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Grand Prix von Prag 2018 Nur Jepkosgei lief jemals schneller als Kipkirui

In einem Weltklasse-Rennen blieben elf Männer unter 28 Minuten. Caroline Kipkirui machte sich zur zweitschnellsten 10-km-Läuferin aller Zeiten.

Grand Prix von Prag 2018 (1) +
Foto: Veranstalter

Caroline Kipkirui gewann in sehr schnellen 30:19 Minuten.

Am Abend des 08. Septembers kamen beim Grand Prix von Prag 2018 mehrere tausend Läufer zusammen. Auf den flachen, schnellen Straßen der tschechischen Hauptstadt wollten nicht wenige nach neuen Bestzeiten greifen. Caroline Kipkirui gelang dies in beeindruckender Art und Weise. Sie gewann das Rennen in schnellen 30:19 Minuten. Nur Joyciline Jepkosgei lief jemals schneller als Caroline Kipkirui an diesem Abend. Bei den Herren setzte sich in einem ebenfalls sehr gut besetzten Rennen der 18-Jährige Rhonex Kipruto durch. Er gewann in 26:46 Minuten und verpasste den 10-Kilometer-Straßenlauf-Weltrekord so nur um zwei Sekunden.

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Auf ein Rennen der Extraklasse hatten sich Veranstalter, Zuschauer und Medienvertreter gefreut. Sie wurden nicht enttäuscht. Nachdem die 25-Jährige Joyciline Jepkosgei 2017 auf den Straßen Prags mehrere Straßenlauf-Weltrekorde aufgestellt hatte, war die Erwartungshaltung groß. Caroline Kipkirui, Rhonex Kipruto und zahlreiche andere Athleten hielt dem Druck stand und zeigten herausragende Leistungen. Insgesamt gingen knapp 9.000 Läufer über zehn Kilometer an den Start, weitere 2.000 Frauen nahmen am 5-Kilometer-Frauenlauf, der den Abend eröffnete, teil.

Kipruto verpasst den Weltrekord nur knapp

Rhonex Kipruto absolvierte die ersten fünf Kilometer in flotten 13:31 Minuten, womit sich eine Zielzeit von ca. 27:00 Minuten andeutete. Statt das Tempo zu halten oder langsamer zu werden, erhöhte er es auf der weiten Rennhälfte nochmals. Die finalen fünf Kilometer lief er so in beeindruckenden 13:15 Minuten, womit er nach 26:46 Minuten ins Ziel kam. Seine persönliche Bestzeit unterbot er um 22 Sekunden, der von Patrick Komon 2010 in Utrecht aufgestellten Weltrekord verpasste er hingegen um zwei Sekunden. Nichtsdestotrotz ging er so als weltweit zweitschnellster 10-Kilometer-Läufer aller Zeiten in die Geschichtsbücher ein. 32 Sekunden hinter Kipruto kam nach 27:18 Minuten Geoffrey Koech als Zweiter ins Ziel. Mathew Kimeli wurde in 27:26 Minuten Dritter. Insgesamt finishten gleich elf Läufer vor Ablauf der ersten 28 Minuten. Schnellster Tscheche war Jakub Zemanik in 29:30 Minuten auf Platz 19. Deutsche Läufer waren unter den schnellsten 100 Finishern keine zu finden.

Sprintentscheidung bei den Damen

Knapper als im Rennen der Herren ging es bei den Damen zu. Die ersten drei Läuferinnen kamen innerhalb von vier Sekunden ins Ziel und liefen dabei ebenfalls historisch schnell. Nachdem sie das gesamte Rennen gemeinsam gelaufen waren, sprinteten Caroline Kipkirui, Fancy Chemutai und Diana Chemtai Kipyokei um den Sieg. Kipkirui gewann am Ende in 30:19 Minuten. Auf den weiteren Plätzen folgten Chemutai (30:22 Minuten) und Kipyokei (30:23 Minuten). Während bei den Herren die ersten sechs Plätze an kenianische Läufer gingen, waren sieben Kenianerinnen nicht zu schlagen. Sarah Van Der Wielen-Lahti kam in 32:23 Minuten auf Rang acht. Mit Karoline Robe kam nach 37:00 Minuten die erste Deutsche ins Ziel. 17 Frauen waren schneller als sie. Die erste tschechische Läuferin war derweil einmal mehr Eva Vrabcová Nývltová (33:57 Minuten).

2.000 Läuferinnen beim 5-Kilometer-Frauenlauf am Start

Bevor um 19:30 Uhr das 10-Kilometer-Rennen gestartet wurde, ging der 5-Kilometer-Frauenlauf über die Bühne. Barbora Jíšová gewann in 17:19 Minuten vor Petra Kotlíková (17:47 Minuten). Auf Rang drei kam Daniela Havránková in 17:55 Minuten.
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09.09.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Grand Prix von Prag 2019.

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