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Wings for Life World Run München 2018 Über 100.000 Menschen liefen für die, die es nicht können

Während Vorjahressieger Aron Anderson in Florida seinen Titel verteidigte, holte sich Vera Nunes in München den globalen Sieg. Rund 10.000 Läufer gingen im Olympiapark München auf die Strecke.

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Foto: Norbert Wilhelmi

Erneut gingen rund 10.000 Teilnehmer in München an den Start.

Zum wiederholten Male avancierte der Wings for Life World Run zu einem Event, das man so schnell nicht vergessen wird. Erstmals konnte ein globaler Sieg nach München geholt werden. Dies gelang der Portugiesin Vera Nunes, die sich in einem Herzschlagfinale durchsetzen konnte. Andreas Straßner gewann in München derweil vor Florian Neuschwander und lief mit 76,77 Kilometern weiter als alle anderen weltweit gestarteten Läufer. Einzig Aron Anderson, der im vergangenen Jahr in Dubai mit über 90 Kilometer zurückgelegter Distanz in seinem Rollstuhl gewinnen konnte, konnte sich erneut länger dem anrollenden Catcher Car erwehren.

Für runnersworld.de war unser Fotograf Norbert Wilhelmi beim Wings for Life World Run 2018 in München vor Ort. Seine schönsten Bilder vom Lauf finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Um Punkt 13 Uhr Ortszeit fiel in München zum vierten Mal der Startschuss zum einzigen Lauf weltweit, bei dem zeitgleich auf sechs Kontinenten gelaufen wird. In diesem Jahr nahmen über 100.000 Läufer in 66 Ländern teil. Während der größte Charity-Lauf der Welt in Asien wie immer zum Nachtlauf wurde, hatten es die im Olympiapark München gestarteten Läufer und Rollstuhlfahrer mit strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen zu tun. Bereits Tage zuvor war das Event ausverkauft gewesen, sodass eine spontane Teilnahme in München nur im Rahmen eines individuellen App-Runs möglich war. Wer jedoch eine Startnummer ergattert hatte, freute sich auf die 5-Kilometer-Runde durch den Olympiapark und alles was danach folgen sollte.

Straßner und Neuschwander laufen in die Top 5 der Welt

Überraschenderweise setzte sich recht bald Andreas Straßner an die Spitze des Feldes und absolvierte so fortan alleine einen Kilometer nach dem anderen. Florian Neuschwander, der 2016 in München gewonnen hatte und auch dieses Mal als Mitfavorit galt, konnte Straßner nicht folgen und hielt an seinem geplanten Renntempo fest. Als Neuschwander nach 69,54 Kilometer als fünftletzter Sportler weltweit eingeholt wurde, schnappte sich Straßner spontan die Deutschland-Fahne und jubelte kurz. Den sicheren Sieg vor Augen kämpfte er trotzdem weiter um jeden Kilometer und landete am Schluss bei 76,77 Kilometer. Nie zuvor war ein Läufer auf der Münchner Strecke weitergelaufen. Als ihn das fahrende Ziel eingeholt hatte, freute er sich sichtlich über seinen Sieg. „Ich freue mich sehr über meinen Sieg in München. Unterwegs habe ich bereits erfahren, dass ein Rollstuhlfahrer vor mir ist. Das finde ich Wahnsinn! Jeder kann gewinnen - genau das macht den Wings for Life World Run so besonders und ich bin froh, Teil des globalen Laufs gewesen sein zu dürfen.“, so Straßner. Straßners großer Respekt für Aron Andersons Leistung, der sich zeitgleich in Sunrise in Florida noch im Rennen befand, teilten alle Beteiligten. Erst nach knapp fünfeinhalb Stunden wurde der seit seiner Kindheit gelähmt Schwede eingeholt und konnte sich so nach 89,95 Kilometern zum zweiten Mal über den globalen Sieg freuen.
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Foto: Norbert Wilhelmi

Um 13:00 Uhr fiel wenige Meter vom Olympiastadion entfernt der Startschuss.

Vera Nunes holt den globalen Sieg nach München

Eine ähnlich große Leistung vollbrachte auch die Portugiesen Vera Nunes. Nach ihrem dritten Platz 2017 griff sie dieses Mal nach dem Sieg. Diesen sicherte sie sich mit lediglich 50 Metern Vorsprung nach 53,78 Kilometern vor der Kroatin Nikolina Sustic, die in der Schweiz angetreten war. Dritte wurde Olesya Nurgalieva, die im türkischen Izmir nach 53,61 Kilometer eingeholt wurde. Im Catcher Car in München saß in diesem Jahr Rennfahrerin Christina Surer, die sich gemeinsam mit den Teilnehmern über die absolvierten Kilometer freute. Insgesamt kamen weltweit so 934.484 gelaufene Kilometer und über drei Millionen Euro zusammen. Diese setzen sich aus Startgelder und Spenden zusammen und gehen zu 100 Prozent in die Rückenmarksforschung. Der nächste Wings for Life World Run wird am 5. Mai 2019 stattfinden.
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Autor: Jonas Müller 07.05.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Wings for Life World Run München 2019.

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