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Schlank, fit und glücklich Abnehmen durch Laufen: Die Erfolgsstorys

Diese Leser haben es durch das Laufen geschafft, schlank, fit und glücklich zu werden. Hier erzählen sie ihre Geschichten.

Gesund wollten sie leben und dabei schlank, fit und glücklich sein. Die folgenden Leser haben es geschafft und ihr Ziel erreicht. Ihre Geschichten sind spannend und beeindruckend.

Jens Peusch

Begonnen hat Jens mit leichtem Jogging und verfolgt mittlerweile mit 40 Kilo weniger neue Bestzeiten bei Wettkämpfen. Das Laufen weckte den Ehrgeiz in Jens Peusch. Folglich wollte er immer schneller und besser werden. So gewann er auch den Kampf gegen das Übergewicht.

Jens Peusch vorher/nachher
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Das Laufen hat das Leben von Jens Peusch grundlegend verändert.

Jens Peusch ist 40 Jahre alt und wohnt in Greifenstein. Der 1,81 Meter große Schweißer startete bei 118 Kilogramm und schaffte es in nur zwölf Monaten sein Wunschgewicht von 79 Kilogramm zu erreichen.

Seine Erfolgsgeschichte

"Ende 2009 habe ich den Entschluss gefasst, dass es so, wie es damals war, nicht mehr weiter gehen konnte! Ich wurde immer dicker und schlapper und beschloss deshalb mein Leben zu ändern. Erst reduzierte ich mein Gewicht und nach etwa drei Monaten, im März 2010, begann ich mit leichtem Jogging. Durch Freunde wurde ich irgendwann auf Wettkämpfe aufmerksam und im Oktober 2010 lief ich meinen ersten Zehn-Kilometer-Lauf mit einer Zeit von 50:57 Minuten. Der Ehrgeiz war geweckt, die Laufstrecken wurden länger und dann kam der erste Halbmarathon in 1:34:45 Stunden. Bis ich 2012 in Frankfurt meinen ersten Marathon in 3:57:45 Stunden lief (persönliche Bestzeit: 3:46:19)! Das Laufen hat mein Leben total verändert und ohne will ich nie mehr sein."

Julia Bartsch

Mit kleinen Hüpfern begonnen und bald schon Zehn-Kilometer-Wettkämpfe gelaufen: So schaffte es Julia Bartsch, Gewicht zu verlieren und viel Freude zu gewinnen.

Julia Bartsch vorher/nachher
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Durch das Laufen nahm Julia Bartsch ab, fand aber auch viel Freude und den nötigen Ausgleich.

Die 24-jährige Julia Bartsch nahm in acht Monaten 35 Kilogramm ab. Statt 96 wiegt die 1,65 Meter große Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte aus Preetz heute nur noch 61 Kilogramm.

Ihre Erfolgsgeschichte

"Als bei mir 2012 mit 22 Jahren Bluthochdruck diagnostiziert wurde, brachte ich mit 107 Kilo mein schwerstes Gewicht auf die Waage. Ich beschloss, dass sich etwas ändern muss. Ich meldete mich in einem Frauenfitnessstudio an und änderte meine Ernährung. Die ersten Kilos purzelten, aber schnell war damit Schluss. Die Lust verließ mich. Wenn ich ins Studio ging, war ich meist nur mit halber Power dabei. Ich fühlte mich durch die monatlichen Checks zusätzlich unter Druck gesetzt, sodass ich mich insgesamt noch schlechter fühlte. Schließlich kündigte ich. Ich wollte es nun mehr oder weniger allein schaffen.

Mein Freund unterstütze mich, als wir die Ernährung weiter umstellten. Er motivierte mich zur Bewegung. Im Frühjahr 2013 fing ich also mit 96 Kilo an zu laufen. Ich versuchte damals, einfach nur mit kleinen Hüpfern zu gehen, fünf Minuten plus drei Minuten Gehpause, 30 Minuten im Wechsel. Ich verlor schnell viele Kilos, änderte bald meinen Laufstil, verlängerte Laufzeiten und -distanzen. Da ich in der Zeit aber so gut wie ohne Kohlenhydrate lebte, waren 30 Minuten laufen alles, was ich geben konnte. Im September 2013 erreichte ich mein damaliges Zielgewicht: 65 Kilo.

Von da an hat sie mich gepackt: die Lauflust. Ich aß wieder Kohlenhydrate, um mehr laufen zu können. Ich trainierte für einige Laufevents. Im April 2014 nahm ich am Neumünster Osterlauf über zehn Kilometer teil. Als Vorletzte, aber trotzdem glücklich, traf ich nach 1:03:03 Stunden im Ziel ein. Im Juni lief ich dann den Hamburger Nachtlauf über 15 Kilometer in 1:31:33 Stunden. In der Zeit schaffte ich es trotz der Kohlenhydrate noch weitere fünf Kilo abzunehmen, musste aber sogar mehr essen, um nicht weiter abzunehmen. Leider musste ich den Halbmarathon im September aufgrund einer Meniskusverletzung ausfallen lassen. Die vier Monate Laufpause waren eine Zerreißprobe für meine Nerven. Mir fehlte wirklich etwas. Mittlerweile bin ich wieder im Training und bald bestimmt wieder bei einem Event dabei.

Fazit: Durch das Laufen habe ich nicht nur über 35 Kilo in wenigen Monaten abgenommen, sondern habe auch einen wichtigen Ausgleich und viel Freude in meinem Leben gefunden."

Stefano Russo

In der Kindheit zog Stefano Computerspiele dem Sport vor. Mit 18 Jahren wog er 100, Anfang 20 über 130 Kilogramm. Ein Krankenhausaufenthalt veränderte alles. Über Ernährungsumstellung, Stepper und Laufen kam Stefano schließlich zum Triathlon und der bislang größten Herausforderung, dem Ironman. Seine Premiere feierte er in deutlich unter 12 Stunden.

Stefano Russo vorher/nachher
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Der Projektingenieur Stefano Russo halbierte sein Körpergewicht nahezu.

75 Kilogramm wiegt Stefano Russo heute. Der 34-jährige Projektingenieur aus Beckum ist 1,80 Meter groß und wog früher einmal 135 Kilogramm.

Seine Erfolgsgeschichte

"Meine Gewichtszunahme war ein schleichender Prozess, ich würde sagen, es begann alles mit meiner Blinddarm-OP während meiner Kindheit. Hinzu kamen dann noch keine Lust auf Sport und die Entdeckung der Computerspiele. So summierten sich die ersten Kilos, zunächst waren es "nur" 80 Kilogramm, später dann 90 Kilogramm und irgendwann so mit 18 Jahren war dann die 100-Kilo-Marke durchbrochen.

Zum Schluss brachte ich mit Anfang 20 über 130 Kilogramm auf die Waage. Sicherlich war mir bereits zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass es so nicht weiter gehen, kann doch erst, nachdem ich mit Verdacht auf Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde, hat sich alles geändert.

Zu sehen, dass ich mit Anfang 20 der jüngste Patient auf der Station bin und die Ärzte einen als „krankhaft fettleibig“ beschreiben hat mich verändert! Nachdem ich – Gott sei Dank – ohne Befund aus dem Krankenhaus entlassen wurde, habe ich sofort aufgehört zu rauchen, meine gesamte Ernährung umgestellt und mich im Fitnessstudio angemeldet. Dabei verbrachte ich die erste Zeit hauptsächlich auf den Stepper, aber der Lebenswandel hat gewirkt und ich konnte pro Jahr 10 bis 15 Kilogramm abnehmen.

Zum Laufen kam ich nachdem berufsbedingt umgezogen bin und kein Fitnessstudio mehr hatte. Zunächst nur kurze Strecken unter fünf Kilometer, doch mit der Teilnahme an meinem ersten 5-km-Lauf waren meine Motivation und der Ehrgeiz geweckt. Die Läufe wurden länger und intensiver, auch habe ich in der Zeit das Rennradfahren für mich entdeckt. Und von da an war es dann nur noch ein kleiner Schritt bis hin zu meinem ersten Volkstriathlon im Jahr 2015.

Und so haben sich über die Jahre die Trainingsumfänge und auch Wettkämpfe gesteigert – bis hin zu meiner größten Herausforderung in diesem Jahr: dem Ironman! Den Ironman Hamburg konnte ich aufgrund der Blaualgen-Thematik (Anm. d. Red.: Das Schwimmen in der Alster war nicht möglich und wurde durch einen 6-km-Lauf ersetzt) in 10:17:36 Stunden finishen. Da dies jedoch für mich kein richtiger Triathlon war, habe ich vier Wochen später in Vichy meine Premiere mit 11:39:22 Stunden feiern können.

Weitere Bilder und Berichte zu meinem Training und Leben findet Ihr auch auf meinen Instagram Profil @work.sport.travel."

Ulrike Kulling

Um sich zum Abnehmen zu motivieren meldete sich Ulrike Kulling für Laufveranstaltungen an und konnte durch das Training 15 Kilo abnehmen. Inzwischen ist sie Halbmarathon-Läuferin.

Ulrike Kulling vorher/nachher
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Vom Sportmuffel zur Läuferin: Ulrike Kulling.

Die 23-jährige Studentin Ulrike Kulling wohnt in Rostock. In rund zwei Jahren reduzierte die 1,72 Meter große Läuferin von 71 auf 56 Kilogramm und fühlt sich so heute deutlich wohler.

Ihre Erfolgsgeschichte

"Als Kind war ich immer sehr schlank und musste mir nie Gedanken darüber machen, was oder wie viel ich esse - doch dann kam die Abi-Zeit: Hier eine Pizza und da eine Belohnung für den langen Lerntag. Genauso sollte es in meiner ersten Zeit im Studium weitergehen. Ich ließ mich komplett gehen und wurde zu einem echten Sportmuffel. Irgendwann war es so weit, dass ich beim Treppensteigen heftig aus der Puste kam, dann sah ich mich nach langer Zeit mal wieder selbst auf einem Foto, das mich nachdenklich stimmte. Als ich auch noch auf der Waage feststellen durfte, dass ich nun tatsächlich die 70 Kilo überschritten hatte, wusste ich, dass ich etwas tun musste. Ich entschied mich, wieder mit dem Laufen zu beginnen. Gelaufen bin ich schon früher des öfteren, aber wenn, immer nur ein paar Mal vor dem Sommer, als eh schon alles zu spät war, um für den Sommer in Form zu kommen.

Erst fing ich an, allein zu laufen, meldete mich dann aber als Motivation für den "We Own the Night 2013" an. Schon nach einem halben Jahr lief ich meinen ersten inoffiziellen Halbmarathon in 2:14 Stunden und 2014 folgten weitere offizielle Halbmarathons - zuletzt knackte ich die Zwei-Stunden-Marke und meine Bestzeit auf zehn Kilometern, die nun bei 52:20 Minuten liegt. Ich dachte mir ein bis zwei Kilo weniger durch das Laufen wären grandios, bis heute durfte ich mich allerdings schon von fünfzehn Kilo verabschieden. Zwei Kleidergrößen weniger sorgten für ordentlich Trubel im Kleiderschrank und mittlerweile musste ich ganze zwei Fächer für Sportkleidung räumen.

Der Gedanke, durch das Laufen in Form zu kommen, ist im Laufe des letzten Jahres außerdem immer mehr in den Hintergrund gerückt. Laufen bedeutet für mich viel mehr als das. Ich laufe, um nette Gespräche zu haben, um andere Leute zu motivieren, um mich motivieren zu lassen und weil ich sehr viel Spaß daran habe. Das Gefühl nach dem Lauf ist einfach unbeschreiblich. Ich hätte nie gedacht, dass mein Leben eine solche Wendung nehmen kann. Mittlerweile blicke ich auf zwei motivierende Laufjahre zurück und in diesem Jahr möchte ich mich endlich an die Königsdisziplin, den Marathon, wagen. Auf meinem Blog turnschuhverliebt.de schreibe ich zudem über Laufen, Fitness, Ernährung und alles, was mit einer gesunden Lebensweise zu tun hat und berichte über meine Trainingsreise zu meinem ersten Marathon. Ich möchte andere Personen motivieren und inspirieren, ebenfalls einen positiven Lebenswandel zu durchleben."

Oliver Mertens

Nach zwei Co-Schwangerschaften hatte sich Olivers Gewicht bis auf 132 Kilogramm erhöht. Um mit den Kindern unbeschwert toben zu können, beschloss er abzunehmen. Im Oktober 2016 lief er in Köln seinen ersten Marathon und blieb in 3:58:50 Stunden gar unter der 4-Stunden-Marke. Sein Gewicht hatte er um 50 Kilogramm reduziert.

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Oliver Mertens lief in Köln seinen ersten Marathon und dabei auf Anhieb unter vier Stunden.

1,89 Meter groß ist Oliver Mertens. Statt der 132 Kilogramm, die er eins wog, bringt er heute noch 82 Kilogramm auf die Waage. Dies erreichte der 32-jährige Kaufmann für Spedition- und Logistikdienstleistungen aus Erftstadt in nur acht Monaten.

Seine Erfolgsgeschichte

"Ich war nie der dünnste oder sportlichste Mensch und hatte eigentlich immer mit Übergewicht zu kämpfen. Nach zwei Schwangerschaften meiner Frau (Männer sind ja bekanntlich ebenfalls "schwanger" zu dieser Zeit) hatte sich mein Gewicht jedoch inzwischen auf 132 kg erhöht. Am 17. Juli 2014 haben wir dann unser zweites Kind bekommen, und meine Tochter (zu diesem Zeitpunkt 1,5 Jahre) begann sich nun auch schneller zu bewegen. So habe ich angefangen über meinen Lebensstil und meine Fitness nachzudenken. Ich wollte mit meinen Kindern ohne Probleme toben und über den Boden krabbeln.

Also habe ich im August 2014 mit dem Laufen angefangen und zur gleichen Zeit mit einer App meine tägliche Kalorienzahl im Auge behalten und mich gesünder ernährt. Am Anfang absolvierte ich noch kurze Läufe um die zwei bis drei Kilometer mit einem 7er Schnitt, mit der Zeit bekam ich aber immer mehr Spaß am Laufen. Langsam purzelten die Kilos, und ich wurde schneller und konnte länger laufen. Nach acht Monaten hatte ich mein Gewicht um 50 kg auf 82 kg reduziert und seitdem halte ich es konstant auf diesem Level. Der bisherige Höhepunkt in diesem Sport war dann im Oktober 2016 mein erster Marathon in Köln mit einer Zeit von 3:58:50 Stunden. Ich würde mich jederzeit erneut dazu entschließen und bereue es eigentlich erst so spät mit dem Laufen begonnen zu haben."

Elke Kleine

Da ihre Kleidung zwickte und sie unzufrieden war, fing Elke an zu laufen und mittlerweile hält sie nichts mehr davon ab. Das Training ist seit dem Abnehmen ein fester Bestandteil ihres Alltags. Nach 25 Wochen Disziplin ist sie nun eine fröhliche Sportlerin.

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Elke Kleine entschied sich im Mai 2014 etwas Grundlegendes in ihrem Leben zu ändern.

Elke Kleine aus Obertshausen nahm in 25 Wochen 16 Kilogramm ab. Während die 35-jährige Sachbearbeiterin, die 1,78 Meter groß ist, anfangs noch 83 Kilogramm wog, wog sie nach den 25 Wochen 67 Kilogramm.

Ihre Erfolgsgeschichte

"Genervt von immer enger sitzender Kleidung, größeren Konfektionsgrößen und Frust beim Klamottenkauf entschied ich im Mai 2014, etwas Grundlegendes in meinem Leben zu ändern. Ich wollte mich wieder wohl in meinem Körper fühlen und mein Spiegelbild wieder mögen: Ich nahm mir vor, 15 Kilo abzuspecken, meine Ernährungsgewohnheiten einem kritischen Blick zu unterziehen und endlich regelmäßig Sport zu treiben.

Anfangs war Laufen für mich eigentlich nur Mittel zum Zweck: Ich wusste, dass ich ein Cardio-Training brauche, um mein Gewicht zu reduzieren und da ich Laufschuhe und -kleidung zu Hause hatte und den Wald vor der Tür, zog ich los und lief. Schnell wurden die wöchentlichen anfangs zwei, später drei Läufe zur Routine und nach recht kurzer Zeit freute ich mich auch regelrecht auf meine Auszeiten auf ruhigen Waldwegen. Dies half mir nicht nur dabei, die Kilos verschwinden zu lassen, sondern auch einen guten Ausgleich zu meinem oft stressigen und bewegungsarmen Bürojob zu schaffen.

Nach 25 Wochen und über 60 Läufen hatte ich im November 2014 endlich mein Wunschgewicht von 68 kg erreicht und kurz darauf außerdem auch noch ein weiteres großes und für mich wichtiges Ziel: Endlich schaffte ich die 5 Kilometer unter 30 Minuten – ein Meilenstein für mich! Davon motiviert entschloss ich mich kurz darauf, im neuen Jahr meinen ersten Volkslauf zu absolvieren und startete dann Mitte Januar mit dem Trainingsplan „10 Kilometer unter 60 Minuten“ von RUNNER´S WORLD zur Vorbereitung auf den Lauf am 12. April.

Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, nicht zu laufen. Es gehört zu meinem Leben einfach dazu und außer einem unverschiebbaren Termin oder Krankheit hält mich auch nichts von meinen geplanten Läufen ab. Inzwischen bin ich sogar ein echter Fan vom Lauftraining im Herbst und Winter. Die sinkenden Temperaturen und Regen oder Schnee haben mich dabei nie gestört. Im Gegenteil: Die Läufe im tief verschneiten Wald, schön warm eingepackt mit einem Hörbuch oder Podcast im Ohr, genieße ich am meisten."

Rik Bakker

Das Essen schmeckte dem gelernten Koch Rik Bakker einfach zu gut. Doch als die Waage satte 164 Kilogramm zeigte, zog er die Reißleine. Sechs Monate nach dem Beginn seines Abnehmprogramms lief Rik Bakker überglücklich beim Frankfurter „Lauf für mehr Zeit“ über zwölf Kilometer mit.

Rik Bakker vorher/nachher
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Rik Bakker wog einst 164 Kilogramm.

Zwischen März 2016 und September 2016 nahm der 42 Jahre alte Rik Bakker, der in Griesheim wohnt, über 50 Kilogramm ab. Im Herbst 2016 wog der 1,83 Meter große Außendienstmitarbeiter noch 110 Kilogramm, sechs Monate zuvor waren es noch 164.

Seine Erfolgsgeschichte

„Zwölf Kilometer, es waren zwölf – nicht zehn“, sagt Rik Bakker, als er nach dem Zieleinlauf beim Frankfurter „Lauf für mehr Zeit“ auf seinen Tracker schaut. Er ist ausgepowert, aber unfassbar glücklich. Denn sein eigentliches Ziel hat er schon vor der Linie erreicht: Den Weg zurück zum Sport.

Sport war für Rik Bakker das Lebenselixir – die mentale Herausforderung, Wettkämpfe zu überstehen, machte ihn glücklich. Doch starkes Übergewicht verhagelte allmählich das unbeschwerte Sporterlebnis. Das Essen schmeckte dem gelernten Koch irgendwann einfach zu gut. „Ich aß und merkte nicht, wie ich mit der Zeit zulegte“, sagt der 42-jährige Niederländer. Als die Nadel schließlich stattliche 164 Kilogramm zeigt, dadurch Leberwerte, Cholesterin und Blutdruck entgleist sind, zieht er die Reißleine. „Da ging sportlich gar nichts mehr – Laufen schon gar nicht“, sagt er.

Er suchte sich Hilfe beim Frankfurter Michael Brenner, der seinen Fokus auf den Bereich Gesundheitssport für chronisch kranke Menschen (explizit der Adipositastherapie) gesetzt hat. Er leitet ein ärztlich begleitetes Abnehmprogramm im Krankenhaus Sachsenhausen, das auf vier Säulen basiert: Verhaltenstherapie, Psychotherapie, Ernährungstherapie und Bewegungstherapie. Brenner warnt sofort: „Nur mal eben das Programm durchlaufen und dann genauso weitermachen wie vorher funktioniert nicht. Adipositas ist ein Problem, das Betroffene lebenslang begleitet.“ Die spätere Stabilisierung sei der Schlüssel zu Erfolg und genau hier hilft Ausdauersport wie Laufen ungemein.

Deshalb wird Brenner nicht müde, ehemals stark übergewichtige Menschen, deren Trainer und Therapeuten regelmäßig bei Sportveranstaltungen anzumelden. Wie Mitte September beim „Lauf für mehr Zeit“ in Frankfurt/Main, bei dem er über 100 ehemals stark übergewichtige Menschen an den Start gebracht hat. Auch mit dabei: Rik Bakker, der nun nach 54 Kilogramm Gewichtsverlust (aktuell wiegt er 110 kg) wieder voll in den Sport einsteigen konnte. Seine Leberwerte, Blutdruck, Cholsterin: mittlerweile alles wieder top.

„Laufen wird für mich zur festen Größe im Sportalltag“, sagt Rik. Bei der nächsten Veranstaltung dieser Art wird man wieder mit ihm rechnen können. So wie mit vielen anderen der über 100 Teilnehmer, die Michael Brenner gemeldet hat. „In der Altersklasse M80 hat einer unserer Teilnehmer im 5 km Walken mit 52:51 Minuten sogar den ersten Platz gemacht – sauber“.

Peter Schwemmer

Mit dem Motto "Wer stehen bleibt, hat schon verloren!" konnte Peter Schwemmer knapp 60 Kilo abnehmen.

Peter Schwemmer vorher/nachher
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Peter Schwemmer ist heute begeisterter Läufer.

Peter Schwemmer ist 44 Jahre alt, wohnt in Olching im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck und arbeitet im Außendienst. Mit einer Größe von 1,83 Metern wog er früher fast 150 Kilogramm. Inzwischen hat er fast die 90-Kilogramm-Grenze erreicht.

Seine Erfolgsgeschichte

"Mein Motto ist: Immer weiter, niemals stehen bleiben. Wer stehen bleibt, hat schon verloren. Das wichtigste ist der Kopf - man muss von seinem Vorhaben, seiner Lebenseinstellung bzw. Umstellung komplett überzeugt sein. Man muss sich ein klares Ziel definieren. Ausschlaggebend für meine Lebensumstellung war ein Familienfoto. Bei mir hat dann alles mit Nordic Walking begonnen, zusätzlich habe ich mich mit gezielten Workouts, Schwimmen und Radfahren, in den ersten zehn Wochen meines neuen Lebens von 21,7 Kilo verabschiedet. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat habe ich meine vielen kleinen Ziele, die ich mir gesteckt habe (Minus 35,40, usw. Kilo) nie aus den Augen verloren.

Im Jahr 2014 gab es kaum einen Tag, an dem ich nicht gewalkt bin oder sonst irgendwie sportlich unterwegs war. Montag bis Freitag, Samstag und auch Sonntags habe ich Distanzen von mindestens fünf Kilometern, teilweise zehn, an guten Tagen sogar zwölf und mehr zurückgelegt. Teilweise bin ich schon vor 6 Uhr gestartet. Ende August war es, als ich mit Nordic Walking begonnen und das immer wieder mit kleinen Laufeinheiten kombiniert habe: eine Minute laufen - eine Minute gehen, zwei Minuten laufen - zwei Minuten gehen, bis fünf Minuten. Das Laufen hat mir nach kurzer Zeit immer mehr Spaß gebracht und ich wollte mehr.

Als dann im November 2014 das Wetter immer schlechter wurde, habe ich mich kurzentschlossen in einem Fitness-Studio angemeldet, um mit gezieltem Krafttraining Muskeln aufzubauen und den bis dahin kaum aufgetretenen Hautüberschuss durch die starke Gewichtsreduktion besser in den Griff zu bekommen. Vom ersten Tag an habe ich mich sehr intensiv mit dem Ausdauertraining beschäftigt, vor allem das Laufband hat es mir angetan. Nach einiger Zeit bin ich statt dem Nordic Walking nur noch gelaufen: drei, vier, fünf Kilometer und mehr. Am 05.12.2014 war es dann endlich soweit.

Ein langersehntes Teil-Ziel war erreicht: Ich wog unter 100 Kilo! Mehr als 50 Kilo hatte ich abgenommen und mein Körpergewicht war von 149,9 Kilo auf 99,3 Kilo gesunken. Von diesem Tag an bin ich nur noch gelaufen. Das Buch "Laufen" aus dem Runner's World Shop unterstützt mich hier sehr gut mit all den vielen Informationen und Trainigsplänen rund ums Laufen. Meine Bestzeit auf fünf Kilometern liegt bei 28:22 Minuten und 58:34 Minuten für zehn Kilometer. Dann folgte Mitte Februar das erste Außentraining: Bis dato war ich ja nur auf einem Laufband unterwegs gewesen, aber das erste Lauftraining an der frischen Luft lief super und ich meisterte die ersten sechseinhalb Kilometer spielend leicht in 37:57 Minuten. Seither würde ich mich sogar als laufsüchtig bezeichnen!

Hätte mir vor einem Jahr jemand gesagt, dass mir der Laufsport so viel Spaß und körperliche Fitness bringt, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Für mich geht es aber noch weiter. Ich möchte mein Wunschgewicht von 90 Kilo erreichen, so schnell wie möglich einen offiziellen Fünf-Kilometer-Lauf absolvieren, gefolgt von einem Zehn-Kilometer-Lauf und weiter trainieren, Laufzeiten und Laufstil verbessern. Eventuell klappt ja im Herbst auch ein Halbmarathon."

Christopher Gasch

Das zu eng gewordene Karnevalskostüm sorgte für den Wendepunkt in Christopher Gaschs Leben. Eine kluge Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining brachte den Erfolg.

Christopher Gasch vorher/nachher
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Christopher Gasch nahm in acht Monaten 37 Kilogramm ab.

Mit 23 Jahren wog Christopher Gasch bereits 115 Kilogramm. Dies änderte der Versicherungskaufmann aus Koblenz in nur acht Monaten und reduzierte sein Gewicht auf 78 Kilogramm.

Seine Erfolgsgeschichte

"Beim diesjährigen Karneval stellte ich mit Erschrecken fest, dass meine maßgeschneiderte Uniform nicht mehr passte. Damit stand mein Entschluss etwas zu ändern fest. Mit dem Startschuss in die Fastenzeit begann ich regelmäßig zwei- bis dreimal in einem Fitnessstudio Kraft- und Ausdauertraining zu absolvieren. Zudem reduzierte ich meinen Süßigkeitenkonsum auf ein genussbetontes, deutlich geringeres Maß.

Nachdem ich bereits nach vier Monaten 20 Kilogramm abgenommen hatte, zog es mich nach draußen und ich entdeckte meine Begeisterung für das Laufen. Schnell meldete ich mich für meinen ersten 5-Kilometer-Volkslauf in Neuwied an. Die Atmoshpäre war so inspirierend, dass ich mich direkt mit dem Laufvirus infizierte. Ich wollte mehr!

Als mein Finale hatte ich den Halbmarathon in Köln 2016 auserkoren. Bewaffnet mit einem 12-wöchigen Trainingsplan von Runner’s World und zahlreichen Trainings- und Ernährungstipps nahm ich das Projekt in Angriff. Durch konsequentes Training und eine ansteckende, beflügelnde Stimmung an der Strecke des Halbmarathon in Köln flog ich mit einer unvorstellbaren Endzeit von 1:38:16 Stunden ins Ziel. Ich bin unendlich stolz! Und nun? Marathon?!"

Fazit: Laufen kann das Leben verändern

Laufen kann das Leben verändern. Spätestens bei Betrachtung der beeindruckenden Geschichten unserer Leser, die ihr Körpergewicht allesamt deutlich reduzieren konnten, wird dies deutlich. Die Gründe, warum plötzlich die Motivation da ist und die einzelnen Personen großen Einsatz bringen, um erfolgreich abzunehmen und in der Folge gesünder und glücklicher zu leben, aber auch schlanker und fitter zu sein, sind verschieden. Die Erfahrungen unserer Leser zeigen, dass durch tägliches Training große Veränderungen möglich sein können, die nur Vorteile mit sich bringen.

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