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Marathons im Frühjahr Cheruiyot will die Titelverteidigung

Geoffrey Mutai, zweitschnellster Läufer 2010, fordert Robert Kiprono Cheruiyot beim Boston-Marathon zum Duell heraus.

Robert Kiprono Cheruiyot +
Foto: photorun.net

Kann Robert Kiprono Cheruiyot seinen Titel in Boston verteidigen?

Auf der vergleichsweise schweren Strecke des Boston-Marathons sind die Zeiten meist längst nicht so schnell wie in Rotterdam oder London. Im vergangenen Jahr jedoch sorgte an der US-Ostküste ein junger Kenianer für Furore: Robert Kiprono Cheruiyot stürmte trotz Heartbreak Hill in der famosen Kursrekordzeit von 2:05:52 Stunden ins Ziel. Der 22-Jährige wird am 18. April erneut am Start sein. Als Nobody war Cheruiyot 2008 beim Frankfurt-Marathon zum Streckenrekord von 2:07:21 Stunden gestürmt.

Mit Geoffrey Mutai hat Robert Kiprono Cheruiyot einen der derzeit stärksten Läufer weltweit als Gegner. Der 25-jährige Kenianer war im vergangenen Jahr der Zweitschnellste der Welt. In Rotterdam nur von Patrick Makau geschlagen, lief er in 2:04:55 ins Ziel. Es könnte ein sehr spannendes kenianisches Duell in Boston geben. Doch auch eine Reihe von weiteren Athleten können in den Kampf um die höchste Siegprämie in diesem Marathon-Frühling (150.000 Dollar) eingreifen. Sieben Athleten sind am Start, die Bestzeiten von unter 2:07 Stunden vorweisen können. Darunter ist zur Freude der bekannt sachkundigen Marathon-Zuschauer an der Bostoner Strecke auch ein US-Amerikaner: Ryan Hall hat eine Bestzeit von 2:06:17 Stunden. Im vergangenen Jahr erreichte er in Boston bereits einen starken vierten Platz. Auch der aktuelle New-York-Marathon-Sieger Gebre Gebremariam (Äthiopien) gehört zum Favoritenkreis.

Gespannt sein darf man zudem auf das Marathon-Debüt von Moses Mosop. Der 25-jährige Kenianer, früher ein Weltklasse-Bahnlangstreckler und Zweiter bei der Cross-WM 2007, überzeugte bereits bei seinem Halbmarathon-Debüt im vergangenen Jahr. Mit 59:20 Minuten gewann er den Stramilano in Mailand.

Beim Boston-Marathon ist es Tradition, dass beide Titelverteidiger am Start sind.Teyba Erkesso (Äthiopien) gewann im vergangenen Jahr in 2:26:11 und wird sich am traditionellen Montag-Termin mit einer Reihe von ehemaligen Boston-Siegerinnen auseinandersetzen müssen. Darunter sind Weltklasseläuferinnen wie Salina Kosgei (Kenia), Dire Tune (Äthiopien) und die frühere Weltrekordlerin Catherina Ndereba (Kenia). Ihr Marathon-Comeback nach der Geburt ihres Sohnes Ende September 2010 wird Kara Goucher (USA) laufen. Sie hat vor kurzem gute Form über die Halbmarathondistanz gezeigt, als sie in New York Platz drei in 69:03 Minuten belegte. Auch bei den Frauen ist eine interessante Debütantin im Bostoner Elitefeld: Florence Kiplagat feierte in den vergangenen beiden Jahren große Erfolge. 2009 wurde die Kenianerin Cross-Weltmeisterin, im vergangenen Oktober gewann sie Gold bei der Halbmarathon-WM. Jetzt wird die 24-Jährige erstmals über 42,195 km antreten.
08.04.2011
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