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Amsterdam-Marathon Kenenisa Bekele peilt Streckenrekord an

"Ich würde gerne den Kursrekord brechen", sagte Kenenisa Bekele, der am 21. Oktober zum ersten Mal den Amsterdam-Marathon laufen wird.

Wie stark ist Kenenisa Bekele? Oftmals, wie hier in Dubai, lief es für den Äthiopier nicht im Marathon. Am Sonntag will er sich in Amsterdam zurückmelden. +
Foto: photorun.net

Wie stark ist Kenenisa Bekele? Oftmals, wie hier in Dubai, lief es für den Äthiopier nicht im Marathon. Am Sonntag will er sich in Amsterdam zurückmelden.

Noch vor gut einem Monat durfte man spekulieren, ob Kenenisa Bekele beim Amsterdam-Marathon am Sonntag versuchen würde, den Weltrekord anzugreifen, den der Äthiopier schon einmal um nur wenige Sekunden verpasst hatte. Doch nach dem Sensations-Rennen von Eliud Kipchoge in Berlin ist die globale Rekordzeit selbst für einen der besten Läufer aller Zeiten, den mehrfachen Olympiasieger, Weltmeister und Cross-Weltmeister Bekele, zurzeit wohl außer Reichweite. Kenias Superstar Kipchoge lief vor einem Monat in Berlin 2:01:39 Stunden. Für Bekele, der 2016 in Berlin mit 2:03:03 gewonnen hatte und dabei den damaligen Weltrekord um lediglich sechs Sekunden verpasst hatte, geht es nun auf der schnellen Amsterdamer Strecke „nur“ noch um den Streckenrekord. Diesen hält der Kenianer Lawrence Cherono, der am Sonntag zu Bekeles Gegnern zählt, mit 2:05:09 Stunden.

Nur einmal konnte Kenenisa Bekele, der nach wie vor die Weltrekorde über 5.000 und 10.000 m hält, im Marathon wirklich überzeugen und das zeigen, was man ihm zugetraut hatte. Doch nach seinem Sieg in Berlin 2016 ging es wieder bergab für den 36-Jährigen, der davon träumte, als erster Läufer der Leichtathletik-Geschichte beide Bahn-Langstrecken-Weltrekorde und den Marathon-Weltrekord zeitgleich zu halten. In Dubai gab er 2017 auf, in London folgte Platz zwei bevor er in Berlin wiederum nicht das Ziel erreichte. In diesem Frühjahr wurde er in London Sechster mit 2:08:53. Für Kenenisa Bekele, der sich noch vor gut eineinhalb Jahren zugetraut hatte, eine „Kipchoge-Zeit“ von rund 2:01:30 Stunden zu erreichen, geht es nun zunächst einmal darum, sich mit einer guten Leistung in Amsterdam wieder zurückzumelden. „Ich würde gerne den Kursrekord brechen, aber die Strecke hier ist auch neu für mich“, sagte Kenenisa Bekele, der zum ersten Mal in Amsterdam Marathon laufen wird.

Den Streckenrekord und damit seine eigene Bestzeit will auch der Titelverteidiger unterbieten: Vor einem Jahr gewann Lawrence Cherono in Amsterdam ein Sprint-Finish mit nur einer Sekunde Vorsprung vor seinem Landsmann Norbert Kigen, der am Sonntag nicht laufen wird. „Es war im vergangenen Jahr ein großes Rennen hier. Mein Training lief gut, und jetzt möchte ich meine Zeit unterbieten“, sagte Cherono.

Drei weitere Athleten mit Bestzeiten von unter 2:06 Stunden stehen auf der Startliste: Mule Wasihun (Äthiopien/2:05:39), Gideon Kipketer (2:05:51) und Laban Korir (beide Kenia/2:05:54). Außerdem gehört sicherlich der aus Kenia stammende Türke Kaan Özbilen, der mit 2:06:10 zeitweilig Europarekordler war, zum erweiterten Favoritenkreis. Ein Dutzend Läufer stehen auf der Startliste, die bereits Zeiten von unter 2:10 Stunden erreicht haben.

Wie in der Vergangenheit ist das Frauen-Rennen in der absoluten Spitze längst nicht so breit besetzt. Als Favoritin geht die Äthiopierin Tadelech Bekele mit einer Bestzeit von 2:21:40 Stunden ins Rennen. Allerdings sind zwei hochkarätige Debütantinnen am Start: Die zweimalige 5.000-m-Olympiasiegerin Meseret Defar (Äthiopien) und die 10.000-m-Weltmeisterin von 2009, Linet Masai (Kenia).

Meseret Defar wollte eigentlich in Tokio im Februar ihr Marathon-Debüt laufen, musste aber wegen einer Muskelverletzung passen. Die frühere 5.000-m-Weltrekordlerin startete in diesem Jahr nur einmal international: Sie gewann im Juni den Halbmarathon in San Diego mit 68:26 Minuten. Nach einer zweijährigen Babypause meldete sich Linet Masai im September beim Great North Run in Newcastle zurück. Bei dem Halbmarathon erreichte sie als Vierte mit 68:11 eine persönliche Bestzeit.

Favoriten und Bestzeiten beim Amsterdam-Marathon

Männer:
Kenenisa Bekele ETH 2:03:03
Lawrence Cherono KEN 2:05:09
Mule Wasihun ETH 2:05:39
Gideon Kipketer KEN 2:05:51
Laban Korir KEN 2:05:54
Kaan Özbilen TUR 2:06:10
Solomon Deksisa ETH 2:06:22
Tadu Abate ETH 2:06:54
Robert Chemosin KEN 2:08:05
Hillary Kipsambu KEN 2:08:53
Yenew Alamirew ETH 2:08:56
Michel Butter NED 2:09:58

Frauen:
Tadelech Bekele ETH 2:21:40
Desi Jisa BRN 2:24:05
Miranda Boonstra NED 2:27:32
Miharu Shimokado JPN 2:27:54
Gladys Tejeda ETH 2:28:12
Meseret Defar ETH Debüt
Linet Masai KEN Debüt
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Autor: race-news-service.com 19.10.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Amsterdam Marathon 2018.

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