Seit der ersten Vorstellung war der Speedgoat auch ein Influencer für den Trailschuh-Markt: Die Kombination aus üppiger Dämpfung und ruppiger Sohle macht ihn besonders.
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Der Speedgoat wurde nicht jedes Jahr überarbeitet, Hoka war da sehr bedacht bei den Neuerungen. Dennoch war nicht jedes Update ohne Kritik. Und seine einstmalige Alleinstellung wurde durch das Auftauchen vieler Konkurrenzmodelle entzaubert.

Bereits die beiden letzten Speedgoat-Versionen erhielten wichtige Änderungen. Der Speedgoat 7 hat offensichtliche Neuerungen: Dazu zählt das neu gestaltete Obermaterial und – beim Laufen spürbarer – die Mittelsohle aus einem aktuellen, leichten und reaktiven Kunststoffschaum – der deutlich leichter ist als bislang im Speedgoat.
Wichtigstes Update: Der Mittelsohlenschaum
Es handelt sich um eine CMEVA Mittelsohle: Dies ist die Bezeichnung für einen „superkritischen“ EVA-Schaum. Er ist leichter, vor allem aber fühlt er sich leichter und rückfedernder an. Die 37 mm Volumen dicke Schicht sorgt für ein sehr komfortables Gefühl unter dem Fuß – bei 5 Millimeter Sprengung. Es ist aber kein superweiches Gefühl wie bei den maximal gedämpften Schuhen. Ein Testschuh in US-Größe 11,5 wiegt vergleichsweise leichte 297 Gramm.
Aufgrund der breiten Konstruktion bleibt dennoch genügend Stabilität. – Vor allem bietet die üppige Sohlenkonstruktion viel Schutz für den Fuß. Ob Wurzeln oder spitze Steine – man spürt am Fuß nichts. – Dafür fehlt freilich auch die „ground control“, auf die Trailläufer oft wert legen, also das Trail-Feeling. Für technische Trail-Passagen taugt der Speedgoat deshalb weniger gut, beziehungsweise ist man hier nicht so schnell unterwegs. Die Rocker-Konstruktion sorgt jedoch für ein dynamisches Abrollgefühl auf „rollenden“ Wegen – also etwa ausgebauten Trails oder Waldwegen. Sogar gelegentliche Asphalt-Passagen bewältigt man mit dem Speedgoat 7 – wie auch schon mit den früheren Varianten – problemlos, hier taugt der Schuh als echter Hybrid-Trailschuh.

Obermaterial: Pluspunkte beim Sitz
Nach Kritik am Obermaterial bei den beiden Vorgängern, insbesondere der Speedgoat 5 gefiel uns nicht besonders, ist das Speedgoat 7-Obermaterial rundum eine Verbesserung. Es bietet vor allem einen sicheren Sitz des Schuhs am Fuß: Ob bergauf oder steil bergab. Die Lasche ist deutlich verbessert, sorgt für sicheren Sitz des Mittelfußes. Für Geröll-Passagen ist das Upper auch Gamaschen-tauglich. Ein Testläufer merkte an: „Die Schnürsenkel könnten einen Schnürsenkel-Halter oder eine Arretierung vertragen.“ Und die stabilere Version des Obermaterials macht den Schuh etwas wärmer als vergleichbare Straßen-Laufschuhe.
Außensohle: Wie ein Gecko
Größtes Lob gilt der Sohle: Das Profil, die Anordnung und die 5 mm Profiltiefe sorgen für Grip im Gelände. Im Vorfuß spürt man quasi, wie sich die phantastische Sohle in den Untergrund krallt beim Abdruck.Das neue Profildesign und der Gummi eigenen sich universell: Ob Nässe, trocken, steinig oder matschig. „Die Sohle bietet Grip wie ein Gecko“, lobt ein Testläufer. Ein anderer Testläufer bemerkte jedoch „leichten Schlupf der Sohle im letzten Moment des Fußabdrucks“, insbesondere auf feinem Kiesel (Gravel) fehlt im letzten Abdruck etwas Halt.

Laufeigenschaften: Über alle Grenzen
Die Abrolleigenschaften prädestinieren den Speedgoat 7 für lange Läufe auf Trails, ob fester Waldboden oder weiche Sandwege. Der Schuh bietet viel Dämpfung – „er hat für mich Daily-Trainer- Qualität“, sagt ein Testläufer (65 kg Körpergewicht), auch, „weil er sehr gut dämpft, aber nicht zu weich ist!“
Der Speedgoat 7 hat eine eher schmalere Passform, das könnte ihn für Läufer mit breiterem Fuß aus dem Rennen werfen, zumal bei langen Trailläufen.
Vor- und Nachteile
Pro
✅ Sehr guter Sitz, sehr sicher am Fuß
✅ Gute Schnürung
✅ Mega Grip
✅ Auch seitlich viel Halt; gute Stabilisierung nach Sprüngen
✅ Überlegene Dämpfung für einen Trailschuh
✅ Verbesserte Reaktivität bei geringerem Gewicht
Negativ
❌ Für lange Ultras zu schmale Passform
❌ Schlupf im letzten Viertel der Sohle ganz vorne
❌ Recht warm, wenig Luftaustausch
Ähnlich und vergleichbar sind Modelle mit Komfort und Allround-Trail-Qualitäten, wie etwa Asics GEL-Trabuco, Merrell Agility Peak 6, Brooks Divide, New Balance Hierro oder The North Face Vectiv Infinite 3 – sie bieten unterschiedliche Passformen und Abrolleigenschaften.

Hier bestellen: Männerversion oder Frauenversion
- Gewicht: 275 g (Männer), 235 g (Frauen)
- Sprengung: 5 mm
- Preis: 165 Euro





