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Die neue Version: Weicher und reaktiver Der Nike Air Zoom Pegasus 37 im Test

Der Pegasus von Nike geht in seine 37. Runde. Das aktuelle Modell kommt vor allem mit einer komplett überarbeiteten Zwischensohle auf den Markt.

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Als 1983 das Pegasus-Modell von Nike erstmals vorgestellt wurde, war der erste Eindruck der damaligen Tester (und des Verfassers dieser Zeilen): „Boah, ist der weich…!“ Grund war die Nutzung eines bis dato nahezu unbekannten Dämpfungssystems namens: „Nike Air“. Und der noch wichtigere Grund: Es gab damals so gut wie gar keine Dämpfungssysteme in Sportschuhen. Das „Air Wedge“ des ersten Pegasus war nichts anderes als ein kleines Luftkissen, welches in das Zwischensohlenmaterial der Ferse integriert war.

Nike Air Zoom Pegasus 37
3:55 Min.

Der beste Allrounder unter den Laufschuhen

Nun lassen sich die Dämpfungseigenschaften des damaligen Luftkissens und die „Weichheit“ des Auftritts in keiner Weise mit heutigen Dämpfungseigenschaften vergleichen. Aber wer regelmäßig weiter die Pegasus-Modelle der letzten Jahrzehnte gelaufen ist, weiß, dass seine ausgewogene Dämpfung ohne behäbige Abrolldynamik immer schon sein Alleinstellungsmerkmal war.

Das machte den Schuh neben der hervorragenden Passform zu einem der besten Allrounder unter den Laufschuhen – aller Zeiten. Oder anders gesagt: Der Pegasus war immer ein Modell für ganz viele Laufansprüche, ein Modell, mit dem man nahezu alles machen konnte/kann. Deshalb ist der Pegasus zurecht zum meistverkauften Laufschuhmodell Nikes geworden.

Weniger Luftkissen, anderer Zwischensohlenschaum

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Der Schaumstoff in der Mittelsohle ist leicht, federnd und strapazierfähig. Mehr Schaumstoff sorgt für bessere Dämpfung, ohne unnötiges Gewicht

Gab es zuletzt auch Jahre, in denen eine neue Pegasus-Version sich kaum von der Vorgänger-Version unterschied, ist das dieses Jahr definitiv anders. Das Herz des Pegasus Nummer 37 schlägt anders, als das von Nummer 36. Die Zwischensohle, Basis der Funktionalität bei Fußauftritt, Abrollen und Fußabdruck wurde komplett überarbeitet.

Das Zoom Air-Dämpfungselement, welches sich früher über die gesamte Zwischensohle zog, sitzt nun nur noch im Vorfußbereich. Dafür ist es dicker und größer. Der sonstige Zwischensohlenschaum ist jetzt statt aus Cushlon aus dem neuen React-Material gefertigt. Das wurde 2019 mit dem Launch des Modells React Infinity erstmals vorgestellt und soll helfen, Überlastungen und Verletzungen zu vermeiden.

Neues Tragegefühl durch neues Dämpfungsverhalten

Der neue Pegasus 37 ist in der Folge spürbar weicher als der Vorgänger, aber seine Zwischensohle auch spürbar reaktiver als die des Vorgängers. Sowohl beim Fußaufsatz, wie auch beim Fußabdruck ist der Unterschied deutlich bemerkbar, wenn man erst das alte und dann direkt anschließend das neue Modell läuft.

Wesentlich für das neue Tragegefühl ist auch der insgesamt volumigere Zwischensohlenaufbau (Sohlendicke: Vorfuß 14 mm, Ferse 24mm), die Sprengung bleibt aber bei 10 Millimetern. Die meisten unserer aktuellen Pegasus-Tester fanden das neue Dämpfungsverhalten des Pegasus 37 „sehr ansprechend“, eine Testerin fand den Pegasus aber „ein bisschen zu weich“.

Schaft und Passform wurden überarbeitet

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Das durchsichtige Obermaterial hat einen schnellen Look und stützt den Fuß beim Laufen. Durchgehend platzierte Mesh-Details ermöglichen Belüftung.

Der Schaft scheint im neuen Modell etwas leichter gearbeitet zu sein, ist dadurch allerdings nicht atmungsaktiver als der des Vorgängers, die Optik unserer Testschuhe war extrem edel. Der dunkel schimmernde Farbverlauf der Männer-Testmodelle (Farbbezeichnungen: Schwarz/Valerian Blue/Spruce Aura/Ghost Green) verlieh dem Schuh im Sonnenlicht eine einzigartige Optik.

Mehr Halt, Grip und Komfort

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Das Mittelfußband passt sich der Fußgröße an und sorgt dadurch bei jedem Schritt für Tragekomfort und Halt.

Wichtiger als die ansprechende Optik ist allerdings die gelungene Integration eines Mittelfußbandes im Schaft, das passt sich der individuellen Fußform des Nutzers an und sorgt dadurch bei jedem Schritt im Mittelfuß für guten Halt und verbessert den Tragekomfort des neuen Pegasus in diesem Bereich nochmal.

Insgesamt ist die Passform eher etwas schmaler, das betrifft Mittel- wie Vorfuß. Kleiner Kritikpunkt: im Fersenbereich, rund ums Fußgelenk, ist der Sitz etwas lockerer, das kann man mögen, muss man aber nicht. Hervorragend ist der Grip der Außensohle, die selbst auf Naturwegen bei starkem Regen und höherem Lauftempo keinerlei Wünsche offen ließ.

Fazit: Weiterhin der perfekte Allrounder

Zusammengefasst bietet der Pegasus eine spürbar ausgewogene, reaktive, federnde Dämpfung, bietet für Normalfußläufer ausreichenden Halt, läuft sich auf allen Untergründen gleich gut und besticht durch eine tolle Optik. Wer einen Laufschuh für schnelle wie langsame Tempi, für Straße wie Parkwege, für Sonnenschein wie Dreckswetter sucht, der sollte den Pegasus 37 unbedingt in die Auswahl nehmen. Müsste also jemand nur den einen einzigen Schuh für sein komplettes Lauftraining aussuchen (das sollte allerdings niemand tun), dann wäre dies vermutlich die risikoloseste Wahl.

Der Nike Air Zoom Pegasus 37 in Zahlen

Typ: Dämpfungsschuh
Gewicht: 287 Gramm (Herren Gr. 44), 238 Gramm (Damen Gr. 41)
Sprengung: 10 Millimeter
UVP: 120 Euro
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