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Das Marathonjahr 2012 Gleich sechs Frauen unter 2:20 Stunden

2012 war das in der Breite der Spitze mit Abstand beste Jahr im Frauen-Marathon.

Tiki Gelana gewann Gold beim olympischen Marathon in London. +
Foto: photorun.net

Tiki Gelana gewann Gold beim olympischen Marathon in London.

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Der Weltrekord von Paula Radcliffe bleibt unangetastet. Die Britin lief 2003 in London 2:15:25 Stunden. Doch 2012 war das in der Breite der Spitze mit Abstand beste Jahr im Frauen-Marathon. Gleich sechs Frauen erreichten Zeiten von unter 2:20 Stunden, vier weitere blieben unter 2:21. Insgesamt sogar 18 Ergebnisse gab es, die besser waren als 2:22:00. Zum Vergleich: 2009 hatte keine einzige Läuferin eine Zeit unter 2:22 erreichen können.

Wie bei den Männern so sind es inzwischen auch bei den Frauen Läuferinnen aus Kenia und Äthiopien, die den Marathonlauf in der Spitze dominieren. Die Kenianerinnen und Äthiopierinnen holen im Vergleich zu den Männern ihres Landes auf. Und ihre Leistungsentwicklung erklärt auch das insgesamt deutlich bessere Niveau der Weltspitze. Jene 18 Zeiten unter 2:22 Stunden wurden 2012 ausschließlich von Läuferinnen aus Kenia und Äthiopien erzielt. Angeführt wird die Jahresweltbestenliste von Mary Keitany. Die Kenianerin gewann den London-Marathon in 2:18:37 Stunden. Die zweitschnellste Zeit des Jahres lief Äthiopiens Newcomerin und Olympiasiegerin Tiki Gelana, die den Rotterdam-Marathon mit 2:18:58 gewann. Diese beiden dürften 2013 versuchen, ein weiteres Stück näher an die Radcliffe-Zeit heranzukommen.

Doch vielleicht kommt ihnen dabei eine andere zuvor: Denn 10.000-m-Olympiasiegerin Tirunesh Dibaba (Äthiopien) hat nach einem beeindruckenden Halbmarathon-Debüt in Newcastle im vergangenen September angekündigt, dass sie in diesem Jahr ihr Marathon-Debüt laufen will. Gut möglich, dass dies im April in London der Fall sein wird.

Die Chinesin Jiali Wang und die Russin Liliya Shobukhova waren 2012 die schnellsten Läuferinnen, die nicht aus Kenia oder Äthiopien kamen. Wang lief in Chongqing 2:22:41, Shobukhova musste sich nach drei Siegen in Serie in Chicago geschlagen geben und erreichte dort als Vierte 2:22:59.
Während deutsche Marathonläufer international schon lange keine Rolle mehr spielen, gibt es bei den Frauen zurzeit nur eine, die noch internationale Maßstäbe erfüllt: Irina Mikitenko (Eintracht Frankfurt) findet sich mit einer Saisonbestzeit von 2:24:53 Stunden auf dem 41. Rang in der Jahresweltbestenliste. Daran dürfte sich auch 2013 noch nichts ändern. Irina Mikitenko kann jetzt allerdings als 40-Jährige versuchen, den Masters-Weltrekord von 2:25:43 zu brechen.
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Autor: race-news-service.com 12.01.2013
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