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Diamond League Finale 2018 Zürich/Brüssel Selemon Barega läuft 5.000-m-Junioren-Weltrekord

Während der 18-jährige Äthiopier Selemon Barega einen Junioren-Weltrekord über 5.000 Meter läuft, gewinnt der Kenianer Conseslus Kipruto mit einem Schuh über 3.000 Meter Hindernis.

Diamond League Finale 2018 Brüssel Selemon Barega 5.000 m Junioren-WR +
Foto: www.photorun.net

Selemon Barega lief die schnellste Zeit seit 13 Jahren über 5.000 Meter.

Ein äthiopischer Youngster sorgte für den Höhepunkt der Lauf-Entscheidungen bei den beiden Diamond League-Finals der Leichtathleten, die am Donnerstag, den 30. August in Zürich und tags darauf in Brüssel stattfanden. Im 5.000-m-Rennen begeisterte der erst 18-jährige Selemon Barega, der vielleicht zum nächsten großen Laufstar werden könnte. Er stürmte in Brüssel zur sechstbesten je gelaufenen Zeit über diese Strecke: Mit 12:43,02 Minuten stellte der Äthiopier einen Junioren-Weltrekord und eine Jahresweltbestzeit auf. Seit 13 Jahren war über diese Strecke keiner schneller. Bessere Zeiten können nur drei Langstrecken-Superstars vorweisen: die Äthiopier Kenenisa Bekele und Haile Gebrselassie sowie der Kenianer Daniel Komen.

Sieg trotz Schuh-Verlust auf den ersten 400 Metern

Ein dramatisches und ein hochklassiges 3.000-m-Hindernisrennen bildeten zwei Höhepunkte der Lauf-Entscheidungen bei den beiden Diamond-League-Finals. Der Kenianer Conseslus Kipruto siegte in der Schweiz, obwohl er bereits in der ersten Runde einen Schuh verloren hatte. Der 23-jährige amtierende Weltmeister und Olympiasieger ging nach dem Missgeschick nicht aus dem Rennen sondern lief trotz der daraus resultierenden Schmerzen weiter. Am letzten Hindernis lag er noch knapp hinter Soufiane Elbakkali. Doch auf den letzten Metern schob sich Conseslus Kipruto noch am Marokkaner vorbei und sicherte sich damit die 50.000-Dollar-Siegprämie. Kipruto lief 8:10,15 Minuten und lag damit nur vier Hundertstelsekunden vor Elbakkali (8:10,19). Dritter wurde der US-Amerikaner Evan Jager mit 8:13,22.

In Brüssel lief die kenianische Hindernis-Weltrekordlerin Beatrice Chepkoech, die in diesem Jahr die globale Bestmarke auf 8:44,32 Minuten verbessert hatte, zu einer Topzeit. Die 27-Jährige gewann das Diamond-League-Finalrennen in einer Meeting-Rekordzeit von 8:55,10 und erzielte damit die drittschnellste je gelaufene Zeit über die Hindernisstrecke. Ihre Landsfrauen Norah Jeruto (8:59,62) und Hyvin Kiyeng (9:01,60) belegten die Ränge zwei und drei. Als Vierte folgte die US-amerikanische Weltmeisterin Emma Coburn mit 9:06,51. „Das ist ein toller Saisonabschluss für mich. Nach dem Weltrekord ist der Diamond League-Sieg ein schöner Erfolg“, sagte Beatrice Chepkoech.

Konstanze Klosterhalfen Neunte über 5.000 Meter in 15:04,16 Minuten

Am Donnerstagabend hatten sich in Zürich die aus Äthiopien stammende Holländerin Sifan Hassan und die Kenianerin Hellen Obiri einen spannenden Kampf über 5.000 m geliefert. Olympiasiegerin Obiri setzte sich schließlich mit 14:38,39 Minuten knapp vor der Europarekordlerin durch, die nach 14:38,77 im Ziel war. Dritte wurde die Äthiopierin Senbere Teferi mit 14:40,97. Sieben Läuferinnen erzielten Zeiten von unter 15 Minuten. Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen) belegte in diesem Rennen Rang neun mit 15:04,16. Sie wird am Sonntag beim ISTAF in Berlin über die Meile an den Start gehen.

Laura Muir und Timothy Cheruiyot in Zürich über 1.500 Metern vorne

Sifan Hassan fuhr unmittelbar nach dem Meeting in Zürich nach Brüssel, um tags darauf eine zweite Chance wahrzunehmen. Doch auch über 1.500 m reichte es nicht zum Diamond League-Sieg. In diesem Rennen wurde die Holländerin Dritte in 3:59,41. Nicht zu schlagen war die Schottin Laura Muir, die sich gut eine Runde vor Schluss an die Spitze setzte und in 3:58,49 vor der US-Amerikanerin Shelby Houlihan (3:58,94) gewann.

Bei den Männern setzte sich über 1.500 m in Zürich mit Timothy Cheruiyot der Favorit durch. Der Kenianer gewann in 3:30,27 vor seinem Landsmann Elijah Manangoi (3:31,16) und Ayanleh Souleiman (Dschibuti/3:31,24). In der Schweiz fand auch das 800-m-Rennen der Frauen statt. Hier siegte Caster Semenya (Südafrika) überlegen in 1:55,27 Minuten vor Ajee Wilson (USA/1:57,86) und Natoya Goule (Jamaika/1:58,49). Die Männer liefen über 800 m in Brüssel. Emmanuel Mutai (Kenia) setzte sich dort mit 1:44,72 Minuten vor Marcin Lewandowski (Polen/1:45,21) und Ferguson Rotich (Kenia/1:45,28) durch.
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Autor: race-news-service.com 01.09.2018
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