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Streckenrekord Kebede läuft Streckenrekord, Baysa gewinnt Sprintfinish in Chicago

Beim Chicago-Marathon 2012 lief der Äthiopier Tsegaye Kebede neuen Streckenrekord. Im Sprintfinish der Frauen siegte Atsede Baysa.

Tsegaye Kebede  beim Chicago-Marathon +
Foto: photorun.net

Tsegaye Kebede brach in Chicago den Streckenrekord.

Der Äthiopier Tsegaye Kebede hat den Chicago-Marathon gewonnen. Der 25-Jährige krönte die 35. Auflage des Rennens, für das 45.000 Läufer gemeldet hatten, mit einem Streckenrekord und einer persönlichen Bestzeit von 2:04:38 – damit war er nur genau eine Minute entfernt vom Berliner Weltrekord des Kenianers Patrick Makau. Es war das erste Mal, dass in Chicago eine Zeit unter 2:05 Stunden gelaufen wurde. Im vergangenen Jahr hatte der Kenianer Moses Mosop den Kursrekord dort auf 2:05:37 verbessert. Tsegaye Kebede lief in Chicago die zehntbeste je erzielte Zeit über die klassische Distanz, wenn man die Resultate des nicht Rekord-konformen Kurses von Boston nicht mitrechnet.

Beim kleinen Jubiläum des Chicago-Marathons sorgte Tsegaye Kebede für ein Novum, denn noch nie hatte ein Athlet aus Äthiopien das Männerrennen dieses World Marathon Majors (WMM)-Laufes gewonnen. Neunmal in Folge war der Sieger zuletzt aus Kenia gekommen. Nun gab es sogar einen äthiopischen Dreifach-Triumph, bei dem Feyisa Lelisa (2:04:52) und der Debütant Tilahun Regassa (2:05:26) die Ränge zwei und drei hinter Tsegaye Kebede belegten. Wie schon in Berlin vor einer Woche schlug sich auch in Chicago ein zweiter Debütant prächtig: Sammy Kitwara (Kenia) lief als Vierter 2:05:54 Stunden. Auch die nächsten beiden erzielten noch hochkarätige Zeiten: Wesley Korir wurde Fünfter mit 2:06:13, sein kenianischer Landsmann Bernard Kipyego folgte mit 2:06:40.

Das Spitzenquartett produzierte die in der Breite der Spitze besten Ergebnisse, die der Chicago-Marathon bisher gesehen hat. Nie zuvor war bei dem Rennen mehr als ein Läufer unter 2:06 Stunden gerannt. Elf Athleten blieben unter 2:10 Stunden. Auch für die US-Amerikaner gab es einen Erfolg: Dathan Ritzenhein steigerte sich als bester nicht-afrikanischer Läufer um gut zwei Minuten und wurde Neunter mit 2:07:47. Er ist nun der drittschnellste Amerikaner aller Zeiten hinter Ryan Hall und Khalid Khannouchi.

Atsede Baysa gewann das Frauenrennen und die damit verbundene Siegprämie in Höhe von 120.000 US-Dollar. Die 25-jährige Äthiopierin setzte sich in einem Sprintfinish in 2:22:03 Stunden mit einer Sekunde Vorsprung vor der Kenianerin Rita Jeptoo durch. Rang drei belegte Lucy Kabuu (Kenia) mit 2:22:41. Liliya Shobukhovas einmalige Siegesserie – die Russin hatte den Chicago-Marathon zuletzt dreimal in Folge gewonnen – endete am Sonntag. Sie verpasste als Vierte den vierten Triumph in Folge, lief aber trotzdem ein starkes Rennen mit 2:22:59 Stunden. Fünfte wurde Caroline Rotich, die mit 2:23:22 ebenfalls noch eine erstklassige Zeit erreichte. Insgesamt blieben acht Läuferinnen unter 2:30 Stunden.
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Autor: race-news-service.com 09.10.2012

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