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Mein erster Marathon in Hamburg Bin jetzt stolzer Marathon-Finisher!

Unser ehemaliger Praktikant Malte erreichte sein Ziel und lief seinen ersten Marathon in Hamburg in 4:32:41 Stunden.

Malte Gottwald +
Foto: Privat

Malte Gottwald gemeinsam mit seiner Freundin vor der Marathonmesse in Hamburg.

Der große Tag ist gekommen

Die letzten Wochen vor dem großen Rennen verliefen glücklicherweise verletzungsfrei. Nachdem ich nach den Halbmarathon in Berlin als meine Generalprobe hinter mir hatte, war nur noch ein längerer Lauf zu bewältigen. Am Wochenende nach dem Halbmarathon lief ich zum ersten Mal in meiner gesamten Vorbereitung über 30 Kilometer. Wie sich für mich herausstellte viel zu spät. Nach knapp 32 Kilometer war ich fix und fertig mit der Welt und stellte mein gestecktes Ziel in Frage. Wie sollte es erst werden, wenn ich mehr als 40 Kilometer schaffen sollte? Der Marathon wurde in meinem Kopf zu einem unerreichbaren Ziel. Vermutlich ist das aber auch normal, dass man kurz vor dem großen Rennen alles in Frage stellt.

Am Sonntag, den 29. April, war es dann soweit. Nachdem ich mich knapp vier Monate lang dreimal wöchentlich abgerackert hatte, ging es am Samstag erst einmal auf die Marathonmesse um die Startunterlagen abzuholen. Dort schauten wir uns das Zehntel der Schülerinnen und Schüler der Hamburger Schulen auf der Tribüne an. Ansonsten verlief der Tag ruhig und es ging früh ins Bett.

Am Tag des Rennens kam ich recht gut aus dem Bett. Um kurz nach 8 Uhr machte ich mich dann gemeinsam mit meiner Freundin auf den Weg zum Startbereich bei den Messehallen. Wir starteten in Startblock L, also ziemlich weit hinten. Das war aber super, denn so kamen wir gar nicht erst in Versuchung, zu schnell zu starten. Schließlich war es besonders wichtig, sich das Rennen richtig einzuteilen.
Malte Gottwald +
Foto: Privat

Malte im Startbereich bei den Messehallen.

Kilometer 0-10

Die ersten 10 Kilometer verliefen ziemlich locker. Es ging entlang der Reeperbahn quer durch Hamburg Altona und dann immer an der schönen Elbe entlang Richtung Hafen und Landungsbrücken. Was mich erstaunte war, dass trotz der recht frühen Uhrzeit am Sonntagmorgen wirklich viele Zuschauer am Streckenrand standen und uns anfeuerten. Das Rennen lief auch echt super. Das Tempo war gut gewählt und die ersten zehn Kilometer vergingen wie im Flug. Auf der Strecke sah ich auch immer wieder Läufer, die mit großen Eimern die Passanten um Spenden baten. Sie liefen für das Projekt „Laufen-Spenden-Helfen“ der Stiftung phönikks, eine anerkannte Anlaufstelle für Familien die von Krebs betroffen sind und Familien beraten und Mut zusprechen. Die Angebote der Stiftung sind kostenlos und werden über Spenden finanziert.

Kilometer 10-20

Die nächsten zehn Kilometer ging es weiter entlang des Binnenhafens durch die Speicherstadt zur Binnenalster über den Jungfernstieg. Anschließend führte die Strecke entlang der Außenalster immer weiter in den Hamburger Norden. Es lief weiterhin super. Wir wurden kräftig von unseren Familien angefeuert, die uns immer wieder an der Strecke standen und uns kräftig anfeuerten und motivierten. Das war wirklich schön.

Kilometer 20-30

Weiter ging es entlang der Außenalster von Hamburg Uhlenhorst Richtung Winterhude entlang des wunderschönen Hamburger Stadtparks bis hoch in den Hamburger Norden. Langsam wurden die Beine schwerer, auch wenn ich mir von meiner Kondition her das Rennen super eingeteilt hatte. Ab Kilometer 27 ließ ich dann auch kaum noch eine Verpflegungsstation aus. Besonders in Erinnerung blieb mir auf diesem Streckenabschnitt der tolle Anblick der wunderschönen rosafarbenen Kirschblüten bei Kilometer 24, die in ihrer vollen Pracht blühten.
Glücklicher Marathon-Finisher Malte Gottwald +
Foto: Privat

Glücklicher Marathon-Finisher Malte Gottwald.

Kilometer 30 bis ins Ziel

Der letzte Steckenabschnitt verlief über Groß Borstel und Eppendorf über Harvestehude wieder in die Hamburger Kernstadt zum Start- und Zielbereich an den Hamburger Messehallen. Trotzdem war ich erstaunt, dass ich auch bei Kilometer 34 noch relativ fit war. Nur tat mein rechtes Bein beim Laufen immer mehr weh, bis ich es ab Kilometer 38 kaum noch heben konnte und ein starker Schmerz durch mein Bein fuhr.

Egal einen Fuß vor den anderen setzten und weiter geht’s! Während wir auf den ersten 30 Kilometern noch in einer sehr großen Gruppe unterwegs waren, zog sich das Feld ab Kilometer 35 immer mehr auseinander. Die letzten 3 Kilometer waren dann für mich echt hart. Ich setzte einfach einen Fuß vor den anderen und musste gegen die innere Stimme kämpfen, die mir sagte, doch einfach mal ein paar Minuten zu gehen und sich zu erholen. Die letzten Kilometer halfen aber auch die vielen begeisterten Zuschauer am Streckenrand und die tolle Atmosphäre, die während des gesamten Haspa Marathons an der Strecke herrschte, mich nach rund viereinhalb Stunden ins Ziel zu tragen. Ich nahm meine Medaille entgegen und war überglücklich, es geschafft zu haben.

Im Ziel angekommen

Im Ziel überkam mich ein wahnsinniges Gefühl der Erleichterung. Im Zielbereich konnte ich dann auch endlich wieder meine Energiereserven auffüllen und mich von den Strapazen erholen. Im Ziel angekommen merkte ich, dass ich mein rechtes Bein kaum noch beugen konnte.

Mein Fazit

Ich bin stolz auf mich, es in einem Zeitraum von vier Monaten geschafft zu haben, einen Marathon laufen zu können. Insgesamt habe ich zum Schluss die Distanz dann doch etwas unterschätzt. Es wäre für mich ratsam gewesen, noch ein oder zwei längere Läufe über 30 Kilometer in mein Training einzubauen. Dann hätte ich nun nicht knapp eine Woche humpelnd durch die Gegend laufen müssen. Insgesamt war es aber eine wirklich tolle Erfahrung, einen Marathon zu absolvieren. Zukünftig werde ich mich aber eher auf kürzere Distanzen wie 5 und 10 Kilometer oder die Halbmarathondistanz konzentrieren. Ein großer Dank gilt auch noch einmal der gesamten Redaktion, die es mir ermöglicht haben, während der Mittagspause mein Lauftraining zu absolvieren und es so entspannt in meinen Alltag zu integrieren.
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Autor: Malte Gottwald 11.05.2018
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