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Bonn-Marathon 2018 Kurui sticht aus über 13.700 Sportlern heraus

Teilnehmer aus 36 Nationen gingen beim 18. Bonn-Marathon an den Start. Einmal mehr zeigte sich Bonn als stimmungsvolle Marathon-Stadt.

Bonn-Marathon 2018 (1) +
Foto: Thomas Sobczak

Auch barfuß wurde in Bonn gefinisht.

Die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn bewies mit der 18. Auflage des Bonn-Marathons einmal mehr ihre Marathon-Tauglichkeit. Rund 200.000 Zuschauer waren gekommen um die Sportler nach vorne zu klatschen. Der Kenianer Dickson Kurui gewann in 2:19:06 Stunden deutlich vor Richard Schumacher. Bei den Damen machte Sintayehu Kibebo aus Äthiopien in 2:39:13 Stunden das Rennen und verwies Laura Chacon-Biebach so ebenfalls deutlich auf Platz zwei.

Unser Fotograf Thomas Sobczak war für RUNNER'S WORLD vor Ort. Seine besten Fotos finden Sie in Bildergalerien ober- und unterhalb des Artikels.

Um 8.45 Uhr waren die Teilnehmer des Halbmarathons auf die Strecke gegangen, um 10.30 Uhr sollten die Marathonläufer sowie die Staffeln und Schulmarathonteilnehmer folgen. Die Strecke führte die Läufer vom Start am Koblenzer Tor durch das schöne Bonn. Die Marathonläufer hatte bereits auf dem ersten Rennkilometer den Rhein über die Kennedybrücke zu überqueren. Sieben Kilometer später, die allesamt durch Beuel führten wurde die Brücke erneut überquert. Fortan liefen die Marathonläufer weiter am Rheinufer entlang Richtung Westen, wo über die Petra-Kelly-Allee und die Ludwig-Erhard-Allee nach knapp 15 Kilometern der westlichste Punkt der Strecke, der gleichzeitig den zweiten Wendepunkt darstellte, erreicht wurde. An den Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei nährte man sich langsam wieder dem Rathaus und gleichzeitig dem sich im Stadtzentrum befindenden Ziel. Während die Halbmarathonläufer auf die finalen Meter gehen und sich von den Zuschauern auf der Zielgerade feiern lassen durften, bogen wenig später die Marathonläufer auf ihre zweite Runde ab.

Favoriten setzen sich durch

Als Favoriten für die ersten Marathon-Plätze waren im Voraus der 38-jährige Bonner Stadtmeister von 2015, Dennis Klusmann, der elf Jahre jüngere Dickson Kurui, der beim letztjährigen Dresden-Marathon in 2:25:14 Stunden gewonnen hatte, sowie Michael Arend und Richard Schumacher, die beide mit Bestzeiten von 2:33 Stunden angereist waren, gehandelt worden. Am Ende setzte sich der Kenianer Kurui in 2:19:06 Stunden deutlich vor Richard Schumacher (Sparda-Team Rechberghausen, 2:35:10 Stunden) und Sebastian Casper (BTV Brühl, 2:37:48 Stunden) durch. Mitfavorit Klusmann (LAZ Puma Rhein-Sieg) wurde in 2:43:24 Stunden vierter Mann. Bei den Damen gewann die 31-jährige Sinthayehu Kibeo, die durch ihren VIVAWEST-Marathon-Sieg 2016 bereits auf sich aufmerksam gemacht hatte. Ihre Bestzeit von 2:42:14 Stunden verbesserte die Äthiopierin in Bonn auf 2:39:12 Stunden. Laura Chacon-Biebach verpasste ihre Bestzeit hingegen um knapp zehn Minuten, kam in 2:54:33 Stunden jedoch auf den tollen zweiten Gesamtrang. Dritte wurde mit fast 20 Minuten Vorsprung die Drittplatzierte des Köln-Marathons 2017, Sigrid Bühler. Die Läuferin der LAZ Puma Rhein-Sieg finishte nach langsamerer zweiter Rennhälfte nach 3:02:39 Stunden.

Spannender Halbmarathon

Während die Marathonsieger aus Kenia und Äthiopien kamen, konnte sich über die halbe Distanz Semere Fsehhation in 1:09:11 Stunden über den Sieg und eine neue persönliche Bestzeit freuen. Der Eritreer gewann mit 15 Sekunden Vorsprung vor Christian Schreiner (LAZ Puma Rhein-Sieg). Dritter wurde Simon Schwarz (Sport Reichwein) in 1:10:17 Stunden. Im Damenfeld setzte sich Michelle Rannacher in 1:18:56 Stunden vor Nora Schmitz (LC Euskirchen, 1:19:31 Stunden) und Julia Kümpers (Aachener TG, 1:21:53 Stunden) durch.

Oberbürgermeister Sridharan glücklicher Bonn-Marathon-Teilnehmer

Beim Schulmarathon gingen insgesamt 2.170 Schüler an den Start. Das schnellste siebenköpfige Team stellte in diesem Jahr das Albertus-Magnus-Gymnasium aus Viersen. Gemeinsam konnten sie nach 2:45:12 Stunden mit gut sechs Minuten Vorsprung vor dem Tannenbusch-Gymnasium aus Bonn finishen. Auch Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan ging als Staffelläufer an den Start und hatte dabei viel Spaß, wie er auf der Pressekonferenz nach dem Rennen verlauten ließ: „Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, selbst mitlaufen zu können. Das erste Mal in einer Staffel, das war toll! Mein persönlicher schönster Augenblick war, auf dem Podium die Meister küren zu können. Es waren viele Zuschauer auf der Strecke, die die Läufer angefeuert haben. Der Marathon war toll organisiert, ein herzliches Dankeschön allen Helferinnen und Helfern sowie den Sponsoren und denjenigen, die über die Spendenmatte gelaufen sind und so den Bonner Sport unterstützen.“

Bonn-Marathon verzeichnet Teilnehmerrekord

Nachdem 2017 noch 882 Marathonläufer das Ziel erreicht hatten, musste sich der Veranstalter bei der 18. Auflage mit 635 zufriedengeben. Darüber hinaus finishten 5.985 Halbmarathonläufer. Gemeinsam mit den Staffelläufern und den Skatern gingen so rund 13.700 Sportler an den Start des Bonn-Marathons, womit man den Teilnehmerrekord von 2016 knapp überbot. Der Veranstalter konnte also auch in Sachen Teilnehmerzahl mit dem diesjährigen Bonn-Marathon vollkommen zufrieden sein.
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Autor: Jonas Müller 15.04.2018

Hier finden Sie weitere Informationen zum Bonn-Marathon 2019.

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