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Hannover-Marathon 2018 Erre siegt, Kunyuga krabbelt als Zweiter ins Ziel

Den Marathon Hannover gewannen 2018 Seboka Erre und Agnes Kiprop. Franziska Reng und Karsten Meier holten die Titel bei der deutschen Halbmarathon-Meisterschaft.

Hannover-Marathon 2018 +
Foto: Norbert Wilhelmi

Insgesamt ging eine Rekordzahl von 25.714 Athleten an den Start beim Hannover-Marathon 2018.

Seboka Erre und Agnes Kiprop sind die Sieger des Hannover-Marathons, der am 8. April 2018 stattfand. Bei sonnigem Wetter mit steigenden und am Ende sehr warmen Temperaturen setzte sich der Äthiopier in 2:09:44 Stunden durch. Der zweitplatzierte Kenianer Michael Kunyuga sorgte für ein kurioses Finish: Nachdem er sich wenige Meter vor der Ziellinie vor Erschöpfung nicht mehr auf den Beinen halten konnte, krabbelte er auf allen Vieren über die Ziellinie. Mit 2:10:16 Stunde sicherte er sich damit knapp vor seinem Landsmann Duncan Koech, der in 2:10:19 h ins Ziel lief, den zweiten Platz und erzielte eine persönliche Bestzeit.

Für RUNNER’S WORLD war der Fotograf Norbert Wilhelmi vor Ort beim Hannover-Marathon 2018. Seine Impressionen finden Sie in einer Bildergalerie ober- und unterhalb des Artikels.

Während bei den Männern keine deutschen Topläufer am Start waren, war auch Fate Tola (Hannover Athletics) dieses Mal nicht erfolgreich. Die deutsche Titelverteidigerin stieg aufgrund einer Erkältung bei Kilometer 17 aus. In 2:32:35 Stunden gewann die Kenianerin Agnes Kiprop. Mit großem Abstand folgten Akmaral Meirman (Kasachstan) in 2:55:58 h und Aida Stahlhut (TuS Niedernwöhren) mit 3:03:13 h. Das Frauen-Elitefeld war in den letzten Tagen vor dem Start aufgrund von verletzungsbedingten Absagen beziehungsweise Visa-Problemen erheblich zusammengeschrumpft. Eine Gruppe von äthiopischen Läuferinnen konnte nicht rechtzeitig nach Hannover reisen. Und dennoch: Die Rahmenwettbewerbe mit einberechnet, verzeichnete der Hannover-Marathon 2018 eine Rekord-Meldezahl von 25.714 Athleten.

Hannover-Marathon 2018: Spitzengruppe passiert 30-km-Marke nach 1:31:53 h

Im Rennen der Männer erreichte eine achtköpfige Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 64:12 Minuten. Damit erfüllten die Tempomacher sehr genau die Vorgabe und führten das Feld zu diesem Zeitpunkt in Richtung Streckenrekord von 2:08:32 h. Der favorisierte Gilbert Kirwa, der mit 2:06:14 Stunden der schnellste Läufer auf der Startliste war, lag zu diesem Zeitpunkt bereits eine Minute zurück und gab bald darauf das Rennen auf. Der Kenianer hatte bereits frühzeitig Probleme bekommen. Bei steigenden Temperaturen wurde die Spitzengruppe in der Folge langsamer und die Kursbestzeit geriet schließlich außer Reichweite. Kurz nach der 30-km-Marke, die die Spitze nach 1:31:53 Stunden erreicht hatte, setzten sich zunächst vier Läufer ab: Hinter dem zu diesem Zeitpunkt führenden Duncan Koech liefen Seboka Erre, Mengistu Gezahagn (Äthiopien) und Michael Kunyuga. Kurz nach Kilometer 35 konnte sich der spätere Sieger Erre dann entscheidend von seinen Konkurrenten lösen. „Ich freue mich riesig über meinen ersten Marathonsieg. Mit dem Wetter hatte ich keine Probleme“, sagte der 29-jährige Äthiopier und fügte hinzu: „Die Strecke ist perfekt, es ist die Beste die ich je gelaufen bin. Nächstes Jahr will ich wieder hier in Hannover laufen, dann aber schneller.“
Hannover-Marathon 2018 Ziel +
Foto: Norbert Wilhelmi

Michael Kunyuga krabbelte über die Ziellinie und wurde Zweiter beim Hannover-Marathon 2018.

Fate Tola beendete das Rennen vorzeitig beim Hannover-Marathon 2018

Im dezimierten Frauenfeld liefen zunächst Agnes Kiprop und Fate Tola gemeinsam an der Spitze. Sie passierten die 10-km-Marke gemeinsam nach 35:05 Minuten. Doch nach 15 km löste sich Kiprop, während Tola zurückfiel und bald darauf aus dem Rennen ging. Nach einer flotten Halbmarathon-Durchgangszeit von 1:13:30 h lief Agnes Kiprop einem souveränen Sieg entgegen, konnte aber in der zweiten Hälfte das Tempo nicht mehr halten. „Ich bin zufrieden, aber ab Kilometer 29 hatte ich Probleme im Fuß und bekam Schmerzen und Krämpfe. Mein Tempomacher sagte mir, ich solle durchhalten“, erzählte Agnes Kiprop. Enttäuscht war Fate Tola, dass sie vor heimischem Publikum nicht ihre Leistungsfähigkeit beweisen konnte und die Titelverteidigung verpasste. „Ich hatte schon vor dem Rennen mit einer Erkältung mit Husten zu kämpfen. Bei Kilometer 17 ging es gar nicht mehr und ich musste aussteigen“, erklärte Fate Tola und fügte hinzu: „Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei und probiere es erneut.“

65:22 min: Karsten Meier wird in persönlicher Bestzeit deutscher Halbmarathon-Meister

Außerdem wurden im Rahmen des Hannover-Marathons 2018 auch die deutschen Meisterschaften im Halbmarathon ausgetragen. Einen überraschenden Heimsieg konnte sich Karsten Meier erkämpfen. Der Hannoveraner startet für die LG Braunschweig und ließ die Konkurrenz durch eine letzte Tempoverschärfung alt aussehen – mit einer Zeit von 65:22 Minuten wurde Meier somit deutscher Meister. Zudem verbesserte er damit auch noch seine Bestzeit um mehr als eine Minute nach unten. Favorit Hendrik Pfeiffer hatte sich schon bei Kilometer 10 aus der Führungsgruppe verabschieden müssen. Zweiter bei der Halbmarathon-DM wurde Jens Nerkamp (PSV Grün-Weiß Kassel) in 65:26 Minuten. Titelverteidiger Philipp Baar (ART Düsseldorf) wurde in diesem Jahr mit 65:48 min Dritter. Bei den Frauen bescherten die U23-Läuferinnen Franziska Reng und Miriam Dattke der LG Telis Finanz Regensburg einen Doppelsieg. Lange liefen die beiden Seite an Seite – am Ende hatte aber die 21-jährige Franziska Reng die Nase vorn und wurde mit 74:14 Minuten deutsche Halbmarathon-Meisterin. Die zwei Jahre jüngere Miriam Dattke lief bei ihrem zweiten Halbmarathon-Start in 74:36 Minuten auf den Silberrang. Dritte wurde Fabienne Amrhein (MTG Mannheim) in 75:18 Minuten.
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Autor: race-news-service.com/Cecilia Wenig 08.04.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Marathon Hannover 2019.

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