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Salzburg-Marathon 2018 6.854 Teilnehmer liefen durch die Mozartstadt

Sowohl bei den Herren, als auch bei den Damen sahen die Zuschauer in Salzburg einen kenianischen Sieg, bei dem österreichische Läufer auf Rang zwei landeten. Zum 15. Mal wurde durch die schöne Mozartstadt gelaufen.

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Foto: Salzburg Marathon/Uwe Brandl

Issac Kosgei und Karin Freitag durften sich über den Staatsmeistertitel freuen.

Zum 15. Mal zog die Mozartstadt Salzburg tausende Läufer aus knapp 80 Nationen an. Unter der leichten Wolkendecke fiel um 9:00 Uhr der Startschuss zum sportlichen Highlight der Lauffestspiele Salzburgs. Über 1.100 gemeldete Marathonläufer machten sich mit knapp doppelt so vielen Halbmarathonläufern auf die Strecke und gaben ihr Bestes. Da bereits zum sechsten Mal die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Marathonlauf Teil des Salzburg-Marathons waren, waren einige der besten Marathonläufer Österreichs gekommen und versuchten mit den favorisierten Ostafrikanern mitzuhalten. Am besten gelang dies Isaac Kosgei und Karin Freitag, die sich den nationalen Meistertitel sicherten und gleichzeitig beide den zweiten Gesamtplatz erliefen. Lediglich Wesley Kiprono Kemboi und Teresiah Kwamboka Omosa, die im Vorfeld bereits zu den engsten Favoriten auf den Sieg gezählt wurden, liefen noch etwas schneller. Mit 6.584 Teilnehmern konnte das zweitbeste Meldeergebnis der 15-jährigen Veranstaltungsgeschichte verbucht werden.

Kenia vor Österreich beim Salzburg-Marathon 2018

Bei frühsommerlichen Temperaturen, die sich besonders nachdem der spätere Sieger Wesley Kemboi nach 1:06:59 Stunden die Halbmarathonmarke passiert hatte bemerkbar machten, wurde den Läufern mit zunehmender Renndauer einiges abverlangt. Am besten meisterte diese schwierige Situation und Temperaturen deutlich jenseits der 20-Grad-Marke der Kenianer Wesley Kemboi. Nach 2:19:26 Stunden finishte er im Herzen Salzburgs glücklich, aber sichtlich erschöpft. Eine Minute und 33 Sekunden später kam auch Isaac Kosgei (TGW Zehnkampf Union) jubelnd ins Ziel. In 2:20:59 Stunden lief der in Linz lebende kenianische Staatsbürger zu seinem ersten österreichischen Staatstitel. Schon nach der halben Distanz hatte sich abgezeichnet, dass Kosgei ein hervorragendes Rennen zu laufen schien. Zwei Kilometer später schob er sich am bis dato zweitplatzierten William Kosgei vorbei. Die Temperatuen empfand er im Siegerinterview deutlich weniger schlimm als es Wesley Kemboi beschrieben hatte. Christian Kresnik (LAC Amateure Steyr) komplettierte das Podest in 2:28:36 Stunden. Auch auf dem vierten Rang landete mit Titelverteidiger Endris Seid (LCAV Jodl Packaging, 2:29:14 Stunden) ein Österreicher. Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften lief er so auf den Bronze-Rang.
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Foto: Salzburg Marathon/Uwe Brandl

Der Startschuss für die Marathon- und Halbmarathon-Läufer fiel um 9:00 Uhr auf dem Mirabellplatz.

23-jährige Kenianerin gewinnt den Salzburg-Marathon 2018

Bei den Damen gewann die 23-jährige Teresiah Kwamboka Omosa in neuer persönlicher Bestzeit von 2:43:24 Stunden, womit sie rund zwei Minuten vor Karin Freitag ins Ziel kam. Freitag sicherte in 2:45:26 Stunden sich derweil ebenfalls den Staatstitel und ist mit ihrem nunmehr fünften Titel alleinige Rekordhalterin. Bislang hatte sie sich den Rekord noch mit der im vergangenen Jahr verstorbenen Carina Weber-Leutner geteilt. Dritte wurde die letztjährige Graz-Marathon-Siegerin Elisabeth Smolle (LTV Köflach, 2:53:26 Stunden). Ihre Zeit aus dem Vorjahr steigerte Smolle so um fast 20 Minuten. Bei den nationalen Meisterschaften sicherte sie sich so die Silber-Medaille. Bronze ging an die Gesamt-Vierte Sarah Riffel (LTV Köflach, 3:05:00 Stunden). Allesamt hatten sie bei schwierigen Bedingungen mit steigenden Temperaturen eine sehr gute Leistung gezeigt. Dass die äußeren Bedingungen des 15. Salzburg-Marathons nicht einfach waren, zeigte auch die Aufgabe des Salzburg-Marathon-Siegers von 2014, Edwin Kemboi, nach 36 gelaufenen Kilometern. Auch sein kenianischer Teamkollege Amos Kipruto beendete das Rennen nicht.

Picek und Wyss über die halbe Marathondistanz nicht zu schlagen

Radim Picek und Renate Wyss sicherten sich derweil den Sieg über die halbe Marathondistanz. Der Tscheche Picek gewann in schnellen 1:12:21 Stunden vor Lukas Mautner aus Wien, der nach 1:12:37 Stunden das Ziel erreichte. Dritter wurde der Deutsche Josef Diensthuber in 1:12:52 Stunden. Bei den Damen lief die Schweizerin Renate Wyss, Teilnehmerin der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2015 in Moskau, dank eines sehr konstanten Rennens in 1:26:37 Stunden zum Sieg. Zweite wurde die Schottin Abbey McGhee (1:27:54 Stunden), Dritte Sandrine Abgottspon aus der Schweiz (1:29:04 Stunden). „Ich liebe Salzburg. Und ich liebe die Strecke des Salzburg Marathon – Stadt und Natur wird hier hervorragend kombiniert. Der orange Teppich vor Schloss Hellbrunn, das war einfach ein großartiges Erlebnis.“, so die 32 Jahre alte Baslerin nach ihrem Sieg.

Katharina Zipser läuft souverän zum 10-Kilometer-Sieg

Auch über zehn Kilometer sahen die gekommenen Zuschauer entlang der Strecke ein hochklassiges Rennen. Die Tirolerin Katharina Zipser (SK Rückenwind) entschied das Rennen zwei Wochen nach ihrem starken Auftritt beim Vienna City Marathon in 37:48 Minuten für sich. Vier Minuten später kam die Britin Emma Henshaw als zweitschnellste Läuferin ins Ziel. Dritte wurde Therese Wagenleitner (ASV Salzburg LA). Bei den Herren setzte sich der Berchtesgadener Stefan Knopf in 32:57 Minuten knapp vor dem Salzburger Triathleten Andreas Giglmayr (Lautreff Nussdorf) durch. Dritte wurde Hans Wieser (Flinke Horde Gröbming).

Intergrationslauf und Junior-Marathon als zusätzliche Highlights des Salzburg-Marathon 2018

Am Sonntagnachmittag ging so ein von Highlights gespicktes dreitägiges Lauffest zu Ende. Erfreut zeigte sich das Veranstaltungsteam im Anschluss auch über den großen Zuspruch des Junior-Marathons, an dem rund 1.900 Nachwuchsläufer verschiedener Altersklassen teilnahmen. Auch der sehr gelungene Integrationslauf wurde hervorgehoben. Dank des sommerlichen Wetters kamen in diesem Jahr zudem so viele Zuschauer wie selten zuvor.
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Autor: Jonas Müller 06.05.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Salzburg-Marathon 2019.

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