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Neu Delhi Halbmarathon 2018 Tsehay Gemechu überrascht Favoritinnen

Die 20-jährige Halbmarathon-Debütantin Tsehay Gemechu gewann ihre Premiere über 21,0975 Kilometer in der indischen Hauptstadt in 66:50 Minuten.

Tsehay Gemechu Neu Dehli Halbmarathon 2018 Siegerin +
Foto: Procam International

Tsehay Gemechu überraschte die Favoritinnen in Neu-Delhi und brach den Streckenrekord.

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Halbmarathon

Dramatik, Überraschungen und einen Streckenrekord: Das Rennen der Frauen beim Halbmarathon in Neu-Delhi hatte alles. Am Ende stahl eine äthiopische Debütantin den Topstars die Show: Tsehay Gemechu gewann das hochkarätig besetzte Rennen mit einem Kursrekord von 66:50 Minuten. Die erst 20-Jährige ließ die Weltrekordlerin Joyciline Jepkosgei knapp hinter sich. Die Kenianerin wurde in 66:56 Zweite vor Zeineba Yimer (Äthiopien), die nach 66:59 im Ziel war. Rang vier belegte Stacy Ndiwa (Kenia/67:15), Fünfte wurde Ababel Yeshaneh (Äthiopien/67:49).

Es war nicht der Tag von Tirunesh Dibaba. Die äthiopische Ausnahmeläuferin war nach ihrem Start beim Berlin-Marathon, wo sie vor gut einem Monat als Dritte mit 2:18:55 Stunden eine Weltklassezeit erreicht hatte, offensichtlich noch nicht wieder frisch genug. Bereits frühzeitig im Rennen bekam Dibaba in Neu-Delhi Probleme. Nach einer 10-km-Zwischenzeit von 31:42 Minuten, die auf eine Zielzeit von knapp unter 67 Minuten hindeutete, fiel sie zurück. Zum erwarteten Duell mit Weltrekordlerin Jepkosgei (64:51) kam es nicht. Dibaba wurde schließlich Sechste mit 68:36.

Debütantinnen prägen den Rennverlauf in Neu Dehli

Zwei äthiopische Debütantinnen bestimmten in der Folge das Geschehen: Zunächst setzte sich Senbere Teferi kurz nach der 15-km-Marke ab. Sie schien einem sicheren Sieg entgegen zu laufen und hatte zwei Kilometer vor dem Ziel einen Vorsprung von zwölf Sekunden. Doch bei Kilometer 20 brach Senbere Teferi plötzlich ein. Sie konnte zunächst nur noch joggen, und 700 Meter vor der Ziellinie taumelte sie zum Straßenrand. Gemechu und Jepkosgei liefen an der völlig entkräfteten Teferi vorbei, die das Rennen aufgeben musste. Etwas überraschend setzte sich dann im Endspurt Gemechu von Jepkosgei, die auch den 10-km-Weltrekord hält, ab und gewann. Sie verbesserte den neun Jahre alten Streckenrekord der Kenianerin Mary Keitany um vier Sekunden.

Auch im Männerrennen setzte sich ein äthiopischer Youngster durch: Der 19-jährige Andamlak Belihu gewann in hochklassigen 59:18 Minuten. Er hatte sich zusammen mit seinem gleichaltrigen Landsmann Amdework Walelegn kurz nach der 15-km-Marke aus der Spitzengruppe abgesetzt. Am Ende gewann Belihu nach einem starken Schlussspurt mit vier Sekunden Vorsprung vor Walelegn (59:22). Als Dritter folgte der Kenianer Daniel Kipchumba mit 59:48. Auch der viertplatzierte Aron Kifle (Eritrea) blieb mit 59:50 noch unter einer Stunde.
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Autor: race-news-service.com 21.10.2018
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