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Berlin-Marathon 2017 Die drei besten Marathonläufer der Welt kämpfen um den Weltrekord

Vorjahressieger Kenenisa Bekele aus Äthiopien fordert Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang aus Kenia heraus. Damit treffen beim Berlin-Marathon die besten Marathonläufer der Welt aufeinander.

Eliud Kipchoge, Sieger des Berlin-Marathons 2015 +
Foto: SCC EVENTS/photorun

Eliud Kipchoge, Kenia, Sieger des Berlin-Marathons 2015. Marathon-Bestzeit: 2:03:05 (London 2016)

Die drei zurzeit besten Marathonläufer der Welt treffen am 24. September beim Berlin-Marathon 2017 aufeinander: Die Kenianer Eliud Kipchoge und Wilson Kipsang werden vom äthiopischen Vorjahressieger Kenenisa Bekele herausgefordert. Eine solche Konstellation ist im Marathon äußerst selten. Nicht einmal bei den Olympischen Spielen in Rio war dieses Trio im vergangenen Jahr am Start. Mit Kipchoge wird in Berlin erstmals ein Marathon-Männer-Olympiasieger im Elitefeld vertreten sein. Während die Veranstalter des Berlin-Marathons die Verpflichtungen von Kipchoge und Kipsang bereits bekannt gegeben hatten, ist es ihnen nun auch noch gelungen, Äthiopiens Superstar Kenenisa Bekele zum Elitefeld hinzuzufügen.

Kenenisa Bekele näherte sich dem Weltrekord vor einem Jahr in Berlin mit 2:03:03 Stunden bis auf
sechs Sekunden an, nachdem er auf der zweiten Streckenhälfte mehrfach mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte, sich aber jeweils wieder an den lange Zeit führenden Wilson Kipsang herankämpfte und am Ende seine überlegene Grundschnelligkeit ausspielte. Der 35 Jahre alte Äthiopier ist in den Bereichen Bahn-Langstrecken und Crossrennen der erfolgreichste Langstreckenläufer aller Zeiten. Bekele war dreimal Olympiasieger und fünfmal Weltmeister über 5.000 beziehungsweise 10.000 m, dazu elf Mal Crosslauf-Weltmeister über die Kurz- und über die Langdistanz. Außerdem hält er nach wie vor die Weltrekorde über 5.000 und 10.000 m.

Marathon läuft Kenenisa Bekele seit 2014. Nach Paris (1./2:05:04) und Chicago 2014 (4./2:05:51), Dubai 2015 (aufgegeben), London (3./2:06:36) und Berlin 2016 (1./2:03:03), Dubai (aufgegeben) und London 2017 (2./2:05:57) ist der Berlin-Marathon am 24. September sein achter Start über die klassische Distanz. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Erfolge auf den Langstrecken wird Kenenisa Bekele von vielen Experten als komplettester Läufer aller Zeiten bezeichnet.

„Dies ist eine Traum-Konstellation. Es kommt nicht oft vor, dass die drei aktuell stärksten Marathonläufer der Welt in einem Rennen aufeinander treffen. Als Organisatoren wünschen wir uns gutes Wetter und einen spannenden Rennverlauf, dann steht dem Ziel #beatberlinWR nichts im Weg“, sagte Race-Direktor Mark Milde.


Kenenisa Bekele, Sieger des Berlin-Marathons 2016 +
Foto: SCC EVENTS/Jiro Mochizuki

Kenenisa Bekele, Ätiopien, Sieger des Berlin-Marathons 2016. Marathon-Bestzeit: 2:03:03 (Berlin 2016)

Erklärtes Ziel vom aktuellen Olympiasieger Eliud Kipchoge ist es tatsächlich, den Marathon-Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto zu unterbieten, den dieser 2014 mit 2:02:57 Stunden beim Berlin-Marathon aufgestellt hatte. Anfang Mai hatte Kipchoge in einer Art „Laborversuch“ auf der Formel-1-Rennstrecke von Monza (Italien) mit 2:00:25 Stunden die schnellste jemals erzielte Zeit über die Marathondistanz von 42,195 km erzielt. Allerdings war dieses Rennen irregulär, da wechselnde und mehr Tempomacher eingesetzt wurden als zulässig. „In Monza war ich so nahe dran, die Zwei-Stunden-Marke zu unterbieten. Jetzt ist der BMW Berlin-Marathon für mich die passende Gelegenheit, den offiziellen Weltrekord anzugreifen“, sagte Kipchoge.

Vor vier Jahren war Wilson Kipsang in Berlin mit 2:03:23 Weltrekord gelaufen. 2016 war er dann in Berlin sogar noch zehn Sekunden schneller als bei seinem Weltrekord, und doch reichte es nur zum zweiten Platz hinter Kenenisa Bekele. In diesem Jahr ist Kipsang mit seinem Sieg in Tokio in 2:03:58 Stunden die Nummer eins in der Jahresweltbestenliste.

Einmal trafen Kipchoge, Bekele und Kipsang in einem Marathon bisher aufeinander: In London gewann im April 2016 Kipchoge mit 2:03:05. Bekele, der sich damals nach einer längeren Verletzungspause zurückmeldete, lief als Dritter 2:06:36 und Kipsang hatte Pech. Nach einem Sturz wurde er Fünfter mit 2:07:52.
Wilson Kipsang beim Berlin-Marathon 2016 +
Foto: SCC EVENTS/Jiro Mochizuki

Wilson Kipsang, Kenia, beim Berlin-Marathon 2016. Marathon-Bestzeit: 2:03:13 (Berlin 2016)

Live-Übertragung des Berlin-Marathon

Der Berlin-Marathon wird am 24. September live von ARD und rbb übertragen. Die ARD berichtet von 9:05 bis 12:00 Uhr, der rbb überträgt bis 14 Uhr.

Kurzportäts der drei Favoriten beim Berlin-Marathon

Kenenisa Bekele
Äthiopien
13. Juni 1982
Marathon-Bestzeit: 2:03:03 (Berlin 2016)

Größte Erfolge

2004 und 2008 dreimal Olympiagold über 5.000 m und 10.000 m. 2004 Olympia-Silber über 5.000 m.

2003, 2005, 2007, 2009 viermal WM-Gold über 10.000 m, 2009 WM-Gold über 5.000 m, 2003 WM-Bronze über 5.000 m.

2002-2006 zehnmal Crosslauf-Weltmeister über die Kurz- und Langdistanz sowie 2008 Langdistanz.

Weltrekord über 5.000 m: 12:37,35/2004 (noch aktuell)
Weltrekord über 10.000 m: 26:20,31/2004 und 26:17,54/2005 (noch aktuell)

Eliud Kipchoge
Kenia
5. November 1984
Marathon-Bestzeit: 2:03:05 (London 2016)

Größte Erfolge
2016
1. Marathon Olympische Spiele
1. London-Marathon
2015
1. London-Marathon
1. Berlin-Marathon
2014
1. Rotterdam-Marathon
1. Chicago-Marathon
2013
1. Hamburg-Marathon
2. Berlin-Marathon
2010
2. 5.000 m Commonwealth Games
2008
2. 5.000 m Olympische Spiele Peking
2007
2. 5.000 m WM
2004
3. 5.000 m Olympische Spiele Athen
2003
1. Crosslauf WM Junioren
1. 5.000 m WM

Wilson Kipsang
Kenia
15. März 1982
Marathon-Bestzeit: 2:03:13 (Berlin 2016)

Größte Erfolge
2017
1. Tokio-Marathon
2014
1. London-Marathon
1. New-York-City-Marathon
2013
1. Berlin-Marathon
2012
3. Marathon Olympische Spiele London
1. Honolulu-Marathon
2011, 2010
Frankfurt-Marathon

Marathon-Weltrekorde in Berlin

Männer
1998 Ronaldo da Costa, BRA, 2:06:05
2003 Paul Tergat, KEN, 2:04:55
2007 Haile Gebrselassie, ETH, 2:04:26
2008 Haile Gebrselassie, ETH, 2:03:59
2011 Patrick Makau, KEN, 2:03:38
2013 Wilson Kipsang, KEN, 2:03:23
2014 Dennis Kimetto, KEN, 2:02:57

Frauen
1977 Christa Vahlensieck, FRG, 2:34:48,
1999 Tegla Loroupe, KEN, 2:20:34,
2001 Naoko Takahashi, JPN, 2:19:46
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Autor: race-news-service.com 29.08.2017

Hier finden Sie weitere Informationen zum Berlin-Marathon 2018.

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