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Im Olympiapark Über 4.000 Läuferinnen beim Women's Run in München

Beim Women's Run München 2013 erstürmten 4.000 Powerfrauen in brombeerfarbenen Shirts den Münchner Olympiapark und sorgten damit für einen neuen Teilnehmerrekord.

So viele Brombeeren hatte man im Olympiapark in München noch nie gesehen. Brombeeren so weit das Auge reichte. Das hätte man zumindest meinen können, wenn man sich dem Olympiastadion am Samstagmittag näherte. Denn die über 4.000 Starterinnen des Münchener Women’s Run trugen nahezu alle das auffällig brombeerfarbene T-Shirt der Veranstaltungsserie, auf dem in diesem Jahr das Motto „Powerfrau“ prunkte.

Der Fotograf Norbert Wilhelmi war für runnersworld.de vor Ort. Seine Bilder vom 5-Kilometer-Lauf finden sie oberhalb des Artikels. Fotos vom 8-Kilometer-Rennen und aus dem Women's Village gibt es weiter unten.
Womens Run München +
Foto: Norbert Wilhelmi

Auch beim Münchner Women's Run war das Starterfeld brombeerfarben.

„Im letzten Jahr alle in rosa Shirts und als ‚Laufwunder‘, in diesem Jahr in kräftigem Brombeer und als ‚Powerfrauen‘“, meinte die 25-jährige Melanie, „wir steigern uns offensichtlich!“. „Und nächstes Jahr vielleicht in knallrot und als ‚Kraftpakete‘“, spekulierte ihre Freundin Anette, die schon zum vierten Mal beim Women’s Run am Start war und neben Melanie noch sechs weitere Powerfrauen aus Nürnberg mitgebracht hatte. Starten tun die acht Freundinnen bei klassischen Wettkämpfen sonst kaum. Dies gilt wohl auch für die Mehrzahl der übrigen Starterinnen über die 5- und die 8-km-Distanzen, die durch den wunderschönen Olympiapark führen.

Der Lauf an sich ist sowieso nur das abschließende Highlight eines netten Nachmittags, den man mit Freundinnen in und um das „Womens Village“ verbringt, wo man sich stylen, pflegen oder einfach nur unterhalten kann. Meist frequentiert war wie immer die Beauty Lounge, mit Frisur- und Kosmetikberatung, viele relaxten in Massagesesseln oder shoppten im Trendshop, ließen sich von der Bühne bespaßen und genossen die ein oder andere Köstlichkeit der umliegenden Stände. Eine entspannte Atmosphäre. Nur das Wetter entsprach nicht ganz den Erwartungen, denn die Sonne versteckte sich hinter dicken Wolken und ab und zu nieselte es sogar leicht. Der Gesamtstimmung tat das keinen Abbruch, erst recht nicht als es am späten Nachmittag dann auch an die Laufstarts ging.

Erst um 16.30 Uhr der 5-km-Lauf, dann um 17.45 Uhr der 8-km-Lauf. Auffällig war das große Miteinander statt des sonst bei Wettkämpfen üblichen Gegeneinanders der Läuferinnen. In Gruppen, Hand-in-Hand, einträchtig nebeneinander kamen die Teilnehmerinnen das leichte Gefälle der Zielgeraden hinunter gerannt, fast alle ein breites Grinsen im Gesicht. „Da können sich viele Männer mal ein Beispiel dran nehmen, wie man mit großer Fairness und Rücksichtnahme trotzdem an seine Grenzen gehen kann“ meinte ein sichtlich beeindruckter Zuschauer am Zielkanal. Ein Mann wohlgemerkt. „Meine Frau hat in diesem Jahr schon am Women's Run in Köln teilgenommen“, kommentierte er seine Euphorie, „und wollte jetzt auch noch unbedingt hier starten. Wir verbinden es mit einem Verwandtenbesuch.“ Und auf die Frage, warum die Verwandten nicht auch anfeuern, antwortete Bernd: „Die haben sich spontan auch zum Laufstart entschlossen!“ Ach so: Achtung Women’s Run, Ansteckungsgefahr, sozusagen.
„So soll es sein“, sagt Veranstalterin Stephi Fahnemann von RUNNER’S WORLD, die bei der Siegerehrung zum Abschluss des erfolgreichen Tages noch die Besten ehrte. Über 5 Kilometer war dies Yvonne Kleiner in 18:02 Minuten und über 8 Kilometer Michi Herlbauer in 29:56 Minuten. Natürlich erhielten die beiden schnellsten Läuferinnen nicht irgendetwas, sondern – passend zur Veranstaltung – einen Gutschein für ein fesches Dirndl. „Es muss nicht brombeerfarben sein, darf es aber durchaus …“, sagt Stephi Fahnemann lachend.
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Autor: Martin Grüning 15.09.2013

Hier finden Sie weitere Informationen zum BARMER Women's Run München 2018.

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