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Weltrekord Rückwärts für den guten Zweck

Beim Ultramarathon WHEW 100 lief Markus Jürgens rückwärts zum Weltrekord. Damit erfüllte er sich nicht nur seinen Lauftraum, sondern sammelte auch Spenden für ALS-Betroffene.

Weltrekord im 100-km-Rückwärtslauf +
Foto: Magdalena Krosch

Mit 12:20:37 unterbot Markus Jürgens den bisherigen Weltrekord um 4:33 Stunden.

Der 100-Kilometer-Ultramarathon rund um Wuppertal ist nicht jedermanns Sache. Für die meisten Läufer ist schon die Marathon-Distanz eine anspruchsvolle Strecke – der WHEW 100 verlangt den Startern neben der 100 Kilometer rund um Wuppertal zusätzlich auch noch 420 Höhenmeter ab. Trotz früher Startzeit, Temperaturen nahe des Gefrierpunktes und Schneeregen hat es am ersten Maiwochenende 2019 einen Teilnehmerrekord gegeben. Neben 200 Einzelstartern gingen die 71 Run & Bike-Teams, acht Zweier- und 14-Viererteams pünktlich um 7:00 Uhr an den Start.

Rückwärts für den guten Zweck

Unter den Läufern startete auch Markus Jürgens, Gewinner der Lauftraum-Aktion von RUNNER’S WORLD und 361°. Doch Markus Jürgens wollte sich damit nicht nur den Lauftraum erfüllen, den Weltrekord im 100-Kilometer-Rückwärtslauf zu brechen, sondern lief dabei gleichzeitig für den guten Zweck. Bei seinem Lauf sammelte er Spenden für den Verein „Diagnose ALS was nun e. V." Durch den Rückwärts-Ultralauf wollte Jürgens auf die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam machen, eine nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. „Das ist für mich eine Herzensangelegenheit, da ich im privaten Umfeld von der Krankheit betroffen bin.”, so der 31-Jährige. Da kann schon mal in den Hintergrund treten, dass Markus Jürgens dabei versuchte, den Weltrekord im 100-Kilometer Rückwärtslaufen zu brechen, der bislang bei 16:53:13 Stunden lag.

Wenn Sie für ALS spenden möchten, finden Sie am Ende des Artikels das Spendenkonto.
Markus Jürgens bei Kilometer 50 +
Foto: Magdalena Krosch

Zusammen mit Freund Peter Knein schaffte der Rückwärtsläufer die erste Hälfte in 5:43 Stunden.

Fokus nicht auf Weltrekord

Begleitet von seiner Partnerin Jenny Wehmschulte auf dem Rad und seinem Freund Peter Knein (LG Emsdetten) lief Jürgens die ersten Kilometer in einer durchschnittlichen Pace von 6:30 Minuten pro Kilometer. Selbst an den Verpflegungspunkten bewegte sich der Münsteraner rückwärts. Die Marathon-Distanz erreichte er nach 4:49 Stunden. Nach acht weiteren Kilometern erreichte Jürgens dann in 5:43 die 50-Kilometer-Marke. Von Zuschauern und Helfern wurde er an jeder Verpflegungsstelle mit Applaus und motivierenden Zurufen begrüßt.

Auch für Außenstehende wurde deutlich, dass dieser Lauf für Jürgens eine echte Herzensangelegenheit war und nicht etwa nur ein Hinterherjagen des Weltrekords bedeutete. Nach einer kurzen Verpflegung verabschiedete sich Jürgens total motiviert mit den Worten „Weiter geht’s“ auf die weiteren 50 Kilometer. Dabei ging Jürgens Blick auch auf seine Uhr – ihm ist klar, wenn es so weiter geht, würde er sein Ziel erreichen - Aufmerksamkeit für ALS gewinnen, indem er den Weltrekord bricht.
Markus Jürgens im Ziel des 100-km-Laufs +
Foto: Magdalena Krosch

Dieser Lauf bedeutet Jürgens sehr viel mehr als nur den Weltrekord.

Angestrebter Spendenrekord

Auf den letzten Metern wurde der Rückwärtsläufer vom Publikum mit tosendem Applaus am Bahnhof Mirke empfangen und auf den letzten Schritten ins Ziel begleitet. Geschafft. Sein Hauptziel – auf die Krankheit ALS durch das Rückwärtslaufen aufmerksam zu machen – hat er erreicht. Und dabei noch locker einen neuen Weltrekord in einer Zeit von 12:20:37 Stunden aufstellen können. Den bisherigen Weltrekord von Hassan Kurt konnte Markus Jürgens beim WHEW 100 somit um 4:33 Stunden unterbieten.

Nach einer kurzen Erholungspause und einem tiefen, emotionalen Durchatmen hinter der Ziellinie gratulierten zahlreiche, von dieser Leistung beeindruckte Zuschauer Jürgens persönlich. Auch der Veranstalter hatte noch eine Überraschung für den Weltrekord-Aufsteller – er überreichte ihm einen Pokal des WHEW 100 mit der Inschrift „Weltrekord 100 Kilometer Rückwärtslauf“.

Jürgens nächstes Ziel steht auch schon fest: „Jetzt heißt es, den Spendenrekord zu brechen.", verkündet der Münsteraner und bittet somit um zahlreiche Spenden für den Verein „Diagnose ALS was nun e.V.". Das Spendenkonto ist: Diagnose ALS was nun e.V. (Sparkasse Westmünsterland, IBAN DE 26 4015 4530 0036 2598 36, BIC WELADE3WXXX, Verwendungszweck: Der Rückwärtsläufer).

Auch die Teams von RUNNER’S WORLD und 361° gratulieren zum Weltrekord und dem somit erfüllten Lauftraum.
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Autor: Magdalena Krosch 07.05.2019
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