Verbesserte Mittelsohle für weicheres Abrollgefühl
On Cloudmonster 3 im Test

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.04.2026
Als Favorit speichern
On Cloudmonster 3 im Test
Foto: Hersteller

Der On Cloudmonster 3 überzeugt im Test: Die überarbeitete Mittelsohle und das verfeinerte Obermaterial sorgen für besseren Halt des Fußes und Langstreckentauglichkeit mit eher direktem Laufgefühl.

Hier bestellen: Männermodell oder Frauenmodell

Mittelsohle: Kleine Veränderung für weicheres Abrollen

Der On Cloudmonster 3 hat sich gegenüber dem Vorgängermodell nicht dramatisch verändert. Die auffälligste Veränderung betrifft das Mittelsohlen-Design. Die früheren Versionen zeigten große Ausschnitte im Design der CloudTec-Sohle. Der Cloudmonster 3 hingegen hat insgesamt kleinere Zellen, die aber je nach Platzierung unterschiedlich groß ausfallen und in drei Schichten übereinander in der Mittelsohle angeordnet sind (Bauhöhe unter Ferse: 35 Millimeter).

Hersteller

Was erst bei genauerem Hinsehen und im direkten Vergleich mit dem Vorgängermodell auffällt, erweist sich beim Laufen als wirkungsvoll, der Unterschied ist spürbar. Der Schaum zwischen den Zellen reagiert gefühlt etwas stärker auf die Belastung, das Laufgefühl ist dadurch weicher. Auch in der Abdruckphase fühlt sich der Cloudmonster 3 etwas agiler und leichter an. Einen Extrapunkt im Phrasendreschen verdiente sich ein Testläufer mit dem Vergleich, die Cloudtec-Sohle des Cloudmonster 3 sei durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Allerdings bleibt das Gesamtgewicht des Schuhs kaum verändert und liegt mit knapp unter 300 Gramm (Männermodell; Frauenmodell: 240 Gramm) im oberen Mittelfeld der vergleichbaren Trainingsmodelle.

Hersteller

Aber das wiegt nicht schwer: Der bestimmende Trageeindruck bleibt der feste Stand und der vergleichsweise feste Abrolleindruck – deutlich stabiler als bei anderen Max-Cushion-Modellen wie Nike Vomero oder Asics GEL-Nimbus – und auch deutlich fester als beim On Cloudflyer. Dazu trägt auch die breite Sohle des Cloudmonster 3 bei. Seitlich hat der Fuß viel Halt. Und die große Aufsatzfläche der Sohlenkonstruktion stabilisiert den Abrollvorgang.

Speedboard sorgt für Stabilität

Die klassische Konstruktion mit dem Speedboard sorgt nicht nur für bessere Reaktivität und Druckverteilung, sondern dient auch als Stabilisator in jeder Richtung. Das Speedboard ist als durchgängige Platte integriertzwischen der Cloudtec-Mittelsohle und der Brandsohle, auf der die Einlegesohle ruht (bei den schnellere Modellen verzichtet On mittlerweile auf das Speedboard, wie etwa beim Cloudmonster Hyper).

Obermaterial mehr integriert

Die zweite wesentliche Überarbeitung galt dem Obermaterial. Der Cloudmonster 3 hat hier eine feinere Struktur und eine leicht veränderte Form. Spürbar ist das im Zehenbereich, der beim Vorgänger noch (für manche Läufer) etwas hoch ausfiel.

Beim Cloudmonster 3 sitzt der Fuß im direkten Vergleich etwas fester im Schuh. Dazu tragen die gut sitzende Lasche und die sehr gelungene Schuhkragen-Konstruktion bei – weich genug im Abschluss, aber nicht zu dick gepolstert. Der Effekt wird beim Schnüren deutlich: „Während ich den Vorgänger oft etwas zu fest geschnürt habe, kann ich den Cloudmonster 3 vergleichsweise lockerer schnüren“, beschreibt es ein Testläufer. Das Resultat ist ein komfortableres Gefühl für den Fuß im Schuh. Andererseits sitzt der Schuh etwas enger als der Vorgänger, auch die Zehenbox fällt etwas schmaler aus als vorher – was jedoch nur Läufer mit breiteren Füßen bemerken dürften. Selbst bei schmaleren Füßen „passt“ der Schuh zwar, aber die Schürung muss dann sehr eng zusammengezogen werden; die Passform ist eher für mittelbreite bis etwas breitere Füße ausgelegt. Die Größen fallen dem normalen Standard entsprechend aus.

Fester Abrollvorgang

Ja, der Cloudmonster wird den maximal gedämpften Schuhen zugerechnet – aber unter denen ist die Dämpfung vergleichsweise fest. Der Cloudmonster 3 kann sich anfänglich sogar eher etwas steif anfühlen. Das war bei früheren Versionen übrigens auch schon der Fall. Aber tatsächlich ist das eine Sache des Einlaufens – und der Gewöhnung. Eine Testläuferin berichtet: „Die sehr gute Dämpfung ist eher für langsamere und mittlere Laufgeschwindigkeiten geeignet, hier kommt die Dämpfung besser zum Tragen.“ Ihre anfängliche Skepsis, dass der Schuh zu direkt sei, schlug nach kurzer Zeit um: „Mittlerweile ist der Cloudmonster mein Lieblings-Trainingsschuh.“

Der Rocker wirkt

Der Abrollvorgang wird zudem durch die Rocker-Konstruktion geprägt – „macht direkt Spaß, auf ebenem Untergrund von einem Schritt in den nächsten zu rollen“, sagt eine Testerin und lobt das reaktive Laufgefühl.

Hersteller

Auch für leicht unebene Untergründe, wie auf ausgebauten Feld- und Waldwegen, ist der On Cloudmonster 3 gut geeignet. Die festere Sohle stabilisiert den Fuß besser. Denn auch die Außensohle erweist sich – auch aufgrund ihrer großen Aufsatzfläche – als rutschfest, und taugt für feste Schotterwege genauso wie für Asphalt. Zudem eignet sich die Konstruktion gleichermaßen für Fersenläufer wie auch für Mittelfußaufsetzer.

Einzige Einschränkung: Wie bei vielen hoch aufbauenden Mittelsohlen gilt auch beim Cloudmonster 3: Für „späte Überpronierer“ (Läufer, die am Ende des Abrollvorgangs mit dem Fuß übermäßig nach innen einknicken) ist der Vorfußbereich relativ weich; der Fuß kann hier nach innen einsinken.

Alternative Modelle: Gewachsene Cloudmonster-Familie

Die On-Cloudmonster-Familie ist mittlerweile angewachsen. Neben dem Cloudmonster 3 gibt es den Cloudmonster Hyper. Ein ähnlich hoch aufbauender Schuh, die optische Verwandtschaft ist an der Silhouette erkennbar. Allerdings hat der „Hyper“ eine plattenlose Konstruktion: Auf das stabilisierende Speedboard wurde verzichtet. Außerdem hat er den leichteren Helion-HF-Schaumstoff – Zutaten also für mehr Energierückgabe und flottes Trainingstempo. Und als weitere (60 Euro teurere) Ausbaustufe gibt es den On LightSpray Cloudmonster 3 Hyper, dessen Obermaterial ohne Schnürung auskommt und mit dem supermodernen Lightspray-Verfahren hergestellt wird. Unter dem Strich (wir haben bei RUNNER’S WORLD alle drei Varianten getestet): Der Cloudmonster 3 ist die klare Empfehlung, er bietet die beste Lösung für den Trainingseinsatz.

Dagegen hebt sich der Cloudmonster 3 auch von vielen supersoft gedämpften Max-Cushion-Modellen ab und bietet hier eine echte Alternative, etwa zu Modellen wie Adidas Supernova Rise 3, Asics GEL-Nimbus, Brooks Glycerin, Diadora Cellula, Hoka Bondi oder Nike Vomero.

Hersteller

Vor- und Nachteile

Positiv

✅ Fester Tragekomfort

✅ Breite Dämpfungsplattform mit viel Stabilität

✅ Gute Allsorundeigenschaften

Negativ

❌ Fersenkragen könnte etwas weicher sein

Der On Cloudmonster 3 in Zahlen

  • Gewicht: 240 g (W), 295 g(M)
  • Sprengung: 6 mm
  • Preis: 200 Euro

Hier bestellen: Männermodell oder Frauenmodell

Fazit