Seit es Hoka gibt, gibt es hoch aufbauende Mittelsohlen. Sie gehört zu den zentralen Hoka-Merkmalen. Dazu gehört die damit einhergehende Dämpfungsqualität – wie auch beim überarbeiteten Hoka Mach, den es jetzt in der Version 7 gibt.
Hier bestellen: Männermodell oder Frauenmodell
Der erste Eindruck: Hoka-typisch
Der Mach 7 ist einer der sehr leicht konstruierten Trainingslaufschuhe, was sich auch am mit 241 Gramm geringen Gewicht pro Schuh zeigt. Die Konstruktion (ohne Carbonplatte in der Mittelsohle) konzentriert sich aufs Wesentliche. Der im Video gezeigte Testschuh in US-Größe 11,5 bringt auch noch sehr leichte 253 Gramm auf die Waage. Zum Vergleich: Der Hoka Clifton 10 wiegt gute 50 Gramm mehr.

Die Mittelsohle besteht aus superkritischem EVA, also einem mit Gas versetzten EVA, sie ist also gewissermaßen aufgebläht. Das macht sie leicht und rückfedernd, wenngleich, wie Kritiker anmerken würden, es mittlerweile leistungsstärkere Schaumkombinationen auf PEBA-Basis gibt. Die sind noch rückfedernder – allerdings auch meist in teureren Modellen verarbeitet, wie etwa dem Hoka Mach X3 (190 Euro).

Laufgefühl: gedämpft, aber nicht zu weich
„Da ist es wieder“, sagt ein Testläufer, „dieses typische Hoka-Gefühl“. Und er meint damit im positivsten Sinne die durch die voluminöse Mittelsohle bereitgestellte Dämpfung. Beim Mach 7 (160 Euro) erzeugt die EVA-Sohle – trotz der stattlichen Bauhöhe von 37 Millimetern unter der Ferse – ein gut gedämpftes, aber eben nicht gummiweiches Laufgefühl; „das passt sehr gut zum Schuh. Er ist nicht Marshmallow-weich“, lobt ein Testläufer. Die Mittelsohle ist auch beim Vorgänger Mach 6 gelobt worden. Der ist quasi konstruktionsgleich, vielleicht sogar ein paar Gramm leichter – aber ohne ein paar Verbesserungen, vor allem zu nennen: die bessere Gestaltung des Fersenbereichs.

Obermaterial: Luftaustausch garantiert
Die Fersenschale „baut etwas flacher und gefühlt etwas breiter“, beschreibt es eine Testläuferin, „aber der Sitz ist tadellos, ohne jeglichen Schlupf der Ferse.“ Die Passform im Mittelfußbereich fühlt sich eher etwas weiter an, und auch die Zehenbox bietet viel Platz. „Ich finde die Passform sogar großzügiger als beim Clifton 10“, so ein Testläufer über den direkten Vergleich; beim Clifton 10 wurde mitunter die etwas spitz zulaufende Zehenbox bemängelt, was beim Mach 7 nicht der Fall ist.

Die Lasche des Mach 7 ist – dies ist eine Änderung zum Vorgängermodell – jetzt mit der Sohle verbunden über elastische Bänder. So sitzt die Lasche jetzt unverrutschbar fest und hält den Fuß gut im Schuh. Positiv: Der Bereich des Obermaterials, der durch die Schnürung zusammengezogen wird, ist relativ lang: So lässt sich der Schuh sehr individuell anpassen an die Fußform und bietet dementsprechend sehr guten Sitz. Das neue Obermaterial steht dem Schuh optisch sehr gut – und wird von der Funktion sogar noch übertroffen: Es bietet sehr guten Luftaustausch, ist an den wichtigen Stellen dehnfähig. Wenn man einen Kritikpunkt finden will, dann den, dass das helle Material schmutzempfindlich ist.

Außensohle mit feinen Rillen
Auch die Außensohle wurde überarbeitet. Das feine, quer gerillte Profil erweist sich – nach ersten rutschigen Metern auf der fabrikneuen Sohle – als erstaunlich griffig: Für Asphalt ist die Gummimischung ideal, aber auch auf feinen Schotterwegen hat die Sohle sehr guten Grip. Während unter der äußeren Fersenpartie ein „High Abrasion Rubber“ für bessere Haltbarkeit angebracht ist, ist in der Abdruckzone „Sticky Rubber“ verbaut. Nicht zuletzt bietet die Breite der Sohle eine große Abdruckfläche und bietet jederzeit vollen Bodenkontakt – und ist damit möglicherweise auch gut etwa für den Einsatz bei Hyrox-Disziplinen wie dem Sled Pull geeignet.

Vor- und Nachteile
Positiv
✅ Leicht und dynamisch
✅ Schneller Schuh ohne Carbonplatte
✅ Gute Allroundeigenschaften
Negativ
❌ Für schwere Läufer weniger geeignet
Wo steht er? Hoka Mach 7 im Vergleich
Der Mach 7 bietet eine gute Alternative bei den sehr leichten Trainingsschuhen. Ähnlich vom Charakter sind etwa der New Balance 1080 v15, Altra Experience Flow 3, Nike Pegasus oder Adidas Evo SL. Wobei der Hoka Mach 7 zum Beispiel auch eine höhere Belastung wegsteckt als der Evo SL, also für Läuferinnen und Läufer mit etwas höherem Körpergewicht geeignet ist.
Im Vergleich der Hoka-Modellpalette bietet der Mach 7 eine leichte und schnelle Trainingsschuh-Alternative – gerade im Vergleich zum Bestsellermodell Clifton bietet der Mach hier eine Alternative; der Clifton ist etwa 50 Gramm schwerer – bietet allerdings auch deutlich mehr Stabilität und ist auch für schwerere Läufer gut geeignet, da hat der Mach 7 seine Grenzen. Tipp: Ja, der Hoka Mach 6 ist quasi konstruktionsgleich, vielleicht sogar ein paar Gramm leichter – aber ohne ein paar Detail-Verbesserungen; vor allem den besseren Fersenbereich. Deshalb sitzt der neue Mach 7 noch etwas besser am Fuß.

Hoka-Familie: Cielo X1 3.0, Clifton 10, Mach 7
Hier bestellen: Männermodell oder Frauenmodell
- Gewicht: 241 Gramm (Männerversion) , 201 Gramm (Frauenversion)
- Sprengung: 5 Millimeter (Bauhöhe Ferse: 37 mm)
- Preis: 160 Euro





