Der leichteste und schnellste Laufschuh von Hoka
Hoka Cielo X1 3.0 im Test

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.02.2026
Als Favorit speichern
Hoka Cielo X1 3.0 im Test
Foto: Herstseller

Der Hoka Cielo X1 3.0 ist die Neuauflage des beliebten und erfolgreichen Cielo X1 2.0 - jetzt noch leichter und mit spürbaren Veränderungen. Unser Test zeigt die Unterschiede und für wen der Schuh geeignet ist.

Hoka Cielo X1 3.0: Hier bestellen (Unisex-Modell)

Hersteller Hoka kündigt den neuen Cielo als seinen rückfederndsten und energetischsten Marathonschuh an. Ein großes Versprechen: Der Vorgänger, Cielo X1 2.0, erntete im RUNNER’S-WORLD-Test höchste Noten; für Speed-Sessions oder Wettkampf-Einsätze war er erste Wahl. Obendrein erwies sich die Konstruktion als äußerst dauerhaft und haltbar für einen Carbonschuh. Der neue Hoka Cielo X1 3.0 hat seine Feuerprobe bereits bestanden: Beim Chicago-Marathon (2025) lief Alex Masai eine überragende Bestzeit, und er wurde in 2:04:37 Stunden Dritter. Dabei war er fast vier Minuten schneller als bei seiner alten Bestzeit. Masai lief in einem unkenntlich gemachten Prototyp des Hoka Cielo X1.

Hersteller

Arbeit am Gewicht

Ein oberstes Ziel der Hoka-Ingenieure war die Gewichtsreduktion. Über 20 Gramm sollen eingespart worden sein. Ein Vergleichs-Testschuh in US-Größe 11,5 war knapp 18 Gramm leichter als der Cielo X1 2.0. Hoka hat an sämtlichen Bestandteilen gefeilt. Die Sohlenkonstruktion – eingesetzt ist hier PEBA-Schaum – ist leicht verändert in der Breite und bietet etwas mehr Stabilität. War der Vorgänger noch eher für Mittel- und Vorfußläufer geeignet, eignet sich der neue Hoka Cielo X1 3.0 jetzt besser für Fersenaufsetzer.

Die auffälligste Veränderung ist nämlich die neue Mittelsohlen-Geometrie. Die extreme Rocker-Geometrie wurde reduziert. „Ein bisschen weniger Bananen-Form“, so beschreibt es Hoka-Entwickler Bekah Broe im RUNNER’S WORLD-Gespräch.

Zweite Auffälligkeit: Längs durch die Mittelsohle verläuft jetzt ein langer Einschnitt. Diese Konstruktion beim neuen Modell sorgt für einen etwas stabileren Abrollvorgang und mehr Stabilität, vor allem unter dem Rückfuß. „Der 3.0 ist auf alle Fälle fester in der Mittelsohle als der 2.0“, so ein RUNNER’S-WORLD-Tester. „Beim 2.0 hatte ich die Tendenz zur Supination, beim 3.0 rolle ich mehr im Zentrum der Sohle ab.“ Die größere Stabilität durch den Mittelsohlenschaum erlaubt auch eine Reduzierung der Carbonplatte. Die Bauhöhe unter der Ferse beträgt 37 mm und 30 mm unter dem Vorfuß (7 mm Sprengung).

Hersteller

Außensohle spürbar griffiger

Die Außensohle ist von einer PU-Schicht überzogen – was gegenüber dem zuvor eingesetzten Gummi ebenfalls Gewicht spart. Im Test überzeugte die neue Sohle in mit ihrem feinen Profil in Sachen Grip: „Die Sohle klebt geradezu am Untergrund“, so ein Testläufer. Kurios: Da unser RUNNER’S WORLD-Testteam den Hoka Cielo X1 3.0 bereits in den zurückliegenden Wintertagen mit Eis und Schnee testen konnte, erwies sich die Außensohle, wenngleich sicher dafür nicht ausgelegt, als äußerst griffig auf Eis.

Innovation beim Obermaterial

War das Obermaterial schon beim Cielo X1 2.0 sehr leicht und luftig, ist dies bei der neuen Version noch einmal reduzierter. Das neue „Leno“-Gewebe ist leichter und dennoch stabiler als beim Vorgänger. Die Mesh-Fasen sind extrem dünn, sollen laut Hoka aber dreimal so viel Zug aushalten, sie leiern deshalb nicht aus – bieten aber auch keinen Stretch. Und durch die grobe Gewebestruktur entsteht auch viel Luftaustausch. Gepaart ist die mit einer hydrophilen Eigenschaft: Das Gewebe bindet keine Feuchtigkeit. Wenn bei Getränkestationen Wasser auf die Schuhe tropft, saugen sich die Schuhe nicht voll. Auch bei Regen zieht das Obermaterial kein Wasser. Die Lasche ist sehr dünn. „Sie muss sorgfältig justiert werden beim Anziehen“, so ein Testläufer, „sonst wirft sie leicht Falten oder verrutscht.“

Hersteller

Laufeigenschaften und Einsatzgebiet

Der vorige Cielo war ein hervorragender Marathon-Wettkampfschuh. Der neue Cielo X1 3.0 bietet ein breiteres Einsatzspektrum. Das bezieht sich auf die (Wettkampf-)Strecken ebenso wie auf die Läufertypen: Auch Läufer, die eher mit dem Rückfuß aufsetzen, können den Cielo X1 3.0 jetzt in Erwägung ziehen – mehr als sein Vorgängermodell. Die etwas breitere Sohlenplattform und das Abrollverhalten empfehlen den Cielo auch für kürzere Langdistanz-Wettkampfstrecken.

Hersteller

Für das Läuferprofil gilt: Der Cielo X1 3.0 ist für schnelles Tempo ausgelegt – und für Läuferinnen und Läufer, die hohes Tempo laufen; für Jogging-Tempo ist er ungeeignet. Wer das Vorgängermodell kannte, wird den neuen Cielo X1 3.0 ebenfalls schätzen – aber die Unterschiede im Abrollverhalten bemerken. Eine etwas zahmere Variante bietet der Hoka Rocket X 3 – der sich, wie seine Vorgängermodelle, im RUNNER’S-WORLD-Test bewiesen hat. Das Duo aus Cielo X1 3.0 und Rocket X3 ist vergleichbar mit Nikes Alphafly und Vaporfly. Der Cielo ist in diesem Fall hoch energetisch und reaktiv – und brilliert bei Höchstleistungen auf der langen Strecke; niedriges Gewicht und höchste Reaktivität sind Race-Day-ready. Der Rocket X 3 im Gegensatz ist direkter und leichter zu beherrschen, er eignet sich für ein breiteres Einsatzgebiet, ist auch ein Temposchuh, aber das Tempo muss nicht gleich im Weltklassebereich liegen.

Vor- und Nachteile

Positiv:

✅ Sohlenkonstruktion sorgt für schnellen flüssigen Abrollvorgang

✅Gute Passform

✅Wasserabweisendes und gut belüftetes Obermaterial

Negativ:

❌ Die Lasche kann leicht verrutschen

Hoka Cielo X1 3.0: Hier bestellen (unisex-Modell)

Fazit