Die besten Laufschuhe im Test
Die RUNNER’S-WORLD-Laufschuhtests
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Laufschuhe für schwere Läuferinnen und Läufer

Die besten Schuhe bei höherem Gewicht Laufschuhe für schwere Läuferinnen und Läufer

Die Auswahl an Laufschuhen für Läuferinnen und Läufer mit etwas mehr Körpergewicht ist groß. Wir stellen geeignete Modelle vor.

Die Reichweite an Laufschuh-Modellen, die inzwischen erhältlich sind, ermöglicht das Abdecken vieler individueller Bedürfnisse. Auch Läuferinnen und Läufer kommen auf ihre Kosten, deren Körpergewicht nicht dem Idealbild vom Zeitschriftencover und aus der Fitness-Werbung entspricht.

Viele frühere Laufschuhe eigneten sich trotz hohen Dämpfungswerten nicht für Läuferinnen und Läufer mit mehr Körpergewicht. Tatsächlich waren die weichen EVA-Schäume in damaligen Laufschuhen oft der Grund, dass die Schuhe sich schnell verformten oder abnutzten. Läuferinnen und Läufer mit mehr Gewicht haben heute eine viel größere Auswahl.

Warum brauchen Menschen mit mehr Gewicht bestimmte Laufschuhe?

Warum brauchen schwere Läuferinnen und Läufer eigentlich andere Schuhe als schmalere Sportbegeisterte? Um sich den Unterschied in der Beschaffenheit der Schuhe bewusster zu machen, eignet sich ein einfacher Vergleich: Ein großer, schwerer Familienvan fährt auch auf anderen Reifen als ein Kleinwagen. Einige Schuhe sind in ihrer Konstruktion auf leichteres Gewicht ausgelegt. Typischerweise trifft das auf viele Wettkampfmodelle zu, also Schuhe, mit denen hohes Tempo gelaufen wird.

Und bei noch etwas ist Vorsicht geboten, nämlich bei dem Fehlschluss, dass schwere Läuferinnen und Läufer am besten in Stabilschuhen aufgehoben sind – das stimmt pauschal nicht ganz. Wenn jemand mehr Gewicht auf die Wage bringt, sagt das nichts über das Abrollverhalten oder die Biomechanik beim Laufen aus. Es kann also sein, dass jemand mit mehr Gewicht dennoch einen neutralen Laufstil hat. Noch ein Pauschalurteil: Ein Maximum an Dämpfung eignet sich für viel Gewicht. Dahinter steckt ein Missverständnis, denn ein weicher Schuh bietet nicht gleichzeitig eine bessere Aufpralldämpfung. Etwas härterer Mittelsohlenschaum kann für die Druckverteilung deutlich besser geeignet sein. Zudem wird beim Laufen die Statik des Schuhs weniger verändert: Die Sohlencharakteristik eines Laufschuhs ändert sich beim Abrollvorgang durch die Gewichtsbelastung. Da kommt leicht das zwei- dreifache des Körpergewichts zusammen, je nach Tempo und Laufstil.

Sprengung ist nur ein Wert

Die Sprengung eines Schuhs – das betrifft leichte wie schwere Läufer – verändert sich beim Laufen: Bei Laufschuhen wird stets der statische Wert angegeben, und er sagt aus, wie hoch der Unterschied zwischen Rück- und Vorfuß in Millimetern ist. Im Labor gemessen sind das bei Trainingsschuhen meist zwischen 6 und 12 Millimetern. Manche Schuhhersteller (wie Altra, Joe Nimble) konstruieren ihre Modelle auch bewusst mit Null Sprengung, Vor- und Rückfuß stehen auf einem Niveau, wie beim Flip-Flop. Wenn der Schuh belastet wird – und die meisten Läuferinnen und Läufer landen mit der Ferse zuerst – wird die „dynamische Sprengung“ deutlich geringer – und kann mitunter den Bewegungsapparat deutlich mehr belasten. Eben dann nämlich, wenn die Mittelsohle des Laufschuhs zu weich ist, die Ferse zu tief einsinkt und der Körper dann mehr arbeiten muss, um den Fuß abrollen zu lassen; bei einer festeren Mittelsohle wäre das einfacher.

Beispiele für Mittelsohlenschäume, die auch bei höherer Gewichtsbelastung gut funktionieren, sind Produkte wie Adidas Boost, Asics Flytefom, Brooks DNA, Nike React, Reebok Floatride oder Saucony Pwrrun+. Wobei in jedem Fall entscheidend ist, in welches Modell diese Schäume eingebettet sind.

Unsere Laufschuh-Empfehlungen für Läuferinnen und Läufer mit höherem Gewicht

Hoka Kawana

Hoka Kawana
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Hier bestellen: Frauenmodell oder Männermodell

Auch wenn der Hoka Kawana als Alltagsschuh beworben wird, ist er vor allem ein Laufschuh – und zwar einer mit Fokus auf viel Komfort und Dämpfung. Beim ersten Hineinschlüpfen fällt sofort auf, dass der Schuh nicht so weit ausfällt, wie es die massive Optik zunächst vermuten lässt. „Wenn ich ihn anziehe, verschmilzt mein Fuß förmlich mit dem Schuh“, urteilt ein Testläufer mit eher schmalen Füßen. Doch auch jene Testläufer mit breiteren Füßen lobten die Passform. Auffällig ist überdies die Konstruktion des anatomisch nach hinten gebogenen Bereichs rund um die Achillessehne. Hier entsteht keinerlei Druck auf die Achillessehne, was diese spürbar entlastet. Gleichzeitig wird die Ferse durch zwei Wülste im inneren Bereich des Rückfußes sicher gehalten.

Beim Blick von oben fällt auf, wie ausladend der Schuh rundherum ist. Der Kawana bietet in der Tat eine enorme Standfläche, was beim Abrollvorgang viel Sicherheit vermittelt. So liefert der Schuh ganz ohne Stützelemente viel Stabilität. Das liegt auch auch den der eher festen Mittelsohle, die vor allem für schwere Läuferinnen und Läufer eine gute Option ist. Die Mittelsohle hat übrigens eine leicht gebogene Rocker-Geometrie, wodurch der Schuh harmonisch abrollt.

Gewicht: 237 Gramm (Frauen), 283 Gramm (Männer)
Sprengung: 5 Millimeter (Frauen: 27/22 Millimeter, Männer: 30/25 mm Millimeter)
Preis: 140 Euro

Brooks Adrenaline GTS 21

Brooks Adrenaline GTS 21
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Hier bestellen: Frauenmodell (139,95 €) oder Männermodell (139,95 €)

Der Adrenaline ist ein Dauer(b)renner, zum vierten Mal hintereinander hat er bei der RUNNER‘S WORLD-Leserwahl den ersten Platz in seiner Kategorie (Bewegungskontrollschuhe) erreicht: und das mit dem besten Ergebnis, das er je erreicht hat bei der Leserwahl. Mit der aktuellen Überarbeitung ist seine Zielgruppe noch größer geworden. Der Adrenaline ist ein stabil konstruierter Trainingsschuh. Die Mittelsohle dämpft gut, gerade für Fersenläufer, ist aber nicht zu weich und bietet einen noch sanfteren Abrollkomfort als beim GTS 20 - davon profitieren auch schwerere Läufer. Die „Guiderails“ in der Mittelsohle sind so etwas wie ein Spurhalte-Assistent beim Auto; je stärker der Bewegungsablauf von der Mitte abweicht, desto stärker greift das Rail ein. Sonst: Das Obermaterial ist sehr weich, die Lasche ist mit dem Sohlenbereich verbunden, die Sprengung ist recht hoch, der Vorfuß recht breit. Ein Tipp auch für Einsteiger oder Viel-Läufer.

Gewicht: 258 Gramm (Frauen), 294 Gramm (Männer)
Sprengung: 12 Millimeter
Preis: 140,00 Euro

Brooks Cascadia 16

Brooks Cascadia 16
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Der Cascadia 16 hat nun eine neue Außensohle, eine Mittelsohle mit reaktiverem DNA Loft V2-Schaum und einer neuen Passform durch das neue Obermaterial. Im Zehenbereich ist spürbar mehr Platz. „Der Sitz am Fuß ist super, der Laufkomfort nochmal auf einem höheren Niveau“, bestätigt ein Testläufer. Die Allround- und die Trail-Eigenschaften sind noch einmal verbessert. Die Qualität des Obermaterials und die Passform sind ebenfalls verbessert. Negativ angemerkt, wenn man Kritikpunkte finden will, wurde von Läufern mit schmalen Füßen der weite Sitz des Obermaterials und die gegenüber anderen Modellen etwas schlechtere Traktion.

Ansonsten hat der Cascadia 16 das Zeug, seine beliebten Vorgängermodelle in allen Punkten zu übertreffen. Er ist vielleicht nicht so sehr gedämpft wie der Caldera 5 von Brooks, bietet nicht so viel Speed wie der Catamount, aber dafür ist der Cascadia das universelle einsetzbare Angebot mit mehr Traileignung. Und vergleichbar ist er mit Modellen wie Hoka Speedgoat, Altra Olympus oder auch der Asics Trabuco Max.

Gewicht: 298 Gramm (Männer), 269 Gramm (Frauen)
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 140 Euro

Saucony Guide 14

Saucony Guide 14
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Hier bestellen: Frauenmodell (132,95 €) oder Männermodell (132,95 €)

Eine Aufwertung hat der Guide 14 erfahren, der in der neuen Version - ähnlich wie Brooks und Asics (oben) - deutlich komfortabler geworden ist. Verantwortlich dafür ist beim Guide 14 eine zusätzliche Dämpfungsschicht mit „PWRRUN+“, einem sehr weichen und responsiven Schaum. Dadurch sind immerhin 32,5 mm Dämpfungsschaum unter dem Rückfuß, die sich auch höherem Körpergewicht gut anpassen. Das dämpft den Abrollvorgang, der aber nach wie vor durch Stabilität geprägt ist, Grund: Die sehr stabile mediale TPU-Konstruktion. Läufer, die das Nach-innen-knicken des Fußes bremsen wollen, finden hier eine robuste Lösung. Zudem verhindert die gut gepolsterte, aber trotzdem extrem stabile Fersenkappe ein seitliches Ausbrechen des Fußes. Dabei hilft auch der gute Sitz im Mittelfuß, wo die Lasche über elastische Bänder seitlich mit der Mittelsohle verbunden ist. Die seitlich um den Mittelfuß herumreichenden „Fascia“-Bänder stabilisieren den Abrollvorgang.

Gewicht: 266 Gramm (Frauen), 298 Gramm (Männer)
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 140,00 Euro

Adidas Ultraboost 22

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Auch in der neuesten Version garantiert das erfolgreiche Adidas-Modell maximalen Komfort bei effizienter Energierückführung. Dafür sorgt die altbewährte Boost-Dämpfung in der Zwischensohle, die aus winzigen gepressten eTPU-Kügelchen besteht. Ganz besonders unter der Ferse ist der Ultraboost 22 sehr weich, sodass Läuferinnen und Läufer, die auf der Ferse landen, hier in den Genuss einer komfortablen Dämpfung kommen.
Der Ultraboost ist ein neutraler Schuh für lange Läufe und moderates Tempo, büßt dabei aber nicht an Dynamik ein. Läuferinnen und Läufer mit Achillessehnen-Problemen werden sich an der weich und flach konstruierten Fersenschale erfreuen.
Eine Neuheit: Erstmals gibt es eine speziell entwickelte Frauenversion des Schuhs, die an die weibliche Fuß-Anatomie zugeschnitten ist.

Gewicht: 283 Gramm (Frauen), 338 Gramm (Männer)
Sprengung: 10 Millimeter
Preis: 180,00 Euro

Asics Gel-Nimbus 23

Asics Gel-Nimbus 23
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Ein Beipackzettel wäre nötig, um all die Technologien aufzuzählen, die Asics in den Nimbus reingepackt hat. Für den Laufeindruck zählt allerdings: Der Nimbus gehört zur Spitzengruppe der Komfortklasse. Prompt merkt ein Testläufer an: „Asics hat es hier auf die Spitze getrieben in punkto weichem Abrollverhalten, dafür bleiben das Lauffeeling oder der Wunsch nach Tempo auf der Strecke!“ Aber wer schnell laufen will, greift also lieber zu anderen (Asics-) Modellen. Der Komfortkünstler Nimbus kümmert sich um das sanfte Verwöhnprogramm für Läuferfüße und eignet sich bei neutralem Abrollverhalten auch sehr gut für schwerere Läufer. Unbedingt erwähnenswert: Die Damenversion ist „gender specific“, was nicht nur die Passform betrifft, sondern auch die Sohlenkonstruktion: Die Ferse steht höher, der Vorfuß ist flexibler. „Ein Wohlfühlschuh für lange Läufe, Genussläufe und Plauder-Runden,“ bringt es eine Testläuferin auf den Punkt. Komfort auch für Mittel- und Vorfußläufer: Auch im Vorfußbereich ist unter dem Ballen GEL-Dämpfung plus die Flytefoam Propel-Mittelsohle.

Gewicht: 250 Gramm (Frauen), 309 Gramm (Männer)
Sprengung: 13 Millimeter (Frauen), 10 Millimeter (Männer)
Preis: 180,00 Euro

Mizuno Wave Skyrise 2

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Hier bestellen: Frauenmodell (125,96 €) oder Männermodell (132,95 €)

„Wow, ist der komfortabel“, beginnt eine Läuferin ihren Testbericht. Und das bezieht sich auf das Gesamtkunstwerk, das Mizuno hier erschaffen hat. Der Schaft ist aus einem Stück gearbeitet, das aus zwei Lagen besteht: einem äußeren Gestrick mit unterschiedlich festen Bereichen (direkt über der Sohle und im Mittelfuß- und Schnürbereich fester, über den Zehen luftiger und elastischer) und einer inneren leichten Polsterung. Die Kombi macht alle Bewegungen mit und schmiegt sich sanft an den Fuß. Die Lasche, Fersenbereich und Schuhkragen sind bequem gepolstert. Die stabile Fersenkappe und der Zehenschutz fügen sich störungsfrei in den Schaft ein. Die „Foam Wave“ verleiht dem Schuh Dynamik, „selbst zum Tempodauerlauf“, so ein Tester, „aber auch Halbmarathon oder Marathon kann ich mir mit dem Skyrise 2 gut vorstellen.“ Die Schnürung ist klassisch konstruiert, „lässt sich aber außergewöhnlich gut justieren“ so eine Testerin.

Gewicht: 240 Gramm (Frauen), 300 Gramm (Männer)
Sprengung: 10 Millimeter
Preis: 140,00 Euro

On Cloudstratus 2

On Cloudstratus 2
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Hier bestellen: Frauenmodell (179,95 €) oder Männermodell (179,95 €)

Der Cloudstratus kam im Sommer 2019 erstmals auf den Markt – jetzt, in der zweiten Generation, verfügt er über eine weichere Dämpfung, eine optimierte Zwischensohle und mehr recycelten Content im Oberschuh. Mit dem Fokus auf verbesserte Dämpfung und Energierückgabe wurde in der Mittelsohle der leistungserprobte Helion Superfoam verwendet für die hier doppelt angeordnete „Cloudtec“-Dämpfung. Sie dämpft besser als bei jedem anderen On-Modell. Das wird von Testläufern voll bestätigt: „Dämpft äußerst angenehm“, schreibt eine Testerin und ergänzt, „das kannte ich so soft von On bislang gar nicht.“ Im Verbund mit dem stabilen Speedboard und der externen Fersenkappe bietet der Cloudstratus viel Stabilität. die „Sternschnürung“ ist fummelig, sorgt aber für guten Sitz, die Passform ist wie beim Vorgänger, eher weit. Die gebogene Leistenform ist für Fersen- und auch für Mittelfußaufsetzer gut geeignet. Das Ergebnis: ein angenehm dynamisches Laufgefühl. Gut: On den Vorfußbereich etwas breiter gestaltet, um den Zehen mehr Bewegungsfreiheit zu geben.

Gewicht: 270 Gramm (Frauen, Größe 38), 349 Gramm (Männer, Größe 43)
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 179,95 Euro

Asics Gel-Kayano 28

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Hier bestellen: Frauenmodell (180,00 €) oder Männermodell (180,00 €)

Der Gel-Kayano ist ein stabiler Trainingsschuh. Er gehört nicht in die Klasse der Super-Komfortschuhe. Er gehört nicht in die Klasse der dynamischen Schuhe mit den super energiegeladenen Mittelsohlen. Er ist nicht zum schnellen Laufen gedacht. Aber der Gel-Kayano ist eine hervorragende Universallösung für den Alltags-Trainingseinsatz. Ob für das Marathontraining, die langen, ruhigen Läufe, oder für den Laufanfänger, der einen verlässlichen, stabileren Trainingsschuh sucht. Der Gel-Kayano 28 bietet ein breites Einsatzspektrum. Die Passform ist im Vergleich zum Vorgänger gleichgeblieben, mit dem sehr komfortablen Schuhkragen, gepolsterter Lasche – aber leicht vergrößerter Zehenbox. Verändert wurden die jetzt flachere Fersenkappe und die Sohlen-Stabilitätselemente: Das geschlechtsspezifische „Space-Trusstic“ sowie „Duomax“ wirken jetzt mehr im Hintergrund, greifen nicht so direkt in den Abrollvorgang ein. Zusammen mit dem neuen, sehr reaktiven Mittelsohlenschaum ergibt sich ein deutlich dynamischeres Laufgefühl. Für leichte bis schwere Läufer ein stabiler, sehr gut gedämpfter Trainingsschuh.

Gewicht: 250 Gramm (Frauen), 310 Gramm (Männer)
Sprengung: 10 Millimeter
Preis: 180,00 Euro

Brooks Glycerin 19 GTS

Brooks Glycerin 19 GTS
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Die Stabilversion „GTS“ vom Glycerin gibt es jetzt parallel zur neutralen Variante Glycerin 19 - und hat die Testläufer sehr beeindruckt. Die GTS-Version hat stabilisierende Elemente, „GuideRails“, im Außenbereich der Mittelsohle. Sie wirken wie eine Art Geländer, mindern ein Einknicken des Fußes in der Abrollbewegung. Das ist eine interessante Mischung, denn der Glycerin ist, wie sein Vorgänger, sehr flexibel und torsionsfreudig, dazu äußerst komfortabel gedämpft und mit weichem Abrollverhalten, das sich für Fersenaufsetzer empfiehlt. „Der Schuh hat mich von meinen Knieschmerzen befreit“, schreibt eine Testläuferin begeistert. Neben dem Beast und dem Ghost von Brooks ist der Glycerin 19 GTS die dynamischere Variante, die sich aber wie die beiden anderen Modelle sehr gut auch für schwerere Läufer eignet.

Gewicht: 266 Gramm (Frauen), 303 Gramm (Männer)
Sprengung: 10 Millimeter
Preis: 170,00 Euro

Mizuno Wave Rider 25

Mizuno Wave Rider 25
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Die Jubiläumsversion Wave Rider 25 kombiniert das softe, dynamische Laufgefühl des Mizuno-Enerzy-Schaums mit einer stabileren und größeren Mizuno Wave. Somit läuft sich der Rider nun weich und bouncy, aber zugleich stabil im Rückfußbereich.

Gewicht: 230 Gramm (Frauen), 275 Gramm (Männer)
Sprengung: 12 Millimeter
Preis: 150,00 Euro

Brooks Ghost 14

Brooks Ghost 14
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Hier bestellen: Frauenmodell (139,95 €) oder Männermodell (139,95 €)

Der Brooks Ghost ist nicht umsonst einer der meistverkauften Laufschuhe: Er bietet eine extrem gelungene Kombination aus sehr guter Dämpfung, dynamisch, geschmeidigem Laufverhalten und geringem Gewicht. Und das Beste, er passt so für extrem viele Ansprüche, was Tempi, Streckenlängen und Läufertypen betrifft. Ein perfekter Allrounder also, der dazu jetzt noch CO2-neutral gefertigt wird. Was will man mehr.

Gewicht: 255 Gramm (Frauen), 280 Gramm (Männer)
Sprengung: 12 Millimeter
Preis: 140,00 Euro

Nike ZoomX Invincible Run Flyknit

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Drei Elemente fallen beim ZoomX Invincible Run Flyknit auf. Erstens: Vorbei sind die Zeiten bei Nike, als supersteife Bewegungskontrollschuhe als die Lösung aller Läuferprobleme gesehen wurden. Das Paradigma der Pronationskontrolle, das dahinterstand, wurde ersetzt. Jetzt wird Dämpfung als oberstes und wichtigstes Prinzip erachtet.

Der zweite Punkt betrifft die Stabilität: Die Zeit der Pronationskontrolle ist vorbei. Es gibt laut Nike keinen Beweis, dass durch sie Verletzungen vermieden werden. Und das Team suchte, so ein Nike-Entwickler, „nach einem demokratischeren Ansatz für Stabilität – ohne Bewegungskontrolle.“ Eine technische Lösung fanden die Entwickler in einem einfachen Trick. Die Mittelsohlen-Plattform wurde vergrößert, um die zusätzliche Dämpfung unterzubringen und eine stabilere Plattform zu bieten.

Dritter Punkt: Um einen sanften, flüssigen Abrollvorgang zu ermöglichen, hat das Nike-Entwicklungsteam im eigenen Haus abgekupfert. Die Rocker-Geometrie ist von den Vaporfly-Modellen entlehnt. Der Abrollkomfort lässt sowohl ruhiges, langsames Tempo wie auch flottes Trainingstempo zu, wobei der Schuh sich klar an Einsteiger und Hobbyläufer richtet, die einen komfortablen Allround-Trainingsschuh für festen Untergrund suchen.

Gewicht: Männer 314 g (US 10), Frauen: 253 g (US 8)
Sprengung: 9 mm
Preis: 180 Euro

Saucony Triumph 19

Saucony Triumph 19
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Hier bestellen: Frauenmodell (161,45 €) oder Männermodell (161,45 €)

Die Zielflaggen-Optik lässt den Schuh schnell aussehen. Aber die Abstimmung der Mittelsohle und der damit verbundene Abrollkomfort sind auf maximalen Komfort, ausgelegt auch bei höherem Körpergewicht. Saucony setzt auf den vom Vorgänger bekannten Mittelsohlenschaum ( „PWRRUN+“) in der Mittelsohle, der ein weiches Dämpfungsgefühl und einen sanften Abrollkomfort liefert, „der selbst für Vor- und Mittelfußaufsetzer soft ist“, so ein Testläufer. „Aber bei ruhigem Trainingstempo läuft er sich sehr bequem“ Das neue, Obermaterial ist auch spürbar luftiger: „Der Schuh fühlt sich damit leichter an“, so ein Testläufer, „sitzt aber nicht so stramm im Mittelfußbereich.“

Gewicht: 258 Gramm (Frauen), 290 Gramm (Männer)
Sprengung: 8 Millimeter
Preis: 170,00 Euro

Joe Nimble Nimble Toes Trail Addict

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Auch beim Addict wird, wie bei allen Joe Nimble-Modellen, konsequent das Prinzip der Zehenfreiheit verfolgt: Derzeit gibt kaum einen vergleichbaren Laufschuh mit so viel Platz im Zehenbereich. Der Hersteller spricht von seinem „Functional Footwear“-Konzept, da dem Fuß die erforderliche Zehenfreiheit gewährt wird. Auch der Addict hat eine flache Sohlenkonstruktion, Ferse und Vorfuß stehen auf einem Niveau (0 mm Sprengung). Der Addict bietet trotz des flachen Schuhaufbaus ein komfortables, leicht gedämpftes Abrollverhalten. Trotz der Dämpfungsschicht zeigt sich die Konstruktion des Addict äußerst flexibel. Das liegt vor allem an der Außensohle, die von Gummispezialist Michelin stammt.

Als willkommener Nebeneffekt erweist sich die Sohle wie auch die Gesamtkonstruktion des Schuhs als äußerst robust und langlebig, „kein anderer Testschuh hat derzeit dieses Qualitätsniveau“, so ein Testläufer. Empfehlenswert ist der Addict nicht nur für ambitionierte Läuferinnen und Läufer. Wer sich mit dem Addict wohl fühlt, aber auf Trails und Waldwegen laufen möchte, kann sich auch die Trail-Version des Addict anschauen. Neben besserer Bodenhaftung überzeugt der Addict Trail im direkten Vergleich durch ein deutlich robusteres Obermaterial.

Gewicht: 250 Gramm
Sprengung: 0 Millimeter
UVP: 179 Euro

Hoka Speedgoat 4

Hoka One One Speedgoat 4
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Der Speedgoat 4 wirkt vielleicht auf den ersten Eindruck etwas abschreckend: Die voluminöse Zwischensohle, ganz nach Hoka-Art, das grobe Außensohlenprofil und das auffällige Design – all das muss man mögen. Die Laufeigenschaften dieses Trail-Allrounders sind von der „Rocker“-Konstruktion der Mittelsohle, der sehr komfortablen Dämpfung und der grobprofiligen Außensohle geprägt. Die jetzt leicht überarbeitete Außensohle kommt von Vibram, dem italienischen Außensohlenspezialisten, und funktioniert auch auf nassem Untergrund hervorragend. Vor allem ist der Grip aber auf Sand und weichem Untergrund überragend gut. Und das gilt vor allem auch bei Bergab-Passagen: „Der Speedgoat gibt spürbar mehr Halt als viele vergleichbare Trailschuhe“, urteilt ein Testläufer und ergänzt, „dazu hat die Sohle aber hervorragende Hybrid-Eigenschaften, man kann ohne Einschränkung auch Asphalt-Passagen damit laufen.“

Entgegen dem wuchtigen optischen Eindruck läuft sich der immerhin etwa 300 Gramm schwere Schuh durchaus dynamisch. Insofern ist der Speedgoat eine Empfehlung sogar für Ultra-Traildistanzen. Aber mit seinen Allroundqualitäten ist das Flaggschiff der Hoka-Trailschuhe funktionell so breit aufgestellt, dass er gleichermaßen für Laufanfänger, Trail-Einsteiger und Trail-Profis eine äußerst attraktive, komfortable Lösung darstellt. Hier geht es zum ausführlichen Testbericht.

Fazit: Der Speedgoat 4 ist für jede Form von Trail-Einsatz geeignet, ein Trail-Allrounder sozusagen, er passt für Passagen von alpinem Gelände bis zu befestigten Waldwegen und für nahezu alle Lauftempi und Streckenlängen.

Gewicht: 306 (Männer), 263 Gramm (Frauen)
Sprengung: 4 Millimeter
Preis: 140 Euro

Asics Trabuco Max

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Der Trabuco ist seit vielen Jahren einer der beliebtesten Trailrunningschuhe. Mit der neuen Version als Trabuco Max dürfte sich das verfestigen. Denn beliebt war der Trabuco schon immer als Multitalent – mit dem man auf leichten Trails, Wald- oder Wanderwegen sehr komfortabel unterwegs ist. Der „Max“ betont diese Stärke – bietet jetzt mit der 28 Millimeter hohen Mittelsohle (Ferse; 23 Millimeter vorne) und einer zusätzlichen „Flytefoam“-Dämpfungsschicht noch mehr Dämpfung. „Herrlich gedämpft, superweicher Lauf mit hohem Bounceeffekt, toll!“, beschreibt es ein Testläufer. Somit ist dieser Trabuco noch besser geeignet für lange Trailstrecken, auch über rauen Untergrund, nur bei tiefem Matsch sind die eher flach gebauten Stollen schnell überfordert. Die „Guidesole“ mit ihrer leichten Rocker-Konstruktion (bekannt auch vom Glideride-Straßen-Laufschuh) passt dann zum Komforteindruck, bringt sehr viel Schutz und Stabilität in den Abrollvorgang. Bei solchen Einsätzen hat auch das Speed-Lacing-System gut gefallen, „ich konnte mir je nach Strecke – ob up- oder Downhill – schnell die Schnürung justieren“, so ein Tester. So hat der Trabuco Max jetzt auch das Potential, sich in die Herzen der Hardcore-Trailrunner zu laufen. Eine Einschränkung gilt es zu bedenken: Die Leistenform passt besser für schmale und mittelbreite Füße. Im Zehenbereich ist es ansonsten schnell zu eng. Vergleichbar ist er mit Modellen wie dem Altra Olympus oder einem Hoka Speedgoat.

Gewicht: 297 Gramm (Männer), 237 Gramm (Frauen)
Sprengung: 5 Millimeter
Preis: 160 Euro

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