Der Asics Superblast hat sich in seinen ersten beiden Versionen einen Namen gemacht als leichter Trainingsschuh ohne Carbonplatte. Der Superblast 3 setzt diese Tradition fort – und setzt noch eine Steigerung obendrauf. Die Mittelsohle baut unter der Ferse 46,5 Millimeter hoch. Der verwendete Mittelsohlenschaum ist weicher und reaktiver. Mit dieser sehr soften Dämpfung und alltagstauglichen Laufeigenschaften ist der Superblast 3 ein idealer Schuh für das tägliche Training.
Hier bestellen: Asics Superblast 3 (unisex)
Die Mittelsohle – hier liegt die Magie
Sie besteht aus dem gleichen FF-Leap-Schaum, der für das Wettkampfmodell (mit Carbonplatte) Metaspeed Ray verwendet wird. Bei diesem Rennmodell ist die Sohle „kaum zu bändigen“, wie es ein Testläufer nannte. Der Schuh verlangt nach Tempo; ansonsten fühlt sich die Sohle auch nicht gut an, bei langsamerem Tempo ist sie zu schwammig. Sie ist sehr leicht, und das Material komprimiert sehr schnell. Gleichzeitig gibt sie die Energie gefühlt genauso schnell wieder zurück. Der Schaum (A-TPU-Material) geht äußerst schnell seine Form zurück.

Beim Superblast 3 lässt sich der gleiche Effekt des Mittelsohlenschaums fühlen – aber der Schuh ist kontrollierbarer. Das liegt an der zweilagigen Konstruktion: Unter dem FF-Leap-Schaum ruht eine 10 Millimeter dicke Schicht „FF Blast Plus“, das eine zähere Konsistenz hat und für mehr Stabilität sorgt. Gleichzeitig ist der Superblast noch breiter geworden – und sorgt mit ausladender Sohlengeometrie für mehr Sicherheit im Abrollvorgang von biomechanisch effizienten Läufern. Sprich: Normalfußläufer – die ein weitgehend neutrales Abrollverhalten des Fußes aufweisen – fühlen sich sehr wohl in dem Superblast 3. Bei stärkerer Pronationsneigung – wenn der Fuß im Laufe des Abrollvorgangs nach innen knickt – kann der Vorfußbereich übermäßig stark nach innen knicken: Mit einer Sohlenhöhe von 38,5 mm im Vorfuß (46,5 mm unter der Ferse) erzeugt die Dual-Layer-Konstruktion ein besonders komfortables Laufgefühl. Aber durch die weiche Konsistenz kann der Vorfuß unter Belastung weit nach innen knicken.

Trotz der gewachsenen Bauhöhe und Breite des Superblast: Das Gewicht wird durch die leichteren Komponenten auf 239 Gramm gedrückt (Mustergröße; Vorgänger: 250 g). Ein Testschuh in US 11,5 wiegt 267 Gramm, ein hervorragend niedriger Wert angesichts der üppigen Dämpfung.
Trampolin unter dem Vorfuß
Die gesteigerte Reaktivität ist am stärksten im Vorfußbereich spürbar, wo Asics ein „Trampoline-Pod“ eingesetzt hat. Ein reaktives Schaumelement unter dem Ballenbereich sorgt für Rückfederung und soll zudem den Komfort steigern. Es sitzt direkt unter dem Ballen und ist in den FF-Leap-Schaum eingebettet.

Obermaterial – reduziert
Das leichte, atmungsaktive Knit-Obermaterial ist mit neuen, verfeinerten Texturen und Mustern ausgestattet, die dem Schuh eine noch natürlichere Anpassung an Bewegungen ermöglichen sollen. Dazu trägt auch die neue Schnürung bei, die den Druck sehr gleichmäßig verteilt. Statt einzelner Ösen wird der Druck über ein komplettes Zug-System verteilt.
Außensohle – geräuschvoll und mit Grip
Ähnlich wie beim Obermaterial wurde auch bei der Gestaltung der Außensohle auf Gewichtsoptimierung geachtet. Härtere Gummibesätze sind über die Fläche der Sohle verteilt – sie sorgen für mehr Grip und bessere Haltbarkeit, so Asics. Im Testbetrieb erhielt die Sohle viel Lob: Der Grip auf Straße ist hervorragend, selbst bei Nässe, und die feine Profilierung sorgt auch auf Schotter und Parkwegen für sehr guten Halt in der Abdruckphase. Dazu trägt auch die große Aufsatzfläche bei. Allerdings bemerkten Mittelfußaufsetzer, dass die Sohle beim Aufsatz deutlich hörbar auf den Asphalt platscht.

Breite Eignung mit einer Einschränkung
Der Superblast 3 ist vielfältig als leichter und komfortabler Trainingsschuh einsetzbar. Bestechend ist die Kombination von leichtem Gewicht und hohem Komfort. Der Superblast 3 ist einer der „leichtesten und gleichzeitig komfortabelsten Daily Trainer“, fasst es eine Testerin stellvertretend zusammen. Durch die breite Bauform der Sohle und den sehr gut anpassbaren Sitz des Schuhs kommt der Superblast 3 für eine breite Zielgruppe infrage, auch für Läufer mit einem Körpergewicht von über 80 Kilogramm. Es gibt ihn auch in den Größen EU 49 und 50.
Eine Einschränkung gibt es, nämlich für Menschen, die sonst im Training lieber etwas stabilere Schuhe tragen oder auf stärker unterstützende Schuhe setzen. Der Superblast 3 eignet sich für einen biomechanisch effizienten Abrollvorgang, also für ein neutrales Abrollverhalten. Läuferinnen und Läufer, die stärker nach innen knicken – meist als Überpronation beschrieben – fühlen sich wahrscheinlich im Superblast 3 nicht so wohl. Ein Testläufer: „Man spürt, dass der Fuß am Ende des Abrollvorgangs im weichen Schaum der Mittelsohle nach innen wegknicken kann.“

Vor- und Nachteile im Überblick
Positiv
✅ Sehr gute Dämpfung für Trainingslauf-Tempo
✅ Passform
✅ Gute Außensohle
Negativ
❌ Lauter Auftritt (Sohle)
❌ Wenig stabil im Vorfußbereich
Welcher Blast für wen?
Der Superblast 3 steht in einer Reihe von Asics-„Blast“-Modellen, die ein breites Einsatzspektrum abdecken. Gemeinsam ist ihnen der hohe Mittelsohlenaufbau – mit mehr oder weniger Dämpfung und Reaktivität:
Der Novablast machte den Anfang und wurde bereits 2020 vorgestellt als reaktiver und Sprungfeder-ähnlicher Trainingsschuh. Die aktuelle Version ist die „normalste“ Trainingsschuh-Variante.
Der Superblast ist Asics’ Antwort auf die Frage „Was passiert, wenn wir den Novablast als Basis nehmen und die Mittelsohle doppelt so dick machen?“, so drückt es Paul Lang aus, Asics Senior Manager of Global Performance Run Product. Der Superblast sollte maximal gedämpft sein – aber ohne eine Carbonplatte, die in vielen Supertrainer-Schuhen eingesetzt wird.
Der Sonicblast ist in seiner aktuellen Version ein Trainingsschuh für schnelleres Training. Die Mittelsohle ist mit Carbonplatte – aber nicht so steif wie die der Racing-Modelle.
Der Megablast ist die Speerspitze unter den Trainingsmodellen – mit höchster Reaktivität ausgerüstet und ausschließlich für hohes Tempo konstruiert. Er bietet mehr Reaktivität als der Superblast bei etwa gleich hoch aufbauender Mittelsohle.
Alternativen bei anderen Herstellern gibt es natürlich reichlich, sie reichen etwa vom Adidas Adizero Evo SL über den Altra Escalante, Brooks Glycerin 23, Hoka Clifton 10, New Balance 1080 v15, Nike Pegasus bis zum True Motion Solo 2.
Hier bestellen: Asics Superblast 3 (unisex)
- Gewicht: 239 g
- Sprengung: 8 mm
- Preis: 220 Euro





