Adidas launcht komplett neuen Hyperboost Edge

Hyperboost Edge
Adidas launcht neuen Laufschuh

ArtikeldatumVeröffentlicht am 06.03.2026
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Adidas launcht neuen Laufschuh
Foto: RW/Adidas

Rund 80 Gäste aus aller Welt warteten am 5. März 2026 gespannt vor einem Hallentor in Los Angeles. Hier sollte am Vormittag ein gänzlich neuer Laufschuh aus dem Hause Adidas offiziell vorgestellt werden – und so kam es auch. Wir waren beim globalen Launch-Event vor Ort und hatten Gelegenheit, mit Verantwortlichen über den neuen Hyperboost Edge zu sprechen.

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Schauen wir uns aber zunächst einmal an, wie der neue Schuh aufgebaut ist und an wen er sich richten soll. Zusammengefasst könnte man sagen, das Ziel der Entwickler war es, einen Schuh mit optimaler Balance aus Komfort und Reaktionsfreudigkeit zu erschaffen, der sich auch für diejenigen Läuferinnen und Läufer eignet, welche die durchaus anspruchsvoll zu laufenden High-End-Modelle mit Carbonplatte nicht laufen können (oder wollen) – sei es aufgrund einer geringeren Pace oder weniger ausgeprägter orthopädischer Stabilität – dennoch aber ein maximal gedämpftes und gleichzeitig energierückführendes Lauferlebnis auf Asphalt möchten.

Maximale Dämpfung, kein Carbon

Das Ergebnis ist nun der Hyperboost Edge, der damit eine neue Kategorie im Running-Segment eröffnet: Er ist ein Super-Lightweight-Trainer ohne Carbonplatte oder stabilisierende Elemente. Im Wesentlichen sind für den Schuh drei Technologien charakteristisch: die neue „Hyperboost Pro“-Zwischensohle, ein „Primeweave“-Obermaterial sowie die „Lighttraxion“-Außensohle. Werfen wir der Reihe nach einen kurzen Blick auf die Komponenten.

Die Zwischensohle besteht aus dem besagten, neu entwickelten Schaum. Bei diesem kommt ein Material zum Einsatz, bei dessen Entwicklung sich das Produktteam schon noch einmal die Schäume der anderen Produktkategorien angeschaut hat, wie etwa das im Adios Pro verwendete Lightstrike-Material. Um auch ohne Carbonplatte zu funktionieren, ist der neue Schaum im Hyperboost allerdings in pelletartiger Struktur angelegt, erklärte uns Adidas-Running-Designer Moritz Höllmüller im Gespräch am Launch-Tag. So ließe sich in Kombination mit dem Vorgang des „Boostens“ des Materials die hohe Konstruktion erreichen – 45 Millimeter hoch ist die Schaumkonstruktion beim Hyperboost Edge im Fersenbereich. Vorn sind es immer noch satte 39 Millimeter, was eine Sprengung von sechs Millimetern ergibt.

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Das Obermaterial kommt glatt und anschmiegsam daher. Funktional fallen vor allem die ausgeprägten Polster im seitlichen Fersenbereich auf der Innenseite des Schuhs auf („Heel Pods“). Diese dürften dafür sorgen, dass der Fuß im Schuh einen sicheren Halt hat. Auch aufs zeitgemäße und ansprechende Design hat man geachtet. „Der Schuh soll ja nicht nur funktional Spaß machen, sondern auch gut aussehen. Daher haben wir auf hochwertiges Design Wert gelegt“, erklärt Moritz Höllmüller. „Und um die neue Kategorie auch optisch zu spiegeln, haben wir erstmals die drei Streifen auf der Außenseite der Mittelsohle angebracht.“

Last but not least: die Außensohle. Hier setzt Adidas auf eine durchgehende Variante, die aber extrem dünn (und damit leicht) ist. Spannend ist hierbei die recht große Bodenkontaktfläche. Die Wirkung: eine gute Stabilität beim Laufen bzw. kein wackeliges Gefühl, auch bei weniger hohem Tempo. Insgesamt liegt das Gewicht des Schuhs in der Mustergröße bei leichten 255 Gramm.

Ein neuer Laufschuh für viele Einsatzzwecke

Damit schafft es der Hyperboost Edge insgesamt, maximale Dämpfung, hohe Energierückgabe und minimales Gewicht zu vereinen – das ist tatsächlich schon bei den ersten paar Testschritten im neuen Modell spürbar, wie wir bestätigen können. Moritz Höllmüller aus dem Design-Team von Adidas hat an der gut zweieinhalbjährigen Produktentwicklung maßgeblich mitgearbeitet und kennt den Schuh sogar schon aus eigener Lauf-Erfahrung bestens. „Ich selbst bin mit meinem Modell inzwischen rund 350 Kilometer gelaufen und kann daher sagen: Wenn du dir als Läufer nur einen Schuh kaufen willst, ist dieses Modell eine gute Wahl, weil du damit eine gute Bandbreite abdecken kannst. Man hat mit dem Hyperboost Edge ausreichend Stabilität für Longruns, gleichzeitig kann man aber noch mal das versteckte Gaspedal herausholen, wenn man es braucht.“

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Weitere Hyperboost-Modelle sollen folgen

Patrick Nava, General Manager Adidas Running, fasste es so zusammen: „Der Hyperboost Edge verkörpert den Dreiklang aus Dämpfung, Energie und Leichtigkeit. Indem wir diese drei Eigenschaften konsequent zusammenbringen, haben wir einen Laufschuh entwickelt, der sich leicht am Fuß anfühlt, in jedem Schritt reaktionsfreudig ist und beim Aufprall optimal dämpft.“ Und es bleibt spannend, denn außerdem verriet Patrick Nava uns, dass der Hyperboost Edge der Auftakt einer Produktfamilie ist und schon zeitnah ein weiteres Modell mit dem Hyperboost-Pro-Zwischensohlenschaum hinzukommen wird.

„Ich glaube, mit Adidas stehen wir an der Kreuzung zwischen Innovation und Culture. Im Bereich Innovation haben wir in den letzten Jahren viel erreicht und tolle Innovationsarbeit geleistet – wie schon Adi Dassler sagte: für den Athleten immer das Beste. Das ist auch weiter das Ziel. Dadurch, dass wir keine vertikale Laufmarke sind, haben wir aber auch die Möglichkeit, etwas breiter aufgestellt zu agieren, in den Bereich Lifestyle hinein. Mit Adizero ist uns das aus meiner Sicht zum Beispiel schon gelungen – und wir konnten vermitteln, dass hochfunktionales Equipment auch gut aussehen kann. So schafft man es idealerweise vielleicht sogar, Leute zum Laufen zu inspirieren, die es bisher nicht tun“, führt Nava aus, um zu verdeutlichen, was er sich auch für den neuen Hyperboost wünscht.

Der Adidas Hyperboost Edge wird in Deutschland ab dem 17. März 2026 online und im Einzelhandel zu einer UVP von 200 Euro erhältlich sein. Den Anfang macht das rot-weiße Design, bevor ab dem 1. Mai noch weitere Farbvarianten hinzukommen und im Sommer das nächste Modell aus der Hyperboost-Familie auf den Markt kommt.