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Nike Air Zoom Pegasus 38 im Test

Die neue Version: Weicher und reaktiver Der Nike Air Zoom Pegasus 38 im Test

Das Rezept für diesen Schuh ist bewährt: Der Pegasus gilt als Inbegriff eines guten Dämpfungsschuhs – auch in der 38. Version.

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Das Rezept für diesen Schuh ist eines der ältesten aus der Laufschuhküche: Der Pegasus ist der Inbegriff eines guten Dämpfungsschuhs – auch in der 38. Version. Er ist ein Langläufer unter den Laufschuhen. Der Pegasus wurde 1983 erstmals vorgestellt – und trägt heute, in der jetzt gültigen 38. Version, eine der aktuellsten Laufschuhsilhouetten. Ja, man muss schon zweimal hinschauen – denn tatsächlich haben die Nike-Designer im Pegasus einige Zitate an die populären Wettkampfmodelle aus der Vaporfly-Serie einfließen lassen: Mit der Farbgebung und voluminösen Mittelsohlenoptik wirkt der Pegaus 38 wie ein Ableger der Marathon-Weltrekordschuhe.

Nur noch ein Luftkissen

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Das Obermaterial hat einen schnellen Look und passt sich sehr gut dem Fuß an.

Technisch hat es beim Pegasus einige Detailveränderungen gegeben, die dennoch spürbar sind. Beim Pegasus 37 gab es bereits eine komplett überarbeitete Mittelsohle. Die Pegasus-Modelle standen schon immer für hohen Dämpfungskomfort. Für diesen sorgt hier, wie beim Vorgängermodell, vor allem der „React“-Dämpfungsschaum. Dieses Mittelsohlenmaterial wurde erstmals 2018 präsentiert, es ist ein thermoplastisches Polymer, das für hohen Dämpfungskomfort und Energierückgabe sorgt – bei gleichzeitig niedrigem Gewicht. Es verleiht dem Pegasus ein sehr guten Komfort, gleichzeitig hat es aber einen gewissen Kick: Ein Testläufer fasste zusammen, dass diese Mittelsohle die Qualität Pegasus ausmacht: „Ich laufe mit dem Pegasus eigentlich alles, vom ruhigen Dauerlauf bis zum Tempo-Dauerlauf auf der Bahn.“

Das Zoom Air-Dämpfungselement, welches sich früher über die gesamte Zwischensohle zog, sitzt nun nur noch im Vorfußbereich. Dafür ist es dicker und größer. Der sonstige Zwischensohlenschaum ist jetzt statt aus Cushlon aus dem neuen React-Material gefertigt. Das wurde 2019 mit dem Launch des Modells React Infinity erstmals vorgestellt und soll helfen, Überlastungen und Verletzungen zu vermeiden. Und es soll für einen energetischeren Abdruck sorgen. Dafür wird das Luftkissen für die Frauen- und die Männerversion unterschiedlich ausgelegt – mit höherem Druck in den Luftkammern der Männerversion.

Weicher als frühere Modelle

Der neue Pegasus 38 ist wie bereits der Vorgänger, von dem er den Zwischensohlenaufbau übernommen hat, spürbar weicher als die früheren Pegasus-Modelle, aber die Zwischensohle auch spürbar reaktiver als die der Vorgänger. Sowohl beim Fußaufsatz, wie auch beim Fußabdruck ist der Unterschied deutlich bemerkbar zu früheren Modellen des Pegasus. Wesentlich für das Tragegefühl ist der insgesamt voluminöse Zwischensohlenaufbau (Sohlendicke: Vorfuß 14 mm, Ferse 24mm), die Sprengung bleibt aber bei 10 Millimetern, wie schon bei früheren Pegasus-Modellen. Die meisten unserer Pegasus-Tester fanden das neue Dämpfungsverhalten des Pegasus 38 „sehr ansprechend“, eine Testerin fand den Pegasus aber „ein bisschen zu weich“.

Leicht überarbeitete Passform

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Die Außensohle des Pegasus 38.

Eine Neuerung gibt es bei der Leistenform, auf der der Pegasus konstruiert wird: Im Obermaterial bietet der 38er etwas mehr Platz. Das ist im Mittelfuß- und im Ballenbereich spürbar. Parallel wurde die Fersenkonstruktion überarbeitet, da gab es Kritik beim Pegasus 37. Sie bietet besseren Halt als beim Vorgänger – dies wird Läuferinnen und Läufer mit eher schmaler Ferse freuen. Allerdings ist, so berichten die Testläufer, dass der Schuh im Zehenbereich eher schmal geraten ist, beziehungsweise läuft die Zehenbox relativ spitz zu – der Pegasus ist nicht die ideale Wahl für Läufer mit sehr breitem Fuß. Allerdings ermöglich das sehr gute Schnürsystem in Verbund mit der gepolsterten Lasche eine gute Anpassung des Obermaterials und eine gute Verbindung zwischen Fuß und Schuh (die parallel erhältliche Fly-Ease Variante hatten wir nicht zum Test; sie bietet vor allem ein schnelleres An- und Ausziehen des Schuhs, die Laufeigenschaften sind davon nicht betroffen).

Fazit: Weiterhin der neutrale Allrounder

Der Pegasus 38 ist durch subtile Veränderungen einen kleinen Touch komfortabler geworden – ohne dass seine Allroundqualitäten darunter gelitten haben. Der Pegasus bleibt seiner Modelltradition treu und ist ein gut dämpfender, neutraler Trainingsschuh. Vergleichbare Modelle sind etwa Brooks Launch, Saucony Kinvara, On Cloud, New Balance Fuelcell Rebel oder True Motion Nevos. Die Dämpfung des Pegasus ist (zum Glück) nicht super soft, aber die Sohlenkonstruktion immer noch flexibel genug, dass man sich den Pegasus auch als schnellen Schuh für einen Tempotraining oder gar einen Wettkampfeinsatz vorstellen kann; die optische Anlehnung des Pegasus 38 an die Vaporfly-Wettkampfmodelle ist insofern keine Täuschung.

Der Nike Air Zoom Pegasus 38 in Zahlen

Typ: Dämpfungsschuh
Gewicht: 260 Gramm (Herren), 252 Gramm (Damen )
Sprengung: 10 Millimeter
UVP: 120 Euro
Hier bestellen: Männermodell oder Frauenmodell

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