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Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg 2018 Geheimfavorit Johnstone läuft bei Duisburger Jubiläum zum Sieg

Beim 35. Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg starteten bei tollen Bedingungen über 5.500 Sportler. Marathon-Debütantin Annika Vössing gewann über die Königsdistanz und blieb auf Anhieb unter drei Stunden.

Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg 2018 +
Foto: Ortwin Roye

Die Teilnehmer hatten in Duisburg großen Spaß.

Zum 35. Mal ging am ersten Sonntag im Juni 2018 der Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg über die Bühne. Einmal mehr waren tausende Sportler, aber auch tausende Zuschauer, gekommen und machten das Event zu einem großen Fest des Sports. Nikki Johnstone, der im Vorfeld als Geheimfavorit gehandelt wurde, lief auf den Straßen Duisburgs zu seinem dritten Marathonsieg binnen 22 Tagen. Auch beim Rhein-Ruhr-Marathon blieb der Läufer des ART Düsseldorf unter der Schallmauer von 2:30 Stunden. Dies gelang an diesem Tag keinem weiteren Läufer. Ähnlich erging es Annika Vössing. Bei ihrem ersten Marathon blieb sie in 2:57:27 Stunden als einzige Frau unter drei Stunden und gewann.

Für runnersworld.de war unser Fotograf Ortwin Roye beim Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg 2018 vor Ort. Seine schönsten Impressionen finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Nachdem zwischen 8:00 Uhr und 8:30 Uhr bereits die Handbiker, Inliner und Ekidenstaffeln auf die Strecke gelassen wurden, fiel der Marathon-Startschuss um 8:30 Uhr und somit exakt eine Stunde früher als noch im Vorjahr. Der Halbmarathonstart wurde hingegen von 9:10 Uhr auf 10:00 Uhr verschoben. Statt Temperaturen von rund 30 Grad Celsius hatten die Läufer es in diesem Jahr mit etwas kühleren Bedingungen zu tun, sodass Karsten Krucks letztjährige Siegzeit von 2:40:36 Stunden von Johnstone um rund zwölf Minuten unterboten werden konnte. Lediglich Dani Tsgay (LAZ Puma Rhein-Sieg) war dem Schotten gefolgt, sodass beide noch vor Ablauf der ersten 75 Minuten die Halbmarathonmarke passierten. Statt wie Johnstone die zweite Hälfte in der nahezu identischen Zeit zu laufen, musste Tsgay seinem mutigen Anfangstempo Tribut zollen und kam am Ende in 2:40:40 Stunden auf Rang drei. Zweiter wurde David Schönherr (LSF Münster, 2:34:36 Stunden), der lange Zeit ein einsames Rennen lief. Der Vorjahreszweite Björn Tertünte (Ayyo Team Essen e. V.) kam nach 2:51:27 Stunden als Neunter ins Ziel. Mann des Tages war allerdings der Schotte Nikki Johnstone, der in 2:28:40 Stunden als erster aller 590 Marathon-Finisher ins Ziel kam.

Annika Vössing läuft beim Marathondebüt zum Gesamtsieg

Ähnliche Abstände ergaben sich auch zwischen den schnellsten Damen. Eine klare Favoritin war hier vor dem Rennen nicht auszumachen. Manch einer traute Carina Fierek (TuS Xanten) den Sieg zu, andere der in der Altersklasse 50 startenden Birgit Schönherr-Hölscher (PV Triathlon Witten), die 2017 Vierte wurde. Am Ende setzte sich jedoch Debütantin Annika Vössing vom LAV Oberhausen durch. In 2:57:22 Stunden blieb sie auf Anhieb unter drei Stunden. Zweite wurde Anke Lehmann (Lauffreunde HADI Wesel, 3:03:24 Stunden), Dritte Mitfavoritin Carina Fierek (3:06:49 Stunden). Birgit Schönherr-Hölscher kam derweil in 3:19:43 Stunden auf Rang fünf aller 114 weiblichen Finisherinnen.
Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg 2018 (3) +
Foto: Ortwin Roye

Die letzten Meter absolvierten die Läufer im Stadion des MSV Duisburg.

Kestner und Esser über 21,1 Kilometer auf Rang eins

Ein deutlich knapperes Rennen sahen die Zuschauer über die halbe Distanz. Hier setzte sich der Magdeburger Sebastian Kestner (Fahrrad Magdeburg Trimagos) in 1:13:27 Stunden durch und distanzierte Ralf Ruthe (Oberfinanzdirektion NRW) so um lediglich zwölf Sekunden. Dritter wurde Bernhard Deiß vom Recklinghäuser LC, der in 1:13:52 Stunden ebenfalls noch unter 1:14 Stunden finishen konnte. Der letztjährige Marathonsieger Karsten Kruck (ASV Duisburg), der mit der kleinsten Startnummer aller Halbmarathonläufer ins Rennen gegangen war, landete in 1:16:32 Stunden auf Rang vier. Die erste Frau aller 2.002 Finisher war in diesem Jahr Anke Esser. Sie dominierte nach Belieben und gewann in schnellen 1:18:26 Stunden mit fast acht Minuten Vorsprung vor Katharina Wehr (TV Wannheimerort, 1:26:13 Stunden). Lediglich fünf Männer schafften es schneller als Esser zu sein. Das Podest komplettierte Melina Buil (Runners Point) in 1:29:03 Stunden. Den Titel der deutschen Finanzamtsmeisterschaften, die im Rahmen des Rhein-Ruhr-Marathons ausgetragen wurden, sicherten sich Sieger Sebastian Kestner sowie Lena Teutemacher vom Finanzamt Steinfurt. Sie benötigte 1:36:27 Stunden und kam so als zehnte Läuferin ins Ziel.

Duisburg ist phantastisch

Zur 35. Ausgabe des Rhein-Ruhr-Marathons gehörte natürlich auch der Rhein-Ruhr-Staffel-Marathon. Andreas Lindermann, Jan Neuens, Maximilian Jakobs und Dennis Breuer erreichte unter dem Teamnamen „Bunert Duisburg/Moers“ nach 2:34:51 Stunden als erste Herren-Staffel das Ziel im Stadion des MSV Duisburg, der Schauinsland-Reisen-Arena. Die schnellste Damen-Staffel war in diesem Jahr das Team „Laufsport Bunert Duisburg“ (3:09:25 Stunden), die schnellste Mixed-Staffel die Jugend des ASV Duisburg (3:00:17 Stunden). Am Ende eines langen Marathontages zeigten sich Veranstalter, Zuschauer und Läufer glücklich über den Verlauf des Rhein-Ruhr-Marathons Duisburg 2018. Sieger Nikki Johnstone meinte gar: „Duisburg ist phantastisch. Ich wundere mich über mich selbst, dass ich nicht schon vorher hier einmal an den Start gegangen bin.“
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Autor: Jonas Müller 03.06.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg 2018.

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