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Wien-Marathon 2017 Angriff auf den Streckenrekord in Wien

Titelverteidigerin Shuko Genemo wird beim Wien-Marathon den Streckenrekord angreifen, bekam in Wien zuvor aber noch den ersten Schnee ihres Lebens zu sehen.

Meseret Mengistu, Titelverteidigerin Shuko Genemo und Nancy Kiprop vor dem Wien-Marathon 2017 +
Foto: photorun.net

Meseret Mengistu, Titelverteidigerin Shuko Genemo und Nancy Kiprop (von links nach rechts) sind bereit für den Wien-Marathon (Vienna City Marathon).

Zehn Läufer mit persönlichen Bestzeiten von unter 2:10 Stunden bilden das wohl stärkste Männer-Elitefeld in der Geschichte des Vienna City Marathons, der am Sonntag, 23. April 2017, zum 34. Mal stattfindet. Je nach Wetter- beziehungsweise in erster Linie Windverhältnissen hoffen die Veranstalter des Wien-Marathons auf eine Siegzeit um 2:06 Stunden. Bei guten Bedingungen ist auch ein Angriff auf den Streckenrekord möglich, der bei hochkarätigen 2:05:41 Stunden steht.

Frauen-Streckenrekord in Gefahr

Bei den Frauen soll die bereits 17 Jahre alte Strecken-Bestzeit fallen. Diese lief die Italienerin Maura Viceconte 2000 mit 2:23:47. Am Start sein wird die Titelverteidigerin Shuko Genemo. Die Äthiopierin gewann 2016 trotz starkem Wind in der persönlichen Bestzeit von 2:24:31. Alle Lauf-Wettbewerbe zusammengerechnet, haben sich bisher 42.257 Athleten aus 125 Nationen für den Vienna City Marathon gemeldet.

Kenianischer Topfavorit mit verspäteter Freigabe

Noch nicht in Wien angekommen war zur Pressekonferenz am Freitag der schnellste Läufer auf der Startliste: Eliud Kiptanui weist eine Bestzeit von 2:05:21 Stunden auf. Der kenianische Topfavorit kämpfte in den vergangenen Tagen mit einer Freigabe des kenianischen Verbandes. Mit Verspätung gaben die mitunter eigenwilligen Funktionäre nun grünes Licht. Mit Hilfe eines Express-Visums sollt Kiptanui am Sonnabend früh in Wien eintreffen.

Äthiopier Deribe Robi will irgendwann 2:04 laufen

Dafür kam der zweitschnellste Läufer auf der Startliste, der Äthiopier Deribe Robi (2:05:58), zur Pressekonferenz. „Wenn das Wetter gut ist, hoffe ich auf eine Zeit von 2:06 oder vielleicht sogar 2:05 Stunden“, sagte Robi, der seine persönliche Bestleistung von 2:05:58 in Eindhoven 2015 lief. „Damals hatte ich aber Rückenprobleme und wurde mit Schmerzmitteln behandelt. Deswegen denke ich, dass ich mich noch steigern kann. In der Zukunft halte ich ein Ergebnis von 2:04 Stunden für möglich“, sagte Robi. Der 26-Jährige betreibt neben dem Laufsport in Äthiopien eine Viehfarm mit 25 Kühen und 11.000 Hühnern.

Es ist elf Jahre her, dass zuletzt ein Sieger des Männerrennens in Wien nicht aus Kenia oder Äthiopien kam. 2006 gewann der Marokkaner Lahoussine Mrikik mit 2:08:20 Stunden. Am Sonntag könnte ein Landsmann die kenianisch-äthiopische Siegserie stoppen: Mit der Empfehlung schneller Halbmarathonrennen kommt der Marokkaner Mustapha El Aziz zum Wien-Marathon. 2016 lief er in Valencia eine Zeit von 59:29 Minuten, in Mailand war er im März Zweiter mit 61:29. „Ich arbeite hart daran, meine Leistungen weiter zu verbessern. Am Sonntag möchte ich meine Marathon-Bestzeit steigern“, sagte der 30-Jährige, dessen Hausrekord bei einer Zeit von 2:07:55 Stunden steht.

Favoritinnen aus Äthiopien

Drei äthiopische Siege hat es in der Geschichte des Vienna City Marathons bei den Frauen gegeben. Zwei durch Fate Tola, die mittlerweile deutsche Staatsbürgerin ist, und einen durch Shuko Genemo im Vorjahr. Dass am Sonntag ein vierter Sieg für Äthiopien dazu kommt, ist gut möglich. Denn das diesjährige Elitefeld wird von den Meseret Mengistu und Shuko Genemo angeführt. Eine rein äthiopische Angelegenheit sollte es dennoch nicht werden. Rebecca Chesire (2:25:22) und Nancy Kiprop (2:25:13) aus Kenia werden das äthiopische Spitzenduo fordern. Hinzu kommt die starke Debütantin Angela Tanui (Kenia), die im Halbmarathon bereits 67:16 Minuten erreichte.

Der erste Schnee ihres Lebens für Shuko Genemo

Als Shuko Genemo in Wien ankam, bekam sie zunächst einen Schreck. Denn Schnee hatte sie in ihrem Leben noch nie gesehen. Doch die bis zu 80 Zentimeter Neuschnee, die in der weiteren Wiener Umgebung am Mittwoch ein Chaos auslösten, sind weitestgehend wieder abgetaut. Angst vor neuem Schneefall braucht die Äthiopierin nicht zu haben. Den Wind fürchtet sie nicht, nachdem ihr im letzten Jahr trotz starken Windes ihr bisher schnellster Marathon geglückt war. „Auch wenn der Wind noch stärker sein sollte, bleibt es mein großes Ziel, eine schnellere Zeit zu laufen als im Vorjahr“, erklärte die Titelverteidigerin.

Die größte Herausforderin von Genemo ist gemessen an den Bestzeiten wohl ihre Landsfrau Meseret Mengistu, die 2015 beim Paris-Marathon mit 2:23:26 Stunden gewann. Ihre Vorbereitung auf den Wien-Marathon verlief aufgrund von Beschwerden im Fuß jedoch nicht nach Plan. Daher wollte die Äthiopierin keine Prognose abgeben. Bezüglich ihrer Verfassung gab sie aber Entwarnung: „Ich werde am Sonntag topfit an der Startlinie stehen.“

Die Topathleten beim Wien-Marathon

Männer:
Eliud Kiptanui KEN 2:05:21
Deribe Robi ETH 2:05:58
Mustapha El Aziz MAR 2:07:55
Ishmael Bushendich KEN 2:08:20
Sergey Lebid UKR 2:08:32
Suleiman Simotwo KEN 2:08:49
Luke Kibet KEN 2:08:52
Silas Limo KEN 2:08:54
Ezekiel Omullo KEN 2:08:55
Alfonce Kigen KEN 2:09:47
Albert Korir KEN 2:10:08
Dereje Abera ETH 2:10:19
Paulo Paula BRA 2:10:23
Vincent Torotich KEN 2:10.32
Regasa Mindaye ETH 2:11:21
Geoffrey Kusuro UGA Debüt

Frauen:
Meseret Mengistu ETH 2:23:26
Shuko Genemo ETH 2:24:31
Nancy Kiprop KEN 2:25:13
Rebecca Chesire KEN 2:25:22
Helalia Johannes NAM 2:26:09
Roza Dereje ETH 2:26:18
Tizita Terecha ETH 2:28:02
Emma Quaglia ITA 2:28:15
Irene Chepkirui KEN 2:31:55
Angela Tanui KEN Debüt
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Autor: race-news-service.com 21.04.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum Wien City Marathon (Wien-Marathon) 2018.

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