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Internationale Bilanz Marathonläuferinnen im Aufwind

Vor allem die Äthiopierinnen sorgten im Frühjahr 2010 für gute Zeiten. Echte Kracher blieben aber aus.

Atsede Baysa (rechts) und Helena Loshanyang Kirop (2. von links) gehörten im Frühjahr 2010 zu den schnellsten Marathonläuferinnen weltweit. +
Foto: Claus Dahms

Atsede Baysa (rechts) und Helena Loshanyang Kirop (2. von links), hier bei der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin, gehörten im Frühjahr 2010 zu den schnellsten Marathonläuferinnen weltweit.

Während die Männer in der Frühjahrssaison 2010 ein wahres Feuerwerk von Spitzenzeiten abbrannten, ließen es die Marathonläuferinnen deutlich ruhiger angehen. Wie schon im Vorjahr sind sie meilenweit vom Fabelweltrekord der Britin Paula Radcliffe (2:15:25 Stunden) entfernt, die derzeit eine Schwangerschaftspause eingelegt hat, und auch die Leistungsdichte ist bei weitem nicht so hoch wie bei den männlichen Kollegen. Dennoch lässt sich ein Aufwärtstrend erkennen. Immerhin 14 Frauen blieben in diesem Frühjahr bereits unter der 2:25-Stunden-Marke - und damit sechs mehr als in der gesamten Saison 2009. Das größte Kontingent unter den Spitzenläuferinnen stellen dabei die Äthiopierinnen.

Die Führende der Weltjahresbestenliste kommt allerdings aus Russland. Die 32-jährige Liliya Shobukhova gewann den London-Marathon in glatten 2:22 Stunden. Damit blieb sie elf Sekunden unter der schnellsten Zeit aus 2009, die Irina Mikitenko an gleicher Stelle erzielt hatte. Die deutsche Rekordhalterin musste in diesem Jahr das Rennen in London wegen muskulärer Probleme vorzeitig aufgeben. Für einige andere Läuferinnen erwies sich die britische Hauptstadt allerdings wieder als schnelles Pflaster. Die Russin Inga Abitova (2:22:19) und die Äthiopierinnen Asefelech Mergia (2:22:38) und Bezunesh Bekele (2:23:17) belegen die Plätze drei bis fünf in der Weltjahresbestenliste.

Vor diesen drei Läuferinnen konnte sich noch Atsede Baysa aus Äthiopien einordnen, die den Paris-Marathon in 2:22:04 Stunden gewann. Überhaupt waren es vor allem Äthiopierinnen, die weltweit überzeugende Leistungen boten. Außer in Paris gab es weitere äthiopische Siege in Houston durch Teyba Erkesso (2:23:53), in Seoul durch Amene Gobena (2:24:13) und in Dubai durch Mamitu Daska (2:24:19). Ganz anders als bei den Männern spielen die kenianischen Läuferinnen momentan international kaum eine Rolle. Helena Loshanyang Kirop, die Dritte des Dubai-Marathons, lief mit einer Zeit von 2:24:54 Stunden als einzige Kenianerin unter 2:25 Stunden.

Derweil gelang es der Französin Christelle Daunay, beim Paris-Marathon ihren eigenen Landesrekord auf 2:24:22 Stunden zu verbessern. Damit ist sie hinter den Russinnen Shobukhova und Abitova die drittschnellste Europäerin in diesem Jahr und weltweit noch unter den Top 10. Die Marathonläuferinnen aus den deutschprachigen Ländern können mit solchen Zeiten momentan nicht mithalten. Die beste Österreicherin, Andrea Mayr, lief in Wien 2:34:09 Stunden. Damit war sie nur um eine Sekunde schneller als ihre Landsfrau Eva-Maria Gradwohl bei ihrem Sieg in Linz eine Woche zuvor. Allerdings beendete Gradwohl kürzlich, entnervt von ständigen Dopingvorwürfen, ihre Profikarriere.

Schnellste Deutsche ist die Leverkusenerin Melanie Kraus. Auch wegen der Ausfälle einiger ihrer stärksten Konkurrentinnen reichten ihr 2:36:00 Stunden beim Düsseldorf-Marathon, um die Führung in der deutschen Jahresbestenliste zu übernehmen. In der Schweiz hat Laura Hrebec die Spitzenposition inne. Sie lief in Genf 2:44:34 Stunden.

Die schnellsten Marathonläuferinnen im Frühjahr 2010
2:22:00 Liliya Shobukhova (RUS) am 25. April in London
2:22:04 Atsede Baysa (ETH) am 11. April in Paris
2:22:19 Inga Abitova (RUS) am 25. April in London
2:22:38 Aselefech Mergia (ETH) am 25. April in London
2:23:17 Bezunesh Bekele (ETH) am 25. April in London
2:23:53 Teyba Erkesso (ETH) am 17. Januar in Houston
2:24:13 Amane Gobena (ETH) am 21. März in Seoul
2:24:19 Mamitu Daska (ETH) am 22. Januar in Dubai
2:24:22 Christelle Daunay (FRA) am 11. April in Paris
2:24:26 Aberu Kebede (ETH) am 22. Januar in Dubai
2:24:39 Askale Tafa (ETH) am 25. April in London
2:24:51 Tirfi Tsegaye (ETH) am 11. April in Paris
2:24:54 Helena Loshanyang Kirop (KEN) am 22. Januar in Dubai
2:24:55 Yukiko Akaba (JPN) am 25. April in London
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Autor: Dirk Stelzner 27.05.2010

Hier finden Sie weitere Informationen zum Genf-Marathon 2018.

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