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Frankfurt-Marathon 2018 Dieser Marathon verspricht Spannung und Klasse

Das Elitefeld des Frankfurt-Marathons am kommenden Sonntag verspricht Top-Leistungen und spannende Rennen. Bei der 37. Auflage des ältesten deutschen City-Marathonlaufes werden 15.000 Teilnehmer erwartet.

Martin Kosgey (links) ist in Frankfurt bereits zweimal sehr gut gelaufen: 2016 war er Zweiter, ein Jahr später Vierter. +
Foto: Mainova Frankfurt Marathon

Martin Kosgey (links) ist in Frankfurt bereits zweimal sehr gut gelaufen: 2016 war er Zweiter, ein Jahr später Vierter. Auch am Sonntag gehört der Kenianer zu den Favoriten.

Ein Dutzend Läufer mit Bestzeiten von unter 2:10 Stunden, Ex-Weltmeisterin Mare Dibaba, die bereits unter 2:20 Stunden gelaufen ist und ein sehr schnelles Quartett aus Äthiopien anführt, Deutschlands Rekordhalter und Frankfurt-Spezialist Arne Gabius sowie Lokalmatadorin Katharina Heinig - das Elitefeld des Frankfurt-Marathons ist hoch interessant zusammengestellt und verspricht Top-Leistungen sowie spannende Rennen. Bei der 37. Auflage des ältesten deutschen City-Marathonlaufes werden bis zu 15.000 Teilnehmer erwartet. Der Frankfurt-Marathon zählt zu den Gold Label-Rennen des internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF), der höchsten Kategorie im internationalen Laufsport. In Deutschland kann neben Frankfurt nur noch der Berlin-Marathon eine Gold-Label-Einstufung vorweisen.

Das Rennen der Männer beim Frankfurt-Marathon

Am Sonntag kommt es auch zu einem Kampf zweier Zweitplatzierter. Denn am Start sind jene beiden Läufer, die am Main in den vergangenen beiden Jahren jeweils den zweiten Platz belegt hatten: der Äthiopier Kelkile Gezahegn (2017) und der Kenianer Martin Kosgey (2016). Gezahegn steigerte sich in diesem Frühjahr in Rotterdam auf 2:05:56, Kosgey lief seine Bestzeit von 2:07:22 vor zwei Jahren in Frankfurt.

Zurückmelden will sich auf der schnellen Strecke des Mainova Frankfurt Marathon ein großer kenianischer Marathonläufer, der unter anderem dreimal in Folge den Amsterdam-Marathon gewonnen hatte (2011 bis 2013) und deswegen auch den Spitznamen „Mister Amsterdam“ erhielt: Wilson Chebet ist mit seinem persönlichen Rekord von 2:05:27 Stunden der schnellste Läufer auf der Startliste. Zuletzt kam Chebet nicht mehr an seine besten Zeiten heran, doch die schnelle Strecke in Frankfurt bietet dem 33-Jährigen eine gut Möglichkeit dafür. Mit Gilbert Yegon wird noch ein zweiter früherer Amsterdam-Sieger starten. Der Kenianer lief bei seinem Sieg in Holland 2009 mit 2:06:18 seine nach wie vor aktuelle Bestzeit.

Während 12 Läufer mit persönlichen Rekorden von unter 2:10 Stunden auf der Startliste stehen, könnte auch eine Gruppe von Debütanten aus Ostafrika eine sehr gute Rolle spielen. Unter ihnen ist mit Alex Kibet ein Kenianer, der sich im vergangenen Winter beim Halbmarathon in Ras Al Khaimah (Vereinigte Arabische Emirate) als Dritter auf die Weltklassezeit von 59:06 Minuten steigerte.

Zum vierten Mal wird der deutsche Marathonrekordler Arne Gabius (Therapie Reha Bottwartal) beim Frankfurt Marathon starten. Der 37-Jährige erzielte bei allen seinen drei Rennen Ergebnisse von unter 2:10 Stunden - ein Zeitbereich den außer ihm seit über 25 Jahren kein deutscher Läufer erreicht hat. „Frankfurt ist das beste Pflaster für mich. Warum soll ich da etwas ändern“, sagte Arne Gabius, der 2015 hier mit einer Steigerung auf 2:08:33 den 27 Jahre alten deutschen Rekord von Jörg Peter um 14 Sekunden verbesserte.

Das Rennen der Frauen beim Frankfurt-Marathon

Erstmals startet in Frankfurt eine Läuferin, die bereits die 2:20-Stunden-Barriere durchbrochen hat: Die Äthiopierin Mare Dibaba geht mit einer Bestzeit von 2:19:52 ins Rennen. Mit drei weiteren äthiopischen Läuferinnen, die bereits Zeiten von unter 2:22 erreicht haben, ist das Rennen so hochklassig besetzt, dass der Streckenrekord fallen könnte. Vielleicht ist sogar die erste Zeit unter 2:20 Stunden in Frankfurt möglich. Die schnellste bisher in der Festhalle gestoppte Frauen-Siegzeit erzielte Meselech Melkamu (Äthiopien) 2012 mit 2:21:01.

„Wir haben das in der Breite der Spitze vielleicht beste Frauenfeld der Veranstaltungsgeschichte am Start. Insofern freuen wir uns auf ein ebenso spannendes wie hochklassiges Rennen. Mit vier so schnellen Athletinnen kann es in Richtung 2:20 Stunden oder noch schneller gehen“, sagte Renn-Direktor Jo Schindler.

Mare Dibaba hat die 2:20-Schallmauer sogar schon zweimal durchbrochen: Dabei schaffte sie das Kunststück, beide Male genau 2:19:52 zu rennen. Zunächst wurde sie damit 2012 Dritte in Dubai, drei Jahre später stellte sie ihre Bestzeit beim Sieg in Xiamen (China) ein. 2015 folgte ihr Marathon-WM-Sieg in Peking, ein Jahr später gewann sie bei Olympia in Rio die Bronzemedaille. Ihre drei starken äthiopischen Konkurrentinnen liefen alle in diesem Jahr hochkarätige Bestzeiten. Haftamnesh Tesfay hatte in Dubai im Januar einen beachtlichen Start ihrer Marathon-Karriere. Sie wurde Fünfte mit 2:20:13 Stunden. Zwei Plätze hinter ihr kam in Dubai eine weitere Debütantin ins Ziel, die nun in Frankfurt startet: Dera Dida erreichte in dem Wüsten-Emirat starke 2:21:45 Stunden. Mit Meskerem Assefa kommt zudem die Drittplatzierte des Mainova Frankfurt Marathon 2017 zurück. In diesem Frühjahr steigerte sie sich als Siegerin des Nagoya-Marathons ebenfalls auf 2:21:45.

Neben diesem super-schnellen Quartett aus Äthiopien startet zudem ein halbes Dutzend Läuferinnen mit Bestzeiten zwischen 2:22 und 2:25:00. Darunter ist mit Betsy Saina die Olympia-Fünfte von Rio 2016 über 10.000 m. Die Kenianerin schaffte in diesem Frühjahr den Durchbruch über die Marathondistanz: Im April gewann sie in Paris mit 2:22:56.
Neben der Vorjahres-Fünften Sara Hall (USA) kehrt auch Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) zurück. Die Lokalmatadorin entschloss sich kurzfristig zu einem Start, nachdem sie im August noch bei der EM in Berlin gelaufen war. Im vergangenen Jahr überraschte Katharina Heinig in Frankfurt mit Platz acht und dem Sieg bei den parallel veranstalteten Deutschen Meisterschaften. In der Liste der Topläuferinnen steht sie mit ihrer Bestzeit von 2:28:34 lediglich auf Rang 15. Das zeigt, wie außerordentlich stark das Frauenfeld in diesem Jahr besetzt ist.


Topathleten beim Frankfurt-Marathon mit Bestzeiten:

Männer:
Wilson Chebet KEN 2:05:27
Kelkile Gezahegn ETH 2:05:56
Gilbert Yegon KEN 2:06:18
Martin Kosgey KEN 2:07:22
Arne Gabius GER 2:08:33
Bira Seboka ETH 2:08:51
Weldon Kirui KEN 2:09:06
Hiroyuki Yamamoto JPN 2:09:12
Tsedat Abeye Ayana ETH 2:09:26
Tadashi Isshiki JPN 2:09:43
Akinobou Murasawa JPN 2:09:47
Amos Mitei KEN 2:09:56
Vincent Yator KEN 2:10:38
Alex Kibet KEN Debüt
Asefa Tefera ETH Debüt
Kenneth Keter KEN Debüt

Frauen:
Mare Dibaba ETH 2:19:52
Haftamnesh Tesfay ETH 2:20:13
Dera Dida ETH 2:21:45
Meskerem Assefa ETH 2:21:45
Betsy Saina KEN 2:22:56
Valentine Kipketer KEN 2:23:02
Abebech Afework ETH 2:23:33
Nancy Kiprop KEN 2:24:18
Belaynesh Oljira ETH 2:24:21
Reia Iwade JPN 2:24:38
Bedatu Hirpa Badane ETH 2:25:50
Janet Rono KEN 2:26:03
Sara Hall USA 2:26:20
Gladys Tejeda PER 2:28:12
Katharina Heinig GER 2:28:34
Sylvia Medugu KEN 2:29:09
Lindsay Flanagan USA 2:29:28


Die besten Zeiten beim Frankfurt Marathon

Männer:
2:03:42 Wilson Kipsang KEN 2011
2:04:57 Wilson Kipsang KEN 2010
2:05:16 Levy Matebo KEN 2011
2:05:25 Albert Matebor KEN 2011
2:05:50 Shura Kitata Tola ETH 2017
2:06:07 Philip Sanga KEN 2011
2:06:08 Patrick Makau KEN 2012
2:06:14 Gilbert Kirwa KEN 2009
2:06:15 Vincent Kipruto KEN 2013
2:06:16 Mark Kiptoo KEN 2013

Frauen:
2:21:01 Meselech Melkamu ETH 2012
2:21:39 Georgina Rono KEN 2012
2:21:59 Mamitu Daska ETH 2011
2:22:21 Aberu Kebede ETH 2014
2:22:34 Caroline Kilel KEN 2013
2:23:00 Flomena Chepchirchir KEN 2013
2:23:01 Birhane Dibaba ETH 2013
2:23:12 Gulume Tollesa ETH 2015
2:23:12 Dinknesh Tefera ETH 2015
2:23:23 Mamitu Daska ETH 2013
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Autor: race-news-service.com 25.10.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Frankfurt-Marathon 2019.

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