Thomas Sobczak

Laufschuhe für Frauen im Test

Die aktuellen Damen-Modelle

Keine Frau käme auf die Idee, im Alltag Männerschuhe zu tragen. Hier zeigen wir die aktuellen Laufschuh-Modell für Damen.

Die aktuellen Damen-Modelle

In Deutschland und weiten Teilen Zentraleuropas ist Laufen bei Frauen unter 30 mittlerweile deutlich beliebter als bei gleichaltrigen Männern. Zudem sind die Zuwachsraten bei den Frauen höher. Ursachen sind vermutlich in einem gesteigerten Körperbewusstsein und einer gesünderen Lebensweise zu sehen. Die Zahl der laufenden Frauen wird in den nächsten Jahren weiter wachsen – absolut und überproportional. Zudem gelten gerade jüngere Frauen bei den Herstellern als attraktive Zielgruppe, kaufkräftig und konsumfreudig. Daher gibt es inzwischen ein breites Angebot an eigens konstruierten Frauenmodellen, und in der Zukunft wird hier weiterhin viel passieren. Denn die Forschung in diesem Gebiet scheint noch lange nicht am Ende.

Frauen-Laufschuhe – die wichtigsten Merkmale

Die Anforderungen an Frauen-Laufschuhe müssen sich an den physiologischen Eigenschaften ihrer Füße orientieren. Das klingt banal, wird aber bei noch längst nicht allen Frauen-Joggingschuhen umgesetzt. Der durchschnittliche Frauenfuß ist nämlich nicht einfach ein kleinerer Männerfuß. Frauenfüße haben andere Proportionen als Männerfüße. Und sie werden beim Laufen anders belastet. Die Unterschiede bei den Laufschuhen für Männer und Frauen beziehen sich also nicht nur auf die Passform, sondern auch auf die Konstruktion. Die offensichtlichsten Punkte, die es zu berücksichtigen gilt, sind:

  • Frauen sind leichter als Männer. Selbst bei gleicher Körpergröße sind Frauen leichter, im Schnitt um 15 Prozent, wobei es hier regionale Unterschiede gibt. Der Grund für die Gewichtsunterschiede: Frauen haben weniger Muskelmasse, der Knochenbau ist leichter.
  • Bei Frauen weichen die Winkelstellungen der unteren Gliedmaßen – das Verhältnis von Ober- zu Unterschenkel gemessen – ab der Hüfte von den Werten bei Männern ab. Die bei einigen Läuferinnen zu beobachtende X-Bein-Stellung wird auf die breiteren Hüften zurückgeführt; dadurch ergibt sich ein größerer Q-Winkel („Q-Angle“), eine orthopädische Bezeichnung für die Stellung der Beinachse.
  • Frauen sind außerdem flexibler – das heißt sie sind dehnfähiger, gleichzeitig ist ihr Bindegewebe schwächer als bei Männern.

Diese Unterschiede zwischen Frauen- und Männerphysiognomie haben vor allem Auswirkungen auf die Mittelsohlenkonstruktionen von Laufschuhen.

Weichere Dämpfung bei Damen-Laufschuhen

Aufgrund des geringeren Körpergewichts von Frauen sollte vor allem die Dämpfung der Damen-Laufschuhe entsprechend ausgelegt sein. In der Tat weisen spezielle Frauenlaufschuhe eine weichere Dämpfung auf; im Einzelfall sind sogar die Dämpfungs- und Stabilitätselemente in der Mittelsohle geschlechtsspezifisch ausgelegt – etwa bei Form und Härte der Air-Dämpfungskissen bei Nike oder den Mittelfußbrücken bei Asics. Hersteller Reebok reduziert bei Damen-Laufschuhmodellen die Höhe des Mittelsohlenmaterials; wo es bei einem Männer-Laufschuh im Fersenbereich 24 und im Vorfuß 12 Millimeter sind, sind es beim entsprechenden Frauen-Laufschuh nur 22 und 11 Millimeter. Die Dämpfung ist also auf das niedrigere Frauen-Körpergewicht ausgelegt.

Frauen-Laufschuhe mit höherer Flexibilität

Obendrein sind Frauen-Laufschuhe etwas leichter, was bei Reebok etwa durch größere Flexkerben noch unterstützt wird: Hier wird weiteres Material, also Gewicht eingespart und dazu ist der Schuh flexibler. Nike verwendet für Damen-Laufschuhe mitunter sogar andere, flexiblere Einlegesohlen als für die entsprechenden Herren-Laufschuhe.

Spezielle Außensohle bei Laufschuhen für Frauen

Immer öfter zu finden ist auch die spezielle Form und Gestaltung der Außensohle. Untersuchungen von Laufschuhherstellern haben ergeben, dass Frauen beim Fußaufsatz in der Landephase weiter außen mit dem Fuß aufkommen – eine eversive Position, wie die Orthopäden sagen. Dementsprechend ist das Crash-Pad – der Sohlenteil, mit dem der Schuh als erstes den Boden berührt – beim Frauen-Laufschuh weiter nach außen verlagert, also auf die äußere Seite der Außensohle. Das Crash-Pad passt sich besonders gut dem Untergrund an. Dafür ist es oft von der Außensohle entkoppelt und kann sich somit frei bewegen. Außerdem sind, wie oben angeführt, die Flexkerben in der Außensohle von Frauenschuhen tiefer, ermöglichen eine größere Beweglichkeit.

Werden diese Konstruktionsbesonderheiten umgesetzt, spricht man bei Laufschuhen von einer Frauen-spezifischen Konstruktion. Im Unterschied dazu gibt es viele Laufschuhe allerdings auch in einer (einfachen) Frauenversion: Und dies bezieht sich dann oft nur auf die unterschiedliche Passform.

Frauenfüße sind nicht nur kleiner

Denn bei der Fußform sind die Unterschiede zwischen Frauen- und Männerfüßen offensichtlicher – und für Laufschuhhersteller konstruktionstechnisch leichter umzusetzen. Klar, Frauen haben im Durchschnitt kleinere Füße. Genauer gesagt, Frauenfüße sind schlanker. Für eine mehrjährige Studie untersuchten die Tübinger Sportmediziner Stefan Grau und Inga Krauß die Füße von mehr als 900 Personen, ihr Ergebnis: „Frauen haben bei gleicher Fußlänge in den beobachteten Größen schmalere und flachere Füße als Männer und außerdem einen größeren Großzehenwinkel als Männer.“

Frauenfüße haben andere Proportionen

Ein weiterer Unterschied ist die andere Proportion des weiblichen Fußes. Bei Frauen ist der Vorfuß im Vergleich zum Rückfuß breiter als bei Männern. Der Spann ist absolut gesehen flacher, in der Relation aber höher als bei Männern; wobei bei Frauen die Unterschiede größer sind als bei Männern. Im Durchschnitt ist auch das Ristmaß deutlich geringer: Dies wird gemessen, wenn man ein Maßband um Ferse und den Spann führt. Das Ergebnis hat vor allem Konsequenzen für die Passform von Damen-Laufschuhen; gerade der Einstiegsbereich sollte also bei Laufschuhen für Frauen kleiner ausfallen. Der Schaftrand sollte dabei auch niedriger sein, sonst stößt das Fußgelenk auf den Schaftrand, insbesondere wenn Frauen mit Männerschuhen laufen. Dagegen ist im Prinzip nichts einzuwenden – wenn Passform und Funktion stimmen.

Laufschuh-Auswahl und Laufschuh-Kauf

Achten Sie bei der Laufschuh-Auswahl auf die Punkte, die oben bezüglich Anatomie und Funktion genannt wurden. Suchen Sie hieraus die Elemente heraus, die auf Sie zutreffen:

  • Habe ich einen schmalen Fuß?
  • Wie viel Platz brauche ich im Ballen- und Zehenbereich?
  • Wie flexibel ist der Schuh?
  • Wo waren bei meinen bisherigen Schuhen die Problemstellen für den Fuß?
  • In welchen Schuhen habe ich mich bislang am wohlsten gefühlt?

Die aktuellen Frauenmodelle

Brooks Ghost 11

Hersteller
Brooks Ghost 11

Testeindruck: Ausgezeichnet mit diversen Preisen war der Ghost ohnehin schon. Jetzt wurde er auch noch bei der RUNNER´S WORLD-Leserwahl zum beliebtesten Dämpfungsschuh gewählt. Die Kombination aus besten Abroll- und Dämpfungseigenschaften, Support und guter Passform trifft den Geschmack vieler Läufer. Gerade das neue, nahtfreie Obermaterial wertet den Ghost 11 gegenüber seinem Vorgänger nochmals deutlich auf. Ein Testläufer resümierte stellvertretend für die anderen: "Der Ghost ist für mich mehr denn je ein Alltagstrainingsschuh für ruhige Läufe. Für höheres Tempo wähle ich andere Modelle." Der Ghost hat eine sehr geringe Leistenkrümmung, daher fühlen sich vor allem Läufer, die sehr ausgeprägt über die Ferse laufen (Fersen-Aufsetzer), mit dem Schuh wohl.

Fazit: Der Brooks Ghost 11 hat eine ausgewogene Dämpfung. Vor allem für Fersenläufer ist der Schuh sehr gut geeignet.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 269 Gramm
Sprengung: 11,4 mm
UVP: 140 €

Adidas UltraBOOST 19

Hersteller
Adidas UltraBOOST 19

Testeindruck: Die Charakteristik des UltraBOOST ist unverändert, ein Laufschuh mit maximalem Komfort. Die weiche, punktelastische Außensohle sorgt für ein sehr federndes Laufgefühl. Kein Wunder, dass der Schuh bei Sneaker-Fans als Freizeitschuh so populär ist: Es gibt wohl wenige Laufschuhe, auf die die Beschreibung so gut zutrifft wie hier: Bequemes Laufgefühl. Das Flaggschiff hat sich konstruktionstechnisch wenig geändert. Matthias Amm, Produktchef für Laufschuhe bei Adidas, erklärt: "Wir haben den Ultraboost komplett zerlegt und ihn neu aufgebaut."Ins Auge fällt das Obermaterial, das nun in einem Arbeitsvorgang gestrickt wird. Die Zahl der eingesetzten Teile wurde reduziert, aber an der Mittelsohle mehr Boost-Schaum eingesetzt. Passform und Abrollverhalten sind dem Vorgänger ähnlich, doch der Fuß ist - im direkten Vergleich - jetzt besser in die Mittelsohle eingebettet. Vor allem im Fersenbereich spürt man die bessere Führung, die ein sichereres Aufsatzgefühl vermittelt: kleine Änderung mit positivem Effekt. Die Charakteristik des Ultraboost ist unverändert: ein Laufschuh mit maximalem Komfort. Die punktelastische Außensohle sorgt für ein federndes Laufgefühl.

Fazit: Der Adidas UltraBOOST bleibt auch in der 19. Auflage ein Laufschuh mit maximalem Komfort. Die punktelastische Außensohle ermöglicht ein federndes Laufgefühl.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 275 Gramm
Sprengung: 10 mm
UVP: 180 €

Asics GT-2000 7

Hersteller
Asics GT-2000 7

Testeindruck: Marathon stand wohl im Lastenheft bei der Entwicklung der GT-2000-Serie: Sämtliche Entwicklungschritte der Serie brachten sehr zuverlässige, haltbare Trainingsschuhe hervor. In der aktuellen Version wurde der Mittelsohle eine Schicht Flytefoam hinzugefügt, was für geringeres Gewicht sorgt. Spürbarer ist der Effekt für den Abrollkomfort, der energetischer ist als bei den Vorgängermodellen. Gleichzeitig ist die Stabilität der Mittelsohle beibehalten worden. Läufer, die einen sicheren, stabilen Abrollkomfort suchen, sind mit dem GT-2000 bestens bedient. Dies geht freilich mit etwas höherem Gewicht einher. Dafür verträgt er aber auch höheres Läufergewicht: bis 95 Kilo bei Männern oder 85 bei Frauen. Im Trainingsalltag ist der GT gut für lange, ruhigere Läufe geeignet.

Fazit: Strategisch platzierte GEL-Technologie und eine FlyteFoam Lyte-Mittelsohle: das bringt der Asics GT-200 7 mit, der sich auch schön für längere Läufe eignet.

Kategorie: Neutralschuh

Gewicht: 245 Gramm

Sprengung: 10mm

UVP: 180 Euro

Asics Gel-Nimbus 21

Hersteller
Asics Gel-Nimbus 21

RUNNER'S-WORLD-Testeindruck: Der Nimbus steht für Komfort und Dämpfung und hat eine treue Anhängerschaft. Für Läufer, deren Trainingstempo sich zwischen fünf und sechs Minuten pro Kilometer (oder langsamer) bewegt, bietet der Schuh einen komfortablen, ultraweichen und unterstützenden Abrollkomfort. Drei verschiedene Lagen Dämpfungsschaum betten den Fuß ein. Zudem zählt die gedämpfte Einlegesohle zu den besten ihrer Art. Ein neuer, sehr reaktionsfreudiger Schaum sorgt bei der neuesten Version für mehr Rückstellkraft. Der Nimbus ist für ein breites Läuferspektrum geeignet: Er ist eher stabil, etwas weniger flexibel als der Vorgänger, insgesamt noch hochwertiger und bei den Alltags-Trainingsschuhen eine absolute Empfehlung. Nach wie vor eignet er sich als Allround-Laufschuh vor allem für mittelschwere und schwere Läufer.

Fazit: Ein Klassiker in der 21. Auflage: der Asics Gel-Nimbus 21. Er kommt mit Dämpfungsschaum in drei Lagen und ist vor allem gut für Läufer mit Trainingstempo zwischen fünf und sechs min/km.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: keine Angabe
Sprengung: 10 mm
UVP: 180 €

Hoka One One Bondi 6

Hersteller
Hoka One One Bondi 6

RUNNER'S-WORLD-Testeindruck: Maximal gedämpfte Laufschuhe bilden geradezu eine eigene Kategorie, in der die Hoka-Modelle großen Raum einnehmen. Dazu gehört zuallererst der Bondi 6: Er ist der König der Cushioning-Schuhe innerhalb der Hoka-Familie. Im Labor erwies er sich als extrem soft im Vergleich zu anderen Schuhen - und die Protokolle der Testläufer spiegeln die Ergebnisse eins zu eins wieder. Übrigens loben gerade schwerere Läufer den Bondi dafür, dass seine Sohle gut dämpft ist und nicht nachgibt. Und aufgrund des verbesserten Außensohlengummis verspricht der Schuh jetzt auch gute Haltbarkeit. So eignet er sich für den Dauereinsatz und für lange, ruhige Dauerläufe. Erstaunlich, so ein Tester, dass der Schuh trotzdem so leicht ist. Auch bei einem Tempo von 4:30 Minuten/Kilometer fühlt er sich für mich noch gut an.

Fazit: Der Hoka One One Bondi 6 hat abgerundete Fersenbereiche - die unterstützen ein komfortables Abrollen. Die hohe Dämpfung wurde vor allem von schwereren Läufern gelobt.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 215 Gramm
Sprengung: 4 mm
UVP: 140 €

New Balance 1080 v9

Hersteller
New Balance 1080 v9

Testeindruck: Das Design sollte eigentlich zweitrangig sein bei der Laufschuhwahl. Aber wer sich wegen der Optik für den 1080 entscheidet, macht zum Glück wenig falsch. Mit der optimierten Mittelsohle ist der Schuh leichter geworden und erzielt höchstes Lob von den Schuhtestern, übrigens auch für das neu gestaltete Obermaterial, das jetzt ohne externe Besätze auskommt, atmungsaktiv ist und beste Passform bietet. Die aus einem Teil geformte Fersenkappe mit Memory-Schaum erntete vereinzelt Kritik. "Ich muss den Schuh immer sorgfältig schnüren, damit die Ferse nicht rausschlupft", so ein Testläufer. Dafür sind die Laufeigenschaften auf festem Untergrund (auf der Straße, im Park) ohne Tadel. Für mich bietet er die beste Kombination aus Komfort und Dynamik, so ein Tester stellvertretend. Der Abrollkomfort lässt gemütliches und flotteres Tempo zu, auch für schwerere Läufer.

Fazit: Beim New Balance 1080 v9 wurde die Mittelsohle optimiert - sie ist spürbar leichter geworden und wurde von den Testern hoch gelobt. Ein Schuh, der Komfort und Dynamik vereint.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 253 Gramm
Sprengung: 8 mm
UVP: 170 €

361° Strata 3

Hersteller
361° Strata 3

Testeindruck: Stabilität ist die Devise beim Strata 3, der gegenüber dem bereits sehr gut bewerteten Vorgänger nochmals deutlich aufgewertet wurde. Die Mittelsohle gibt dem Fuß beim Abrollen sehr viel Halt, ist aber zugleich komfortabel und auf viel Dämpfung ausgelegt. Läufer, die beim Abrollvorgang Halt benötigen, finden hier eine sehr gute Lösung. Allerdings muss man dafür auch etwas mehr Gewicht und Steifigkeit der Sohle in Kauf nehmen. Die größte Neuerung besteht in dem Obermaterial mit dem sogenannten More Fit-Schnürsystem: "Das passt sich hervorragend an den Fuß an", resümiert ein Testläufer.

Fazit: Der Strata 3 von 361° ist ein Stabilschuh, der gegenüber dem Vorgängermodell nochmals aufgewertet wurde und viel Dämpfung bietet.

Kategorie: Stabilschuh
Gewicht: 272 Gramm
Sprengung: 8 mm
UVP: 160 €

Nike Air Zoom Vomero 14

Hersteller
Nike Air Zoom Vomero 14

Testeindruck: Charakterwandel wäre das passende Schlagwort für den Vomero 14: Gegenüber dem Vorgängermodell, das superweich und ziemlich stabil (um nicht zu sagen: steif) in der Mittelsohle war, hat die neue Version eine schnelle Mittelsohle erhalten, die nach wie vor gut gedämpft ist, auch durch die nun durchgängige Air-Dämpfungseinheit. Aber der neue React-Schaum gibt beim Fußaufsatz spürbar mehr Energie zurück als die frühere Lunarlon-Version und fühlt sich unter dem Fuß fester an. Er sei positiv überrascht, so ein Vomero-Tester, der anmerkt: Das neue Obermaterial vermittelt eine andere Passform.

Fazit: Beim Nike Air Zoom Vomero 14 steht Dämpfung im Fokus - das sorgt für ein geschmeidiges Laufgefühl. Außerdem gab der React-Schaum im Test spürbar viel Energie zurück.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 233 Gramm
Sprengung: 10 mm
UVP: 140 €

Saucony Guide ISO 2

Hersteller
Saucony Guide ISO 2

Testeindruck: Sauconys Guide ISO 2 erhielt ein moderates Update. Das komfortable Isoft-Obermaterial wurde bereits beim Vorgänger eingeführt, ein weiches Stretchband um den Mittelfuß sorgt für sicheren Sitz während des Abrollvorgangs, wurde von den Testern vereinzelt aber als recht warm beschrieben. Die Passform fällt eher weit aus. "Ich bin gleich beim ersten Mal 25 Kilometer mit dem Schuh gelaufen", so ein Tester, der Erfahrung mit verschiedenen Saucony-Modellen hat. Den Abrollkomfort bezeichnet er als mild stabilisierend. Dämpfung und Rückstellkraft sind hoch, aber die Sohle rollt eher steif ab.

Fazit: Mit moderater Pronationsstütze ist der Saucony Guide ISO 2 ein Laufschuh, der leicht stabilisiert und sich auch gut für längere Läufe eignet.

Kategorie: Stabilschuh
Gewicht: 245 Gramm
Sprengung: 8 mm
UVP: 140 €

Under Armour Hovr Infinite

Hersteller
Under Armour Hovr Infinite

Testeindruck: Das "Infinite" in der Modellbezeichnung darf man getrost auf die grenzenlose Dämpfung beziehen, die das charakteristische Merkmal des Hovr ist. Dabei fühlt sie sich alles andere als soft an. Besonders auf langen Trainingsläufen gefiel einem Tester die Abstimmung der Dämpfung, der sonst oft Probleme mit der Achillessehne hat. Beim Hovr ist die Sohle eher steif, was aber durch ihre Aufbiegung nach vorn hin beim Laufen nicht auffällt: Gerade Rückfuß-Läufer empfinden den Abrollkomfort als sehr harmonisch. Übrigens eignet sich der Hovr auch für etwas schwerere Läufer.

Fazit: Der Hovr Infinite von Under Armour ist ein komfortabler Laufschuh mit smarter Funktion: Er lässt sich dank eingebautem Bluetooth Chip mit der MapMyRun-App koppeln.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 245 Gramm
Sprengung: 8 mm
UVP: 140 Euro

New Balance Fresh Foam Zante Pursuit

Hersteller
New Balance Fresh Foam Zante Pursuit

Testeindruck: Mit einem geringen Gewicht, hoher Flexibilität und einem sehr dynamischen Abrollkomfort hat sich der Zante bei ambitionierten Läufern beliebt gemacht. Die aktuelle Version heißt Pursuit und unterscheidet sich durch das neue Hypoknit-Obermaterial deutlich vom Vorgänger: Es wird in einem Arbeitsvorgang gestrickt, ist luftdurchlässiger und schmiegt sich noch besser an den Fuß. Die Freshfoam-Mittelsohle wurde verschlankt und durch speziell platzierte Einkerbungen flexibler. Das Gewicht wurde so nochmals reduziert. Auch der Verkaufspreis wurde gesenkt. Jede Wette, dass der Zante noch beliebter wird.

Fazit: Der New Balance Fresh Foam Zante Pursuit ist leicht und strapazierfähig. Mit viel Flexibilität und hohem Abrollkomfort eignet sich der Schuh auch gut für Wettkämpfe.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 169 Gramm
Sprengung: 6 mm
UVP: 120 Euro

Reebok Floatride Energy

Hersteller
Reebok Floatride Energy

Testeindruck: Aufgestiegen in die erste Reihe der Top-Performance-Schuhe ist Reebok mit seinen Floatride-Modellen: Ein eTPU (expandiertes thermoplastisches Polyurethan) in der Mittelsohle sorgt für mehr Dämpfung, als man aufgrund des Volumens erwartet, und bietet gute Energierückgewinnung. Gepaart mit dem moderaten Gewicht eignet sich der Schuh auch für ambitioniertes Training und hohes Tempo. Gerade bei langen Wettkampfstrecken bis hin zum Marathon sammelt der Floatride, der sich übrigens auch für schmalere Füße eignet, (Komfort-)Punkte. Durch den günstigen Preis ist er ein echter Geheimtipp.

Fazit: Ist auch für schmalere Füße geeignet: der Floatride Energy von Reebok. Bietet eine tolle Energierückgewinnung und macht auch bei hohem Tempo eine gute Figur.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 217 Gramm
Sprengung: 4 mm
UVP: 100 €

Nike Vaporfly 4% Flyknit

Hersteller
Nike Vaporfly 4% Flyknit

RUNNER'S-WORLD-Testeindruck: Für die Vitrine: Das Marathon-Renntempo von Weltrekordler Eliud Kipchoge schaffen nur die wenigsten - man muss zum Beispiel 400 Meter in 69 Sekunden laufen. Aber dafür kann man seinen Schuh tragen. Der Vaporfly 4% fühlt sich zunächst etwas merkwürdig an. Denn in die durchaus komfortabel gedämpfte Mittelsohle ist eine steife Karbonplatte eingelassen, die beim Abrollen nicht abknickt; man merkt sofort, dass hier alles auf schnellen Vortrieb ausgelegt ist. Der Schuh lohnt sich nur für Tempoläufe. Wer langsamer als 4 min/km läuft, sollte sich den Vaporfly lieber ins Regal stellen.

Fazit: Mit ultraleichtem und reaktionsfreudigem ZoomX-Schaumstoff hilft der Nike Vaporfly 4% Flyknit zu rasantem Tempo. Gut für Läufer, die 4 min/km oder schneller laufen können.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 154 Gramm
Sprengung: 10 mm
UVP: 250 €

On Cloudsurfer 5

Hersteller
On Cloudsurfer 5

Testeindruck: Vom Gewicht her passt der Cloudsurfer eigentlich nicht auf diese Doppelseite. Die relativ hohe Masse resultiert aus der Sohlenkonstruktion mit den Cloudtec-Elementen, die zwar robust sind, aber auch viel Materialeinsatz erfordern. Der Schuh ist trotzdem dynamisch und lässt sich gut für flotte Läufe nutzen. Wobei ein Tester bemerkt: "Ich habe auch die Langsam-Laufqualitäten zu schätzen gelernt. Gerade, wenn ich auf der Ferse lande, ist der Dämpfungskomfort höher." Lob erntete auch das luftdurchlässige, schicke Obermaterial, das mit seiner Innenschuh-Konstruktion sehr gut am Fuß sitzt.

Fazit: Der On Cloudsurfer 5 hat ein recht hohes Gewicht. Im Test überzeugte der Schuh vor allem mit Langsam-Laufqualitäten.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 259 Gramm
Sprengung: 6 mm
UVP: 160 €

Saucony Kinvara 10

Hersteller
Saucony Kinvara 10

Testeindruck: Temposchuh könnte im Lastenheft der Saucony-Entwickler gestanden haben. Das Resultat ist der Kinvara, einer der beliebtesten Tempolaufschuhe überhaupt. Mit seiner leichten, flexiblen Konstruktion und dem atmungsaktiven Obermaterial bietet er gute Argumente. Das Sahnestück ist allerdings die reaktionsfreudige Mittelsohle, die den Sweetspot zwischen Komfort und Speed trifft. Die dünne Everun-Schaumschicht direkt unter der Einlegesohle unterstützt mit ihrem hohen Rückstellmoment das gute Lauffeeling. Für ambitionierte Läufer ist der Kinvara erste Wahl. Sie sind damit auch für einen Wettkampf gerüstet, ob 5 Kilometer, 10 oder Halbmarathon. Gerade im Tempobereich zwischen 3:30 min/km und 5:30 min/km beweist die Mittelsohle, dass Schnelligkeit und Komfort sich nicht ausschließen.

Fazit: Ein beliebter Lightweighttrainer, der das natürliche Laufverhalten unterstützt: Der Saucony Kinvara 10 ist vor allem für ambitionierte Läufer eine hervorragende Wahl.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 195 Gramm
Sprengung: 4 mm
UVP: 135 €

Reebok Harmony Road 3

Hersteller
Reebok Harmony Road 3

Testeindruck: Neutralität ist heute ja ein eher positiv besetzter Begriff, auch wenn das nicht unbedingt der Wortbedeutung entspricht. Was für die Politik gilt, lässt sich auch auf Laufschuhe übertragen. Und da kommt der Harmony Road ins Spiel. Denn er ist ein Neutralschuh in positivstem Sinn. Wo viele steife, voluminöse Mittelsohlenkonstruktionen als neutral "verkaufen", kommt der Road 3 mit einer flachen und vor allem leichten Konstruktion daher. Obendrein bietet er einen eher schmalen Leisten - mithin eine empfehlenswerte Alternative und fast ein Geheimtipp für schmalere Füße, weil auch die Lasche mit Stretchmaterial mit der Sohle verbunden ist und den Mittelfußhalt verbessert. Obendrein punktet die Mittelsohle mit dem Floatride Energy Foam, der sehr gute Dämpfung mit hoher Energierückgewinnung paart.

Fazit: Der Floatride Energy Foam kombiniert viel Dämpfung mit guter Energierückgewinnung. Dank schmalem Leisten ist der Reebok Harmony Road 3 schon fast ein Geheimtipp für schmale Läuferfüße.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 222 Gramm
Sprengung: 8 mm
UVP: 120 €

Salomon Predict RA

Hersteller
Salomon Predict RA

Testeindruck: Parallel zu seinen erfolgreichen Trailschuhen entwickelt Salomon jetzt feine Straßenlaufschuhe wie den Predict. Die Passform ist überragend, die Fersenkonstruktion stammt aus der Produktion eines BH-Herstellers. Das eigenwillige Mittelsohlendesign folgt der Anatomie des Fußes: tiefe Flexkerben sorgen unterhalb der Fußgelenke für eine hohe Beweglichkeit des Schuhs. Daraus resultiert ein weicher und zugleich stabiler Abrollkomfort mit einer eher festen Dämpfung. Geeignet ist der Schuh für ruhige Dauerläufe - auch für schwerere Läufer. Trailliebhaber, die sich auf Asphalt nicht wohlfühlen, finden im Predict eine straßentaugliche Lösung mit Salomon-­Passform. Der bekannte Abenteurer Rickey Gates ist mit dem Predict übrigens sämtliche Straßen San Franciscos abgelaufen. Auch das geht mit diesem Schuh.

Fazit: Der Trailspezialist kann auch Straßenschuh: Der Predict RA von Salomon hat eine überragende Passform und eignet sich auch für schwerere Läuferinnen.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 226 Gramm
Sprengung: 8 mm
UVP: 160 €

Mizuno Wave Inspire 15

Hersteller
Mizuno Wave Inspire 15

Testeindruck: Der Inspire von Mizuno bietet eine stabile Mittelsohlenplattform, die gleichzeitig sehr hohe Dämpfungswerte im Labortest aufweist. Die Sprengung ist größer als bei den meisten anderen Laufschuhen, sprich: die Ferse steht spürbar höher im Schuh als der Vorfuß. Das ist auffällig und im direkten Vergleich mit anderen Schuhen des Tests sofort spürbar. Ob man dies mag, ist eine Frage des Geschmacks und der Gewöhnung. Und so hat der Wave Inspire einige sehr treue Fans, die genau diese Eigenschaft suchen, insbesondere Fersenläufer, die dann in den Genuss der guten Dämpfung im Rückfußbereich kommen. Das neue Obermaterial ist spürbar atmungsaktiver geworden und eignet sich gut für wärmere Tage. Insgesamt ist das Modell stabil ausgelegt, sodass auch kräftige Typen in dem Schuh einen guten Trainingspartner finden.

Fazit: Der Mizuno Wave Inspire 15 ist stabil ausgelegt und hat ein besonders atmungsaktives Obermaterial. Die hohe Sprengung dürfte vor allem Fersenläufern viel Komfort beim Laufen bieten.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 235 Gramm
Sprengung: 12 mm
UVP: 145 €

Hoka One One Mach 2

Hersteller
Hoka One One Mach 2

Testeindruck: Das Äußere und der Charakter stimmen nicht immer überein. Das gilt auch für den Mach 2. Die Modellbezeichnung ist nicht zufällig gewählt, auch wenn man mit dem Schuh keine Schallgeschwindigkeit erreichen wird. Aber die Konstruktion tut ihr Bestes, um sich dieser zumindest anzunähern ? mit nur 228 Gramm und der Rocker-Sohlenkonstruktion, bei der die Sohle vorn hochgebogen ist und den Fuß automatisch in eine Vorwärtsbewegung bringt. Der Mach bietet Hoka-typische Lauf- und Konstruktionseigenschaften: Die Mittelsohle ist relativ dick (32 mm unter der Ferse) und steif. Durch das ,ProFly-Material in der Mittelsohle ist sie spürbar härter gedämpft als beim Mach 1, fühlt sich aber leichter und schneller an, wie ein Tester feststellte. Das ideale Einsatzgebiet für den Mach sind Tempodauerläufe und Straßenwettkämpfe.

Fazit: Der Hoka Mach 2 ist mit einer Rocker-Sohlenkonstruktion ausgestattet. Besonders geeignet für Tempodauerläufe und Wettkämpfe auf Asphalt.

Kategorie: Neutralschuh
Gewicht: 188 Gramm
Sprengung: 7 mm
UVP: 150 €

Brooks Hyperion

Hersteller
Brooks Hyperion

Testeindruck: Wettkampfschuhe sind nicht mehr so angesagt: Die etwas milder ausgelegten Lightweight-Trainer bieten mehr Komfort und Stabilität und eignen sich damit für die meisten Läufer besser fürs Wettkampftempo. Der Hyperion ist ein echter Rennschuh - ein Modell, das kompromisslos für schnelles Laufen auf der Straße entwickelt wurde. Dennoch bietet die leichte Mittelsohle aus DNA-Schaum eine durchaus gute Dämpfung für leichtere Läufer, und das über die gesamte Länge der Mittelsohle, also auch bei Mittelfuß-Aufsatz. Dabei hat der Hyperion, der den T7 Racer ersetzt, mit 10,4 Millimetern für einen Wettkampfschuh eine relativ hohe Sprengung. Er ist auf einem speziellen, relativ schmalen Leisten gebaut und sitzt mit dem dünnen, gewebten Obermaterial wie eine zweite Haut. Zu empfehlen für ein Lauftempo von 4:30 min/km und schneller.

Fazit: Der Hyperion ist Brooks' leichtester Laufschuh. Seine Sohle ist dünn, flexibel und gleichzeitig dämpft sie komfortabel.

Kategorie: Lightweight-Trainer
Gewicht: 184 Gramm
Sprengung: 8,2 mm
UVP: 130 €

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