Der Nike Pegasus gilt mittlerweile seit Jahrzehnten als Inbegriff des neutralen Dämpfungsschuhs fürs tägliche Training. Seine Eigenschaften sind verlässlich – „Pegasus“ steht für hohe Kontinuität in den letzten Versionen: Der Pegasus 41 bekam zuletzt eine spürbar komfortablere Dämpfung. Und auch beim Pegasus 42 sind die Änderungen deutlich – aber sie verändern nicht die Grundcharakteristik des Schuhs.
Air in neuer Größe und Funktion
Der aktuelle Pegasus hat eine durchgängige Air-Dämpfungseinheit, die durch die gesamte Sohlenlänge verläuft und für Dämpfung und bessere Energierückgabe sorgt. Und diese Sohle ist eine der durchgreifendsten Veränderungen beim Pegasus in den vergangenen Jahren. Die Dämpfung – also die Härte der Air-Unit in der Sohle – wird auf die jeweilige Schuhgröße angepasst. Neben der Air-Sohle hat der Nike Pegasus 42 auch eine optimierte Leistenform, die dem Fuß vor allem im Zehenbereich mehr Platz bietet.
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Gelungenes Dämpfungskonzept
Hervorzuheben beim Pegasus 42 ist die Dämpfungsabstimmung: Wo der Laufschuhmarkt derzeit dominiert wird von hochbauenden Mittelsohlen und ultraweichen Dämpfungsschäumen, bildet der Pegasus 42 eine Ausnahme. Er liefert Dämpfung – aber nicht im Übermaß, sondern so, dass die Sohle ein direktes Laufgefühl vermittelt. Dabei steigt die Reaktivität gefühlt mit dem Lauftempo. „Ich kann ruhiges Tempo gehen – aber der Schuh fängt an, Spaß zu machen, wenn das Tempo gesteigert wird“, sagt ein Testläufer.

Verantwortlich dafür ist der „ReactX“-Schaum in der Mittelsohle – der aber entscheidend von der Air-Sohle unterstützt wird, die die gesamte Sohlenlänge durchzieht. Bei der Form wurde die Konstruktion der Carbonsohlen als Vorbild genommen: Die Air-Sohle ist gekrümmt, ähnlich wie in Wettkampfschuhen die Carbonplatte. Die Air-Einheit sitzt direkt unter der Ferse, aber im Vorfußbereich ist eine dickere Schaumschicht unter dem Fuß. Es sind 3 Millimeter mehr als zuvor – ohne dass sich die Sprengung des Pegasus ändert. Nike hat berechnet, dass durch die neue Konstruktion die Energierückführung um 15 Prozent gesteigert wird.

Die Dämpfung ist dabei – wie bei vergangenen Pegasus-Modellen auch – für Fersenaufsetzer optimiert. Bei Landung auf dem Mittel- oder gar Vorfuß, „fühlt sich die Sohle eher dünn an“, so heißt es im Testbericht (da fühlt sich etwa der Nike Vomero im Vorfuß-Bereich deutlich komfortabler an).
Gleichzeitig ist das Laufgefühl deutlich direkter im Vergleich zu populären, schnellen Trainingsschuhen, wie dem Asics Novablast oder dem Adidas Adizero Evo SL. Da erinnert der Pegasus an die Wettkampf-Gene, die er bei früheren Ausführungen schon mal hatte.
Die 37 mm Bauhöhe unter der Ferse des Pegasus 42 drücken sich bei Belastung deutlich dichter an den Boden: Dafür ist auch die konkave Aussparung in der Mitte der Außensohle verantwortlich (27 mm Bauhöhe unter dem Vorfuß) – und die Sprengung fühlt sich tatsächlich niedriger an als die technisch gemessenen 10 Millimeter.

Wettkampfmäßig eng sitzt der Fuß im Schuh, wenn man die Schnürung entsprechend eng anpasst. Der Sitz der Ferse ist dabei hervorragend.
Obermaterial in zwei Lagen
Für sehr guten Tragekomfort sorgt das doppellagige Upper. Im Heat-Map-Verfahren wurden hier die Zonen ermittelt, die besonders atmungsaktiv sein müssen und dementsprechend viel Luftzirkulation zulassen.

Außensohle für die Straße
Die modifizierte Waffel-Form in der Sohle erinnert an Nikes ikonische „Waffle“-Sohle, wobei beim Pegasus 42 die Sohle funktionell und gewichtsmäßig für den Straßenlauf ausgelegt ist. Der Schuh in Testgröße 11 wog lediglich um die 300 Gramm – was ein wirklich niedriges Trainingsschuh-Gewicht ist.

Laufeigenschaften und Einordnung
Der Pegasus 42 ist vom Charakter her ein flexibler, eher schlank aufbauender Traningsschuh. Von der Modellhistorie her ist er ein Klassiker wie Asics GEL-Cumulus, Brooks Ghost oder New Balance 880. Funktionell lässt er sich aktuell eher mit Modellen vergleichen wie New Balance Ellipse, der baer einen softeren Abrollkomfort hat, oder Adidas EVO-SL, der sich nochmal etwas dynamischer läuft. Der Pegasus ist ein soft Riderer, ein sehr gut dämpfender Neutralschuh, der sich sowohl für Einsteiger wie auch für ambitioniertere Läufer eignet, die damit flottere Einheiten oder Tempoläufe absolvieren wolle.
Pro und Contra
Positiv:
- Relativ schlank und flexibel konstruiert
- Universell einsetzbarer Trainingsschuh
- Gute Passform mit verbesserter Zehenfreiheit
- Air-Sohle verbessert den Energy-Return
Negativ:
- Vorfußbereich fühlt sich eher dünn und fest an
- Für schwere Läuferinnen und Läufer zu wenig Stabilität
Die technischen Daten des Nike Pegasus 42
- Sprengung: 10 mm
- Gewicht: 282 g (Männer); 250 g (Frauen)
- Preis: 145 Euro
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