Puma Deviate Pure Nitro im Test

Für Nitro braucht es kein Carbon
Puma Deviate Pure Nitro im Test

ArtikeldatumVeröffentlicht am 23.06.2026
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Puma Deviate Pure Nitro im Test
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Mit der Deviate-Serie hat Puma einen großen Wurf gemacht. Bereits die ersten Versionen des Trainingsschuhs erwiesen sich als vielfältig einsetzbar und haben uns auf vielen Trainingsläufen Spaß gemacht. Zuletzt hatten wir den Deviate Nitro 4 im Laufschuhtest: Mit seinem reaktiven Dämpfungsschaum in der Mittelsohle war er einer der hervorstechenden Trainingsschuhe dieses Frühjahrs. Jetzt präsentiert Puma eine neue, eigenständige Modellvariante, den Deviate Pure Nitro. Er knüpft an die Eigenschaften der Deviate-Produktfamilie an – und rundet das Deviate-Sortiment ab. Das besondere Merkmal: Der Deviate Pure Nitro kommt ohne Carbonplatte.

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Deviate Pure Nitro – die pure Version

Nach wie vor sind die populärsten Trainingsschuhe ohne Carbonplatte in der Mittelsohle konstruiert. Der Puma Deviate Pure Nitro gehört dazu – und hier hat das Weglassen der Platte zu einer einfachen Konstruktion und zur Gewichtsreduktion beigetragen. Der Puma Deviate Pure Nitro wiegt so viel, beziehungsweise so wenig wie ein Wettkampfschuh: 213 g in Mustergröße US 9, und selbst in Größe 11 wiegt er gerade einmal 235 Gramm. Damit ist er 30 Gramm leichter als der Deviate Nitro 4 mit Carbonplatte.

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Der Wegfall der Carbonplatte trägt dazu bei, aber der Hauptgrund für die Gewichtsreduktion dürfte die neue chemische Zusammensetzung des Mittelsohlenschaums sein: Der Puma Deviate Pure Nitro ist mit einem weiterentwickelten „Nitro-Foam“ (die Bezeichnung ist gleich geblieben) ausgerüstet. Die neue Formel im Deviate Pure Nitro liefert einen harmonischen Abrollvorgang: „Viel Dämpfung bei sehr guter Dynamik“, so fasst es ein Testläufer zusammen. Dabei baut die Sohle auch 38 Millimeter hoch, bietet also dementsprechend viel Dämpfung unter der Ferse (Sprengung: 8 Millimeter) und im Mittelfußbereich. Aufgrund der deutlichen Leistenbiegung eignet sich der Schuh auch sehr gut für Mittelfußaufsetzer.

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Obermaterial: Guter Halt

Das netzartige Obermaterial bietet einen gut am Fuß sitzenden Schaft und hält mit der gepolsterten Lasche, die mit dem Mittelfußbereich verbunden ist, den Fuß sehr gut in der Mitte des Schuhs. Dabei weist er die typische Deviate-Passform auf: optimal für neutrale, normal breite Füße. Die nahtlos ausgekleidete Fersenpartie sorgt für sehr sicheren Sitz. Das Fußbett ist gut konturiert und bietet auch bei längeren Läufen gute Unterstützung.

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Außensohle: Standfest

Die Außensohle („Pumagrip“) ist für den Straßenlauf ausgelegt – bietet hier sehr guten Kontakt zur Oberfläche, auch bei Regen. Verantwortlich dafür ist auch der großflächige Kontakt zum Untergrund. Daher resultiert auch eine gute Stabilität der Sohle, die auf langen Trainingsstrecken dankbar realisiert wird.

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Laufeigenschaften: Gute Ground-Control

Der leichte Deviate Pure Nitro fühlt sich durch die flexible Sohlenkonstruktion sehr lebendig an; beim Umstieg von einem Carbon-Trainingsschuh fällt der Unterschied direkt auf, „fühlt sich im Training auffallend gut an, fast befreiend“, sagt ein Testläufer. Der Schuh bietet sehr gute Dämpfung für leichte und mittelschwere Läufer. Für schwere Läufer, die mit dem Ferse aufsetzen, ist er eventuell etwas weich; da wäre der Deviate Nitro 4 empfehlenswert. Aber fürs normale Training und flottere Tempoläufe bietet der Deviate Pure Nitro eine hervorragende Abstimmung.

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Obendrein erweist sich der Deviate Pure Nitro als vielseitig einsetzbar – sogar für den Wettkampf ist er eine Option. Dazu bietet er die Vorteile eines Schuhs ohne Carbonplatte. Die Verletzungsgefahr bei Laufschuhen ohne Carbonplatte ist niedriger – zumal für Läufer, die bislang noch nicht oder wenig in Carbonschuhen gelaufen sind.

Vielseitig ist der Deviate Pure Nitro auch durch die Außensohle – die sich selbst auf festen Waldwegen gut läuft und ein gutes Bodengefühl vermittelt. Durch die breite Plattform ist sogar eine gewisse Stabilität vorhanden. Damit ist er auch für Hyrox eine gute Option.

Pro und Contra

Positiv

  • Leichter und reaktiver Trainingsschuh
  • Vielfältig einsetzbar
  • Flexible Sohle mit gutem Abrollkomfort

Negativ

  • Zu weich für schwere Läufer
  • Der letzte Pep nach vorn fehlt bei der Reaktivität

In feiner Gesellschaft: Vergleichbare Modelle

Der Deviate Pure Nitro befindet sich in illustrer Gesellschaft von sehr beliebten, leichten Trainingsschuhen, die alle ohne Carbonplatte auskommen. Und in dieser Leichtgewichtsklasse kann der Deviate Pure Nitro ganz oben mitspielen. Zu den alternativen Modellen zählen Schuhe wie: Asics Novablast 6 (baut etwas höher, gut für noch höheres Tempo), Saucony Azura (ähnlich aufgebaut, etwas stabiler als der Deviate Pure Nitro, Testbericht in unserem aktuellen Laufschuh-Vergleichstest), Skechers Aero Razor (ist wettkampfähnlicher), Adidas Adizero EVO SL (noch wettkampftauglicher, aber auch instabiler), New Balance Rebel oder New Balance Ellipse (leicht, aber nicht so stabil), Hoka Mach 7 (stabiler, nicht so weich und so schnell wie der Deviate Pure Nitro, aber besser für schmalere Füße).

Der Puma Deviate Pure Nitro in Zahlen

  • Gewicht: 213g (M), 183 g (W)
  • Sprengung: 8 mm
  • Preis: 150 €

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