Der Cloudboom Strike 2 ist die jüngste Variante aus der Wettkampfschuh-Serie Cloudboom - und sorgte im Test für Aufsehen. Die neue Cloudtec-Sphere-Konstruktion mit einem gebogenen Carbon-Speedboard wirkt im ersten Augenblick sehr ungewöhnlich.
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Neue Geometrie der Sohlenkonstruktion
Bei wenigen Carbonschuhen ist die Carbonplatte als versteifendes Element so gut sichtbar wie beim Cloudboom Strike 2. Hier liegt sie direkt sichtbar unter der Einlegesohle und ist mit der Mittelsohle verbunden (wie ein Strobelboard). Das Carbonelement ist extrem steif und verformt sich im Mittel- und Vorfußbereich kaum.

Die Einlegesohle selbst ist dafür ein spezielles Bauteil. Sie besteht im Mittelfußbereich aus bis zu etwa 2 cm dickem Superfoam, im Fersenbereich ist sie dünner. So dämpft sie den Aufprall und schützt den Fuß vor der Carbonplatte. Eine Testläuferin sagt: „Im Stand fühlt es sich an, als hätte der Schuh eine negative Sprengung und die Ferse steht tiefer im Schuh.“ Die nominellen 5 Millimeter Sprengung fühlen sich nach einem eher geringeren Wert an.

Abrollvorgang über den Mittelfuß
Die Kombination aus ungewöhnlich dicker Einlegesohle und dem direkt darunter integrierten Carbonelement wirkt zunächst eigenartig. Um zu spüren, wie der Schuh funktioniert, muss er ins Laufen kommen – erst dann wird die Funktion deutlich: "Die Geometrie zwingt einen beinahe, gezielt über den Mittelfuß oder sogar den Vorfuß zu laufen", so ein Testläufer. Die Testläuferinnen und Testläufer sind sich einig: Der Schuh erfordert einen aktiven Laufstil. Dann funktioniert der Cloudboom Strike 2 und läuft sich treibend, agil und vor allem schnell ist.
Das bewährte Helion HF-Mittelsohlenmaterial (ein leichtes Elastomer auf PEBA-Basis) bietet eine immerhin 40 Millimeter hoch bauende Dämpfungsschicht unter der Ferse. Dies sorgt für eher moderate, aber nicht zu weiche Dämpfung – vor allem aber auch für Reaktivität für die langen Laufeinheiten bis hin zum Marathon. Die Testläufer waren sich einig, dass der Cloudboom Strike 2 als Carbon-Marathonschuh in direkter Konkurrenz zu anderen Top-Modellen steht.

Das Obermaterial ist neu gestaltet – und es sorgt für wesentlich bequemere Platzverhältnisse im Schuh. Durch die breite Zehenbox und die ausladende Breite im Vorfußbereich hat der Fuß Platz. Und gleichzeitig entsteht eine stabile Aufsatzfläche. Die Lasche ist über dem Fußrücken leicht gepolstert und verteilt den Druck der sehr guten Schnürung. Der etwas schmaler gearbeitete Fersenbereich hat eine stärkere Polsterung rund um den Achillessehnenbereich. Dadurch ist der Sitz des Schuhs sehr sicher. Das Obermaterial ist grobporig und lässt sehr viel Luft an den Fuß – es gibt kaum einen Schuh, der mehr Atmungsaktivität bietet.

Der On Cloudboom Strike 2 in der LightSpray-Version: Das Obermaterial kommt ohne Schnürung aus.
Außensohle: Für Asphalt optimiert
Die Außensohle hat eine mittlere Aussparung, die sich längs durch die gesamte Sohlenlänge zieht. Dies sorgt für Stabilisierung, da die Belastung beim Abrollvorgang in diesen Mittelkanal hineindrückt. Gleichermaßen besteht die Gefahr, dass sich ein breiterer Kieselstein in der Sohle verfängt, kam im Test auch vor, passiert aber nur dann, „wenn man die Straße verlässt – für Kieswege oder unbefestigte Teile ist der Schuh definitiv nicht geeignet“, so ein Testläufer. Die Sohle erweist sich aber mit guter Haltbarkeit.

Positiv:
- Sehr gut für schnelle Laufeinheiten und Wettkampf bis hin zum Marathon
- Viel Stabilität und Propulsion in der Abstoßphase: weit ausladende Konstruktion im Vorfußbereich
- Sehr luftdurchlässiges Obermaterial mit großzügigem Platz im Zehenbereich
Negativ:
- Fersenkonstruktion kann mitunter in die Achillessehne drücken
- In der Außensohle können sich Gegenstände verfangen






