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Salomon 4 Trails 2019 Trail-Event kehrt zurück in die Wettkampfszene

Die Salomon 4 Trails sind zurück: Die erste Etappe über 25,4 km und 1.557 Höhenmeter gewannen Martin Mattle und Ida-Sophie Hegemann.

Salomon 4 Trails 2019 +
Foto: Philipp Reiter

Das Trailrun-Event Salomon 4 Trails ist nach mehrjähriger Pause wieder da.

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Trailrunning

Die Salomon 4 Trails haben ein eindrucksvolles Comeback gefeiert. Vier Jahre nach der letzten Auflage im Sommer 2015 kehrte das Trailrun-Event und mit einem neuen Konzept in die Wettkampfszene zurück. Bei besten Bedingungen und Temperaturen um die 10 Grad in 2.000 Metern Höhe meisterten mehr als 500 Läufer aus 24 Nationen am 10. Juli 2019 die erste Etappe von Seefeld nach Leutasch über 25,4 Kilometer.

Mattle und Hegemann holen die Tagessiege

Die Trails führten dabei durch das Wettersteingebirge in Österreich. Die Tagessiege gingen an Martin Mattle (Salomon Running Team Austria) bei den Männern mit einer Zeit von 2:21:02 Stunden und Ida-Sophie Hegemann (Salomon Running Team Deutschland) bei den Frauen in einer Zeit von 2:53:09 Stunden. Zum ersten Mal waren auch Hiker dabei. Hier holten sich Torben Meyer (München, 5:09:12 Stunden) und Stefanie Missler (Kempten, 4:30:58 Stunden) den Titel „Fastest Hiker“. Das neue Konzept mit weniger langen und extremen Teilstücken ging schon auf der ersten Etappe auf. 25,4 Kilometer und 1.557 Höhenmeter im Aufstieg mussten überwunden werden. „Ich habe es genossen. Die Trails waren durchaus anspruchsvoll, das Panorama einfach gigantisch“, kommentierte der Etappenzweite Matthias Baur (Stuttgart) den Auftakt der Salomon 4 Trails. Die von Streckenchef Martin Hafenmair ausgesuchten Trails inklusive Streckenlänge und Höhendifferenz kamen gut an, sowohl bei den Topläufern, als auch bei den Hobbyathleten. Insgesamt über 500 Trailrunner – darunter zum ersten Mal auch 30 Hiker – aus 24 Nationen hatten sich am Morgen des 10. Juli in Seefeld/Tirol auf den Weg gemacht. Darunter auffällig viele Familien und Paare, vermehrt auch Sportler, die nicht zum Ultra-Marathonbereich zählen, sondern die kürzeren Distanzen bevorzugen. Interessant auch die Zusammensetzung der Nationen: Die entfernteste Anreise hatte ein Sportler von den Amerikanischen Jungferninseln, allein 13 Aktive kamen aus Israel, 16 aus Russland. Die Niederlande stellten mit 21 Teilnehmern die viertstärkste Nation hinter Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Salomon 4 Trails 2019 +
Foto: Stephan Wieser

Glücklich im Ziel bei der ersten Etappe der Salomon 4 Trails 2019.

Matthias Baur will auf der zweiten Etappe angreifen

Bereits der erste Anstieg zum Start im 1.188 Meter hoch gelegenen Seefeld hinauf auf das Seefelder Joch (2.060 m) hatte es in sich. Bei den Herren hatte sich schnell ein Quartett mit Martin Mattle (Ischgl/Österreich), Matthias Baur (Salomon Running), Lukas Sörgel (Salomon Running) und Simon Zahnd (Schweiz) abgesetzt. Bis kurz vor der zweiten Verpflegungsstelle bei Kilometer 15,2 führte der Aalener Baur, im letzten Aufstieg hinauf zum Hohen Sattel (1.502 m) nutzte dann aber der Österreicher Mattle seine Bergqualitäten und setzte sich entscheidend ab. Der Athlet aus Ischgl, zuletzt Zweiter beim Zugspitz Ultratrail, hielt sein Tempo bis ins Ziel und baute seinen Vorsprung auf Baur auf 4:16 Minuten aus. „Die Strecke gefiel mir. Die Trails waren zum Teil wirklich schwierig und die Downhills technisch anspruchsvoll“, erklärte der Österreicher. Der in den nächsten Tagen den Angriff von Matthias Baur erwarten muss. „Da geht noch was, ich bin hungrig und werde angreifen“, versprach der 25-jährige Baden-Württemberger. Auf Rang drei lief Lukas Sörgel (Salomon Running) ins Ziel in Leutasch, 5:59,0 Minuten hinter Sieger Mattle. Sörgel, der gerade erst eine einmonatige Verletzungspause hinter sich gebracht hatte, verspürte aber wieder Schmerzen in der Leiste. „Wenn es in den kommenden Tagen schlimmer wird, dann gehe ich kein Risiko ein“, so Sörgel. Im Finish hatte er noch den Schweizer Simon Zahnd distanziert. Der Ex-Mountainbikererreichte nach 2:27:31 Stunden das Ziel, 6:29 Minuten nach dem Sieger und 30 Sekunden hinter Sörgel.

Ida-Sophie Hegemann gewinnt mit über neun Minuten Vorsprung

Entschieden ist also noch nichts. Bei den Frauen war gegen die 22-jährige Ida-Sophie Hegemann (Salomon Trailrunning Team Deutschland) kein Kraut gewachsen. Nach 2:53:09 Stunden erreichte sie Leutasch, 9:33 Minuten vor Sandra Schmidt (Orthomol Sport Team) und 16 Minuten vor Anita Eckerstorfer (Salomon Ambassador Austria). „Ich laufe meinen Rhythmus weiter und schaue nicht auf die Konkurrenz“, erklärte die junge Athletin aus Göttingen in Niedersachsen, die von ihrer jüngeren Schwester samt Eltern im Ziel
empfangen wurde. Die Siegerin des UTMB U23 nutzt die Salomon 4 Traisl auch als Vorbereitung auf ihre erste Teilnahme beim Transalpine Run. Schnellster Athlet in der Kategorie Master Men war der Österreicher Bruno Lemberger (2:41:40 Stunden), bei den Master Women erreichte Nina Koch (Imst Tourismus) in guten 3:18:30 Stunden das Ziel. Noch schneller war indes Stefan Holzner (Thumsee) unterwegs. Der Sieger der Kategorie Senior Master Men lief starke 2:38:38 Stunden und wäre damit im Gesamtergebnis auf Rang sieben gewertet worden. Ebenfalls ziemlich schnell unterwegs war auch Tatjana Appelhans (Georgsmarienhütte), die in 3:25:51 Stunden die Kategorie Senior Master Women gewann.

Der zweite Tagesabschnitt am 11. Juli führt dann über 22,9 Kilometer und 1.279 Höhenmetern im Anstieg von Leutasch nach Wildermieming.
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