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Kiel-Marathon 2018 Jan Knutzen rennt dem Wind davon

Die 24. Austragung des Kiel-Marathons war nichts für Schönwetter-Läufer. Bei eisigen Temperaturen und einem straffen Wind finishten 626 Läufer über 10 km, 589 über Halbmarathon und 243 Läufer über 42,195 Kilometer.

Kiel-Marathon 2018 +
Foto: Thomas Sobczak

Trotz gefühlten minus fünf Grad gab es für die Läufer Grund zur Freude.

Am Samstag, den 24. Februar fiel im hohen Norden der Bundesrepublik einer der ersten Marathon-Startschüsse des noch recht jungen Jahres. Ab 10:40 Uhr galt es für die knapp 300 Läufer, die gut zehn Kilometer lange Wendepunkt-Strecke entlang der Kieler Innenförde vier Mal zu absolvieren. Start und Ziel des Marathons, wie auch des ebenfalls angebotenen Halbmarathons und 10-km-Laufs, befanden sich am Cruise Terminal Ostseekai. Am schnellsten dem kalten Ostwind entkommen konnte Jan Knutzen, der nach 2:37:41 Stunden als Sieger ins Ziel lief. Schnellste Frau war Doris Marquardt, die nach 3:06:26 Stunden nur fünf Männern den Vortritt lassen musste.

Für runnersworld.de war unser Fotograf Thomas Sobczak beim Kiel-Marathon 2018 vor Ort. Seine schönsten Impressionen vom Lauf finden Sie in der Bildergalerie ober- und unterhalb dieses Artikels.

Um 10:40 Uhr fiel bei rund null Grad der Startschuss zum Marathon. Während der Wind eine gefühlte Temperatur von fünf Grad unter dem Gefrierpunkt verursachte, sorgte strahlender Sonnenschein für eine herrliche Kulisse. Schnell war abzusehen, dass der Sieg über die 42,195 Kilometer nur über Jan Knutzen ginge. Nach 2:37:41 Stunden musste der 2:30-Stunden-Marathonläufer im Ziel fast neun Minuten auf seinen nächsten Verfolger warten. Michael Keil konnte als Zweiter in 2:46:37 Stunden noch unter einem Kilometerschnitt von vier Minuten bleiben. Ebenfalls mit etwas Abstand lief Daniel Allard nach 2:53:47 Stunden als Dritter über die Ziellinie. Nur um 20 Sekunden verpasste Dennis Dinter als Vierter das Podest.

Doris Marquardt lässt nur fünf Männern den Vortritt beim Kiel-Marathon 2018

Anders als im Männerrennen, setzten sich bei den Frauen die beiden ersten Läuferinnen nennenswert vom Rest der Konkurrenz ab. Nach 3:06:26 Stunden reichte es Doris Marquardt letztlich dennoch recht deutlich zum Sieg vor Britta Giesen, die 3:10:01 Stunden benötigte. Ein einsames Rennen um Platz drei lief unterdessen Lone Jensen. Über 19 Minuten nach Giesen und über zwölf Minuten vor der viertplatzierten Clara Fleischhauer (3:41:54 Stunden), bedeuteten für Jensen 3:29:21 Stunden den Sprung auf das Podest. Insgesamt 243 Läufer konnten bei der 24. Auflage des Kiel-Marathons die 42,195-km-Distanz bezwingen.

Spannende Entscheidung im Halbmarathon der Männer

Weit über die doppelte Teilnehmerresonanz erhielt der Halbmarathon, der um 11:25 Uhr gestartet wurde und 589 Finisher zählte. Auch für ordentlich Spannung an der Spitze des Feldes war gesorgt – nur 14 Sekunden trennten am Ende die ersten drei Läufer. Mansor Farah bewies in 1:18:08 Stunden die größten Reserven und konnte sich über den Sieg freuen. Zweiter wurde Jan-Henrik Lange in 1:18:18 Stunden, dicht gefolgt vom drittplatzierten Nils Neumann (1:18:22 Stunden). Drei weitere Läufer schafften die Halbmarathon-Distanz in unter 80 Minuten, bevor nur wenig später mit Jessica Ehlers die erste Frau das Ziel erreichte. In 1:22:03 Stunden blieb sie den schnellsten Männern dicht auf den Fersen. Denise Vanelk hatte ihrerseits in 1:24:04 Stunden einen komfortablen Vorsprung auf die Dritte, Ase Klinkenberg (1:31:23 Stunden).

Promimente Sieger und größtes Feld beim Kiel-Marathon 2018 über zehn Kilometer

Mit 626 Finishern zählte der schon um zehn Uhr gestartete 10-km-Lauf über eine Runde am Kieler Hafen entlang die meisten Läufer. Doch nicht nur das machte ihn zu einem Highlight. Auch die Sieger sind keine Unbekannten. Der ehemalige Hindernis- und zuletzt erfolgreiche Marathonläufer Steffen Uliczka siegte in 31:22 Minuten bei seinem Heimspiel überlegen. Eine knappe Minute später konnte sich Dennis Mehlfeld in 32:20 Minuten über den zweiten Platz freuen, bevor mit etwas Abstand Nick Hansen sein einsames Rennen nach 34:05 Minuten als Dritter beenden konnte. Wie auch Uliczka für die SG TSV Kronshagen/Kieler TB startend, gelang der 23-jährigen Hindernisläuferin Maya Rehberg ein souveräner Sieg in 38:09 Minuten. Platz zwei ging in 40:25 Minuten an Kerstin Schmidt-Krutein, die Nina Rosenbladt (40:44 Minuten) knapp auf den dritten Rang verwies.

Vom Sommerdress bis zur kompletten Vermummung

Während manchen Läufern die kalten Temperaturen nichts auszumachen schienen, packten sich andere von Kopf bis Fuß dick ein. Auch zahlreiche hartgesottene Zuschauer säumten die Laufstrecke und ließen sich vom strammen Wind nicht davon abhalten, die Läufer zu unterstützen. Ebenso eine reibungslose Organisation im und rund um den Terminal des Ostseekais trug zur Zufriedenheit aller Beteiligten bei.
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Autor: Patrick Brucker 24.02.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Kiel-Marathon 2018.

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