Apple Watch 11 und Ultra 3 im Test

Eignet sich die Apple Watch zum Laufen?
Apple Watch 11 und Ultra 3 im Test

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 17.02.2026
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Apple Watch Ultra 3 und Apple Watch 11
Foto: RUNNER’S WORLD

Sowohl die normale Apple Watch als auch die Apple Watch Ultra gehören seit vielen Jahren zu den beliebtesten Smartwatches – vor allem unter jenen, die ein iPhone nutzen. Dafür gibt es viele gute Gründe. Dank Mobilfunkempfang ist man stets mit dem Internet verbunden, kann Anrufe tätigen, Musik hören und das Smarthome steuern. Und weil es für die Apple Watch einen App Store gibt, können zahlreiche Apps installiert werden, die den Funktionsumfang erweitern.

Doch in diesem Test soll es ums Laufen gehen, denn dafür sollen Apples Smartwatches ebenfalls geeignet sein. Ich habe mir die beiden neuesten Versionen, die Apple Watch Series 11 und die Apple Watch Ultra 3, besorgt und sie aus Sicht eines Läufers getestet.


Apple Watch Series 11 vs. Apple Watch Ultra 3

Die normale Apple Watch Series 11 gibt es in zwei Größen (42 oder 46 Millimeter) und zwei Materialien (Aluminium oder Titan). Beide Größen sind kleiner und günstiger als die Ultra 3, die es nur in 49 Millimetern und Titan gibt. Bei beiden Modellen hat man die Wahl zwischen verschiedenen Armbändern. Ich empfehle klar das sogenannte Sport Loop, ein weiches, leichtes Textilband mit Klettverschluss, das sich stufenlos justieren lässt und die Uhren wackelfrei und bequem am Arm hält. Das standardmäßige Gummiband der Watch Series 11 ist zwar ebenfalls sehr bequem, lässt sich jedoch etwas umständlich schließen.

Apple Watch Ultra 3 und Apple Watch 11
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Gemein ist beiden Modellen, dass sie über eine dreh- und drückbare Krone verfügen, um durch das Menü zu scrollen. Darunter befindet sich ein weiterer Knopf. Einzig die Ultra-Variante hat auf der linken Seite einen dritten Knopf, den Apple „Action Button“ nennt und der mit einer beliebigen Funktion belegt werden kann. Da ich persönlich physische Tasten bevorzuge, gefällt mir die Möglichkeit, durch gleichzeitiges Drücken zweier Knöpfe eine Einheit zu pausieren oder Runden zu markieren. Bei der letzten Apple Watch, die ich vor einigen Jahren getestet habe, musste man stets das Touchdisplay benutzen, was ich beim Sport als sehr umständlich empfand. Dennoch: Während ich Sportuhren mit physischen Knöpfen nach einiger Zeit quasi blind bedienen kann, braucht es bei der Apple Watch oft einen Kontrollblick. Zudem gibt es viele versteckte Funktionen, die es nötig machen, sich intensiv mit der Uhr auseinanderzusetzen. Hat man das getan, ist die Bedienung nach einiger Zeit jedoch problemlos möglich.

Training und Tracking

In puncto Software läuft auf beiden Uhren dieselbe watchOS-Version und damit auch dieselbe Trainings-App. Ob Laufen, Klettern, Schwimmen oder Gaming – mit einer Apple Watch können nahezu alle Sportarten aufgezeichnet werden. Die Apple Watch Ultra 3 ist sogar explizit fürs Tauchen entwickelt.

Die Datenseiten der einzelnen Sportprofile können direkt auf der Uhr an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Bei der Watch 11 werden maximal fünf Werte angezeigt, bei der Ultra 3 sind es bis zu sechs. Trainingseinheiten wie etwa ein Intervalltraining können in der App auf der Uhr geplant werden. Auch die Herzfrequenzbereiche können festgelegt werden, sodass man stets weiß, in welcher Zone man trainiert.

Während die Ultra 3 den genauen Dualband-/Multiband-Modus unterstützt, empfängt die Watch 11 die Signale der Navigationssatelliten nur auf einer Frequenz. Startbereit sind beide Uhren im Grunde sofort. Die Aufzeichnungsgenauigkeit von Distanz und Strecke ist tadellos. Selbst in der Stadt bei dichter Bebauung gibt es keine Signalsprünge oder -aussetzer. Loben kann ich auch den optischen Herzfrequenzsensor. Im Test zeigten beide Uhren stets zuverlässig den Herzschlag an, den auch die Kontrolluhr mit Pulsgurt ermittelte.

Apple Watch Ultra 3
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Diese genauen Werte sind natürlich nicht nur während des Trainings relevant, sondern auch danach. Denn die Uhr bietet eine enorme Vielfalt an Fitness- und Gesundheitsfeatures. Von der Herzfrequenzvariabilität über die Schlafphasen bis hin zum Blutdruck wird vieles erfasst. Wichtig: Die Apple Watch kann den Blutdruck nicht direkt messen, sondern nutzt einen Algorithmus, der mithilfe des optischen Herzfrequenzsensors Anzeichen für chronisch erhöhten Blutdruck erkennen soll. Die Uhr analysiert jedoch nicht nur zahlreiche Daten, sondern gibt auch Tipps und Erinnerungen, die zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit führen sollen. Es gibt viele Erklärungen und Hinweise, sodass man versteht, warum man etwas tun sollte.

Was mir besonders gefällt: Die Uhr motiviert, indem sie daran erinnert, das individuelle Aktivitätsziel zu erreichen. Dazu zeigt sie drei Ringe (Bewegung, Training, Stehen) an, die sich im Tagesverlauf füllen und im Idealfall am Ende des Tages geschlossen sind.

Akkulaufzeit und Lifestyle-Funktionen

Die Stärke der Ultra-Variante liegt zu einem wesentlichen Teil in der Akkulaufzeit. Während die normale Watch 11 im Alltag mit etwa einer Stunde GPS-Aktivität meist einen Tag durchhält, kommt die Ultra 3 auf rund zwei Tage. Am Stück sind Aktivitäten von maximal acht Stunden bei der normalen beziehungsweise 15 Stunden bei der Ultra-Variante realistisch – abhängig davon, ob Funktionen wie Musik, Telefonie oder Nachrichten genutzt werden.

Und wo ich schon bei diesen Funktionen bin, gehe ich noch auf die von mir gern als Lifestyle-Funktionen bezeichneten Features ein. Dank Apple Pay kann mit der Apple Watch bequem bargeldlos bezahlt werden. Wer also beim oder nach dem Training etwas kaufen möchte, braucht weder Bargeld noch Kreditkarte oder Smartphone. Ebenfalls praktisch ist die Möglichkeit, auch ohne Smartphone auf das Internet zuzugreifen und jemanden per Nachricht oder Anruf zu kontaktieren – sofern man nicht das Non-Cellular-Modell ohne Mobilfunkmodul gewählt hat.

Navigation und Sicherheit

Wie auch auf dem Smartphone können Karten-Apps wie Apple Karten oder Google Maps genutzt werden. Ziel eingeben, Fortbewegungsmittel wählen, Anweisungen folgen, Ziel erreichen. Allerdings gibt es keine native Möglichkeit, Routen in Form von GPX-Dateien auf die Uhr zu laden und nachzulaufen. Abhilfe bieten Apps wie WorkOutDoors und inzwischen auch Komoot. Dank des schnellen Prozessors und des hochwertigen Displays macht die Navigation wirklich Spaß.

Komoot auf der Apple Watch
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Mit der Funktion „Wegbegleitung“ kann man andere darüber informieren, dass man unterwegs ist. Festgelegte Kontakte werden benachrichtigt, wenn man ein Training startet, an einem bestimmten Ort ankommt – oder eben nicht. Hierbei geht es um passive Sicherheit. Gleiches gilt für die Unfall- und Sturzerkennung, bei der die Uhr automatisch einen Notruf absetzt, wenn sie einen Unfall oder Sturz erkennt.

Noch einen Schritt weiter geht das Satellitenkommunikations-Feature der Apple Watch Ultra 3. Auch ohne Verbindung zu einem Mobilfunknetz oder WLAN können SOS-Signale gesendet, Nachrichten verschickt und der eigene Standort geteilt werden. Eine Funktion, die im Notfall Leben retten kann, wenn man andernfalls nicht in der Lage wäre, Hilfe anzufordern.

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