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Einstein-Marathon Ulm 18.000 liefen in Ulm

Insgesamt 18.000 liefen beim Einstein-Marathon in Ulm, Wirbel gab es um die Disqualifikation einer Läuferin.

Einstein-Marathon Ulm +
Foto: Tomas Ortiz-Fernandez

Die sonnige Herbst-Stimmung beim Einstein-Marathon in Ulm wurde im Nachhinein ein wenig durch die Disqualifikation der Marathon-Siegerin getrübt.

Erstmals in der Geschichte des Einstein-Marathons in Ulm wurde ein Sieger eines Wettbewerbs nachträglich disqualifiziert. 2015 bei der 11. Auflage war es auf der Marathon-Distanz in der Frauen-Wertung unumgänglich. Die zunächst als Siegerin gewertete Läuferin Meike Rauer hatte nachweislich nicht die kompletten 42,195 km absolviert.

Meike Rauer konnte nach aufwändigen Recherchen der Zeitmessfirma Abavent und des Veranstalters nachgewiesen werden, dass sie nicht die kompletten 42,195 km gelaufen ist. „Als Veranstalter und vor allem als Sportler trifft es mich sehr, dass die wirklichen Siegerinnen so um ihre verdiente Siegerehrung gebracht wurden“, erläuterte Streckenchef Bernd Hummel und fügte hinzu: „Wer will findet immer eine Möglichkeit zu verkürzen. Auch wenn es gedauert hat, wurde trotzdem klar, dass das Kontrollsystem mit Zeitmessmatten und Begleitradlern funktioniert“.

Meike Rauer war bereits vor der Siegerehrung auf das Fehlen einiger Zwischenzeiten angesprochen worden, versicherte aber die komplette Strecke gelaufen zu sein. Da in der Kürze der Zeit vor der Siegerehrung kein eindeutiger Nachweis erbracht werden konnte und die Veranstalter niemanden zu Unrecht disqualifizieren wollten, wurde sie als Siegerin geehrt. Erst nach aufwändiger Recherche aller Videoaufnahmen und Zeitmess-Protokolle war eindeutig beweisbar, dass Meike Rauer abgekürzt hat.

Die disqualifizierte Siegerin beteuert jedoch: "Ich habe nicht betrogen". In der Augsburger Zeitung vom 11.10.2015 beschreibt sie Ihre Sicht der Dinge: „Mir kam während des Laufs überhaupt nichts komisch vor. Etwa bei der Streckenmitte gibt es ein paar Schleifen. Durch die bin ich so gelaufen, wie es mir richtig und logisch schien. Eigentlich sollte es ausgeschlossen sein, sich bei einem Marathon zu verlaufen. Wenn es in Ulm trotzdem möglich war, dann ist das wohl auch die Schuld des Veranstalters, der die Strecke besser hätte markieren müssen.“

Und weiter argumentiert sie dort: „Ich betreibe selten Wettkampfsport und ich bin diesen Marathon aus einem einzigen Grund gelaufen: Ich wollte die gut 42 Kilometer schaffen. Als mich die Organisatoren nach dem Lauf auf eine angeblich fehlende Zwischenzeit aufmerksam gemacht haben, da klang das für mich nach einem Problem mit der Technik. Bei einem Telefonat ein paar Tage später habe ich ihnen sofort gesagt, dass sie mich im Zweifel aus der Wertung nehmen sollen. Geärgert habe ich mich nur, weil ich die komplette Strecke offensichtlich nicht gelaufen bin und damit mein einziges Ziel verfehlt habe. Ich komme aus Scheidegg im Allgäu und lebe in Bregenz. Nach Ulm komme ich ansonsten höchstens mal zum einkaufen und ich kenne mich dort überhaupt nicht aus. Ich habe mich deswegen vielleicht verlaufen, aber ich bin doch keine Betrügerin oder Schummlerin.“

Sybille Böhm neue Siegerin beim Einstein-Marathon Ulm

Damit steht jetzt Sybille Böhm (Team M.o.n.) mit einer Zeit von 3:23:44 als Gewinnerin des Sparkassen-Marathons 2015 fest. Neue Zweite ist Sabine Schreck aus Stuttgart, neue Dritte Julia Laub von der SG Filstal. Die drei „neuen“ Erstplatzierten werden im Rahmen des Helferfestes des Einstein-Marathons am 14. Oktober noch einmal korrekt geehrt.

Unseren ausführlichen Bericht vom Einstein-Marathon 2015 finden Sie hier.
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09.10.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Einstein-Marathon Ulm 2019.

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