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Mein erster Marathon in Hamburg Das regelmäßige Training macht sich bezahlt!

Das zielgerichtete Training macht sich bemerkbar, die Vorbereitungsläufe am Wochenende werden länger und ich gleichzeitig immer schneller.

Shooting Hamburger Hafen Blogeintrag 4 +
Foto: Urs Weber

Shooting in toller Kulisse am Hamburger Hafen für das Magazin.

Seit meinem letzten Update hat sich wieder einiges getan: Vor knapp 2 Wochen stand für meine Freundin und mich ein langer Lauf durch Hamburg auf dem Plan. Es ging knapp 22 km entlang der Außenalster durch den alten Elbtunnel zurück durch Veddel über die alten Elbbrücken. Wir starteten unseren Lauf gegen 9:30 Uhr und standen zeitlich etwas unter Druck, da ich mit meiner Freundin bei meinen Eltern zum Mittagessen eingeladen war. Die wohnen aber nicht in Hamburg sondern in der Nähe von Stade mehr als 60 Kilometer entfernt. Aus dem Mittagessen um 12 Uhr wurde daher nichts und wir kamen letztlich erst gegen 14 Uhr bei meinen Eltern an.

Fotoshooting an den Landungsbrücken

Auch die darauffolgende Woche war läuferisch nicht weniger ereignisreich. Am Mittwoch war ich der Protagonist bei einem Fotoshooting, für das wir uns die Kulisse des Hamburger Hafens ausgesucht haben. Gemeinsam mit einem Redakteur fuhr ich mit der RUNNER'S-WORLD-Fotoausrüstung zu den Elbbrücken. Es war ein schönes Shooting, auch wenn es schon recht frisch war. Bei gefühlten Temperaturen um den Gefrierpunkt lief ich nur mit einem dünnen T-Shirt bekleidet knapp eine Stunde die Elbbrücken hoch und runter, bis die passenden Fotos schließlich im Kasten waren. Genauere Informationen zum Shooting finden Sie im kommenden Heft. Im Anschluss an das Shooting wagte ich mich dann durch unbekanntes Terrain entlang der Elbbrücken zurück zur Redaktion.
Lauf durch den alten Elbtunnel Long-Run Malte +
Foto: Malte Gottwald

Beim sonntäglichen Long-Run durch die Hamburger City ging es auch durch den alten Elbtunnel.

Am Donnerstag stand dann mein erstes richtiges Intervalltraining auf dem Plan. 6 x 3:30 Minuten schnell mit jeweils 2 Minuten Trabpausen. Die Trabpausen gestaltete ich aber eher als einen gemächlichen Dauerlauf, da ich mir meine Pace nicht versauen wollte. Mein Ehrgeiz stand mir da ein bisschen im Weg. Das Ergebnis aber überzeugte mich: Ich bestritt meinen bis dahin schnellsten Lauf mit einer 5:25 Pace. Die arbeitsreiche Woche ging schnell rum, denn ich ersehnte schon das kommende Wochenende herbei. Es sollten gleich zwei große Geburtstage stattfinden und dazu durfte ich nach Monaten mal wieder meine alte Studienheimat Paderborn besuchen, wo ich bis August vergangenen Jahres vier wundervolle Jahre verleben durfte. Der zweite Grund für meinen Besuch war der Geburtstag der Mutter meiner Freundin.

Bei der ganzen Vorfreude auf mein geruhsames Wochenende vergaß ich, mir warme Sportsachen für meinen langen Dauerlauf am Sonntag einzupacken. Leider hatte ich nur eine kurze Sporthose und ein leichtes Laufshirt dabei. Um keine Erkältung zu riskieren, ließ ich den langen Lauf am Sonntag schweren Herzens ausfallen. Der lange Lauf musste also unbedingt nachgeholt werden, schließlich wusste ich, dass gerade bei einem Marathon die langen Läufe das A und O der Vorbereitung sind. Am Montag dann war es wirklich schweinekalt, die Temperatur fiel teilweise auf Minus 12 Grad Celsius. Da ich zu der Minderheit gehöre, die ihre Trainingseinheiten sehr gerne auf dem Laufband durchführt, beschloss ich kurzerhand den langen Lauf nach der Arbeit nach drinnen zu verlegen und das Laufband zu bemühen. Knapp zweieinhalb Stunden lief ich im entspannten Dauerlauftempo auf dem Laufband. Da ich ja schon einmal im Fitnessstudio war, hing ich auch direkt noch ein einstündiges Rückentraining hinten dran.

Geschafft aber glücklich fiel ich schließlich kurz nach Mitternacht in mein Bett. Da es im Laufe der Woche auch nicht wirklich wärmer wurde und ich eine Verletzung oder eine Erkältung nicht riskieren wollte, wurden die anderen Trainingseinheiten spontan dann auch auf dem Laufband absolviert. Für mich war das aber keine Notlösung, sondern ich hatte auch echt Spaß dabei. Wenn ich auf dem Laufband stehe und währenddessen Musik über meine Kopfhörer höre, kann ich mich super entspannen.
Long Run 04.03 quer durch Hamburg Malte Blog +
Foto: Malte Gottwald

Die Long Runs am Wochenende werden immer länger. Das letzte Mal ging es entlang der Außenalster zum Stadtpark und wieder nach Hause.

Die Fortschritte werden immer deutlicher

Das konsequente Lauftraining hinterlässt seine Spuren. Sowohl auf der Waage als auch damit verbunden in meinem Ernährungsverhalten. Ich esse bewusster und nehme kontinuierlich ab. Läufe, die mich vorher angestrengt haben, spule ich inzwischen immer souveräner ab. Nicht nur körperlich, sondern auch psychisch tut mir das Laufen gut. Für mich ist es ein toller Ausgleich zum stressigen Alltag. Momentan arbeite ich neben den 36 Stunden wöchentlich im Praktikum zusätzlich noch im Dienstleistungsbereich, um mir noch zusätzlich etwas Geld dazu zu verdienen. Das macht praktisch jede Woche zu einer 50-Stunden-Woche, was auf Dauer ganz schön schlaucht und mich an meine Grenzen bringt. Das regelmäßige Laufen ist daher momentan der ideale Ausgleich für mich. Meine Stimmung wird durch das Lauftraining positiv beeinflusst und ich bin deutlich ausgeglichener als vorher.

Am Donnerstag vor meinem Zahnarzttermin machte ich meinen lockeren Dauerlauf, am Samstag ging es dann mit neuen Schuhen wieder auf das Laufband zum Intervalltraining. Ich bekomme immer wieder von anderen Läufern mit, dass sie das Intervalltraining hassen und sich kaum dazu aufraffen können. Ich sehe das ganz anderes: Ich kann mich dabei super auspowern und an meine Grenzen gehen. Vor allem aber merke ich, dass ich durch das Intervalltraining wirklich schneller werde und bei lockeren Einheiten nicht mehr so schnell aus der Puste komme. Gerade das Gefühl beim Laufen, bei gleicher Anstrengung immer schneller zu werden, motiviert mich unheimlich und hilft mir am Ball zu bleiben.

Die Läufe werden immer länger

Am vergangenen Sonntag stand dann der bisher längste Lauf in der bisherigen Vorbereitung auf dem Plan: 28 Kilometer sollten gemeistert werden. Die Strecke, die wir dafür ausgewählt hatten, führte entlang der beliebtesten Laufstrecken der Hamburger Läuferschaft. Zuerst ging es einige Kilometer zur Außenalster, wo wir mit vielen anderen Läufern eine Runde um die Alster drehten. Im Anschluss liefen wir nordwärts durch den regen Hamburger Verkehr nach Winterhude in den Hamburger Stadtpark, wo wir auch noch eine große Runde drehten. Anschließend ging es wieder nach Hause. Nach knapp drei Stunden zeigte die Laufapp dann über 26 Kilometer an, das hat dann aber auch gereicht.
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Autor: Malte Gottwald 13.03.2018

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