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Jerusalem-Marathon 2015 25.000 Läufer auf dem harten Pflaster von Israels Hauptstadt

Am 13. März 2015 liefen bei der 5. Auflage des Jerusalem-Marathons 25.000 Läufer aus 60 Ländern bei herrlichem Wetter verschiedene Distanzen auf dem anspruchsvollen Kurs.

Jerusalem Marathon 2015 +
Foto: Ingo Kutsche

Der Kurs durch Jerusalem ist sehr anspruchsvoll.

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Schnellster auf der Marathondistanz war der Äthiopier Tadesse Dabi in 2:18:20 Stunden, gefolgt von den Kenianern Raymond Kimutai Bett in 2:18:27 und John Mutai in 2:18:31. Dabi erzielte damit das drittschnellste Ergebnis seit Beginn des Jerusalem-Marathons 2011.

Die Frauen des Jerusalem-Marathons wurden dagegen von Jahr zu Jahr schneller: Einen neuen Streckenrekord lief die Kenianerin Joan Kigen mit 2:45:55 Stunden. Zweite wurde Tigist Neri aus Äthiopien in 2:46:52 und Dritte Gelane Senbet in 2:49:09.

Auch Jerusalems Bürgermeister und Initiator des Marathons, Nir Barkat, schnürte wieder seine Laufschuhe für den Halbmarathon und peilte eine Zeit von 2:20 Stunden an.

Um 6.45 begann bei anfangs kühlen acht Grad das Laufevent nahe der Knesset mit dem Halbmarathon, gefolgt vom Start des Marathons und 10 Kilometern sowie kürzeren Distanzen, die vor allem für den guten Zweck gelaufen wurden.

Attraktive Strecke beim Jerusalem-Marathon

Die Strecke führte quer durch Israels Hauptstadt und vorbei an zahlreichen kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten: durch das Jaffa Tor, Teile der Altstadt, die Deutsche Kolonie und vorbei an der Residenz von Ministerpräsident Netanjahu bis zum Ziel im grünen Sacher Park. Dabei waren enge Straßen und Wendepunkte sowie zahlreiche Anstiege zu überwinden – im wahrsten Sinne „atemberaubend“, wie Barkat am Vortag schon angekündigt hatte.

Doch der Marathon durch Jerusalem ist auch 2015 keine einfache Laufveranstaltung. Grund ist, dass ein Teil der Laufstrecke durch den arabisch geprägten Ostteil der Stadt führt, dessen politischer Status international umstritten ist. Proteste von Palästinensern, wie im vergangenen Jahr, blieben dieses Mal allerdings aus. Vor dem Hintergrund des Nahostkonflikts sind bewaffnete Soldaten im Stadtbild Jerusalems keine Seltenheit und auch am Marathon-Tag sicherten Soldaten die Strecke.

Die Stimmung der Einwohner war eher verhalten, Zuschauer am Straßenrand gab es nur wenige, diese waren dann aber mit viel Freude und begeisterten Anfeuerungsrufen dabei. An den Anstiegen sorgten Bands für Musik und Superhelden, bunte Vögel und Clowns für zusätzliche Stimmung. Im Sacher Park hinter dem Zieleinlauf rundeten Stände voller Laufbekleidung, Trampoline, Boxsäcke und Musik das Veranstaltungsprogramm ab.

Die Läufer waren bester Laune und taten das, wozu sie gekommen waren und was Barkat geraten hatte: laufen und die Stadt genießen.
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Autor: Mareike Engelken 13.03.2015

Hier finden Sie weitere Informationen zum Jerusalem-Marathon 2018.

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