige Frau unter 20 Minuten. Platz zwei ging nach 22:29 Minuten an Katrin Walter. Andrea Müller wurde in 24:55 Minuten Dritte. Der Fünfer verzeichnete 42 Finisher.

Der 31. Möhnesee-Pokal-Lauf wird am 22. Juni 2019 stattfinden. Statt der Kinderläufe, bei denen in diesem Jahr nur neun Kinder mitmachten, wird dann ein 2,7-km-Schnupperlauf in Programm sein – für Einsteiger, aber natürlich auch für Kinder mit ihren Eltern.
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Autor: Britta Ost 14.07.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Möhnesee-Pokal-Lauf 2018.

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